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B.A.U.M.-NETZWERKTREFFEN

4.4.2016, 12:30 Uhr, DANONE GmbH, Haar (bei München)

Das Format des B.A.U.M.-Netzwerkstreffens soll das Kennenlernen der Aktivitäten von B.A.U.M. und anderer B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen ermöglichen. Gastgeber war diesmal die DANONE GmbH. Erstmals war das B.A.U.M.-Netzwerktreffen zudem kombiniert mit einem Diskussionsforum der von B.A.U.M. initiierten Plattform für klimaengagierte Unternehmen "Wirtschaft pro Klima".

Prof. Dr. Reimund Schwarze vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig, Sprecher des B.A.U.M.-Kuratoriums Wissenschaft, berichtete zu Beginn ausführlich von Eindrücken und Ergebnissen des Klimagipfels in Paris vom Dezember 2015, den er vor Ort miterlebt hat. Es sei eine schwierige Mission gewesen, die häufig auch kritische Momente hatte, dank einer sehr geschickten Verhandlungsdiplomatie der Gastgeber und auch durch Impulse von außen (z.B. Klimabekenntnisse von Unternehmen) aber letztlich doch erfolgreich war. Auch weil gegenüber früheren Klimagipfeln der Siegeszug von bezahlbaren erneuerbaren Energien inzwischen evident war, konnte sich eine High Ambition Coalition sogar für das 1,5, Grad-Ziel stark machen. Ein großer Fortschritt sei die Verpflichtung einer Vielzahl von Staaten, Klimaschutzpläne zu entwickeln und diese alle 5 Jahre zu überprüfen und zu optimieren. Zudem sei Teil der Lösungsagenda, dass auch nicht-staatliche Akteure einbezogen werden, insbesondere natürlich die Wirtschaft. "Unternehmen müssen nun Vorreiter beim Transparenzregime bzgl. Klimaschutz werden", so Prof. Schwarze.

Vortrag von Prof. Dr. Reimund Schwarze als PDF

Dr. Friedrich von Heyl, Director Corporate Affairs bei Gastgeber DANONE, griff diese Steilvorlage gerne auf und berichtete von den Klimaaktivitäten und dem Klimaengagement des Konzerns. Von 2007 bis 2013 seien die spezifischen CO2-Emissionen bereits um 37 % reduziert worden; doch damit nicht genug: für 2050 strebt DANONE sogar das "Zero-net-Ziel" an, d.h. Klimaneutralität, die durch eine Mischung aus weitgehender Reduzierung der CO2-Emissionen sowie ergänzend durch Ausgleichsmaßnahmen erreicht werden soll.

Vortrag von Dr. Friedrich von Heyl als PDF

In der Diskussion wurde die Messbarkeit von "Klimaneutralität" sowohl auf Unternehmensebene wie auch auf der Ebene von Staaten thematisiert und hierzu eine weitgehende Standardisierung von Erhebungs- und Messverfahren gefordert. Aktueller Handlungsbedarf ergibt sich auch aus den ab 2017 geltenden nichtfinanziellen Berichtspflichten, zumindest für die großen Unternehmen. Viele Impulse erwartet Prof. Schwarze auch vom Kapitalmarkt: "Die Investoren sind gefordert."

Abschließend stellte Dieter Brübach aktuelle Klimaaktivitäten von B.A.U.M. vor.

Etliche Teilnehmer konnten den Austausch zum Thema Klimaschutz im Anschluss an das Netzwerktreffen dann abends beim B.A.U.M.-Politikergespräch mit der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf fortsetzen.





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