MITGLIED WERDEN
NEWSLETTER ABONNIEREN

KLIMAWANDEL UND DIE MACAUBA-PALME

16.11.2017, 10:00 - 16:00 Uhr, Design Offices, Domstraße 10, 20095 Hamburg

Um die steigende Nachfrage nach Pflanzenölen mit den weltweit begrenzten Produktionsflächen vereinbaren zu können, sind nachhaltige Anbausysteme erforderlich. Das B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen INOCAS hat hierzu einen innovativen Ansatz auf der Basis von Macauba-Palmen entwickelt, der bei diesem Workshop vorgestellt und diskutiert werden soll.

In den vergangenen 13 Jahren ist die weltweite Produktion von Palmöl um mehr als 100% auf knapp 66 Mio. t pro Jahr angestiegen. Auslöser hierfür sind sowohl das globale Bevölkerungswachstum als auch die steigende industrielle Nutzung von Pflanzenölen (insbesondere Palmöl), z.B. für Lebensmittel, Kosmetik, Farben und Lacke, Schmierstoffe, Biokraftstoffe, Wasch- und Reinigungsmittel. Zur Deckung des erhöhten Bedarfs werden weltweit Produktionsflächen oftmals illegal durch Abholzung geschaffen bzw. ausgeweitet.

Das B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen INOCAS hat einen innovativen Ansatz entwickelt, mit dem im Rahmen eines brasilianischen Agrarprojekts langfristig sehr große Mengen an Pflanzenölen nachhaltig produziert werden können. Hierbei sollen Macauba-Ölpalmen (Acrocomia aculeata) auf bestehenden Weideflächen in Brasilien integriert werden. Die Fettsäurezusammensetzung dieses Öls weicht etwas von der des Palmöls der afrikanischen Ölpalme ab, aber nichtsdestotrotz birgt das Macauba-Öl ein hochinteressantes Potenzial für diverse Industriezweige. Die Analysen von INOCAS haben ergeben, dass sich, wenn man dieses Konzept auf der Hälfte aller brasilianischen Weideflächen anwenden würde, alleine in Brasilien mehr Pflanzenöl produzieren ließe als auf allen Palmölplantagen weltweit.

Dieser innovative Ansatz soll in einem Workshop vorgestellt und diskutiert werden. Eingeladen sind Vertreter aus Industrie, Forschung und Verbänden.

Die Teilnahme ist kostenlos, die Teilnehmerzahl aber begrenzt.

Um Anmeldung bis zum 8.11. an antonia.thiele@baumev.de wird gebeten.

Die Veranstaltung wird gefördert von der NUE – Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung.





Datenschutz | Impressum