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PROFESSOR DR. KLAUS TÖPFER

Professor Dr. Klaus Töpfer, Jahrgang 1938, hat in seiner langjährigen Tätigkeit als Bundesminister und Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) aktiv und erfolgreich die globale Umweltpolitik mitgeformt.

Der Diplom-Volkswirt hat in seinen Tätigkeiten als Umwelt- und als Bauminister das Thema Nachhaltigkeit in der Deutschen Politik weit vorangetrieben. So ist zum Beispiel die Idee der Kreislaufwirtschaft, ganz nebenbei einer der größten Exportschlager Deutschlands, auf Professor Dr. Klaus Töpfers Abfallgesetze der 90er Jahre zurückzuführen. Ebenso ist dank des Baugesetzbuches, welches Professor Dr. Klaus Töpfer vor seinem Abschied zur Vereinten Nation 1998 auf den Weg brachte, die Förderung Erneuerbarer Energien, insbesondere des Solaren Städtebaus, heute Bestandteil kommunaler Baupflichten.

Mit der Schaffung einer Umweltunion im vereinten Deutschland hat sich Professor Dr. Klaus Töpfer bei der Wiedervereinigung nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Menschen durch die Rettung großer Naturschutzgebiete und die Schließung von Kraftwerken großen Verdienst erworben.

Als ranghöchster Deutscher bei den Vereinten Nationen machte sich Professor Dr. Klaus Töpfer jahrelang auf internationaler Ebene für nachhaltige Entwicklung und die hohe Bedeutung weltweiten Umweltschutzes stark. Bereits 1992 hatte Professor Dr. Klaus Töpfer als Bundesumweltminister und Vertreter der Bundesregierung zum Erfolg der UN-Konferenz in Rio de Janeiro, auf welcher wesentliche Meilensteine für eine neue Zusammenarbeit zwischen Staaten unterschiedlichsten Entwicklungsstandes gelegt wurden, beigetragen.

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) hat als erstes Organ der UN seinen Hauptsitz in einem Entwicklungsland, in der Hauptstadt Kenias, Nairobi. Von dort aus wirkt es als Anwalt, Vermittler und Lehrer für einen schonenden Umgang mit der Umwelt sowie für nachhaltige Entwicklung.

In seiner Funktion als UNEP-Chef hat sich Professor Dr. Klaus Töpfer die weltweite Erschließung Erneuerbarer Energien zum Ziel gemacht und ein 6,7 Millionen US-Dollar-Projekt gestartet, das die besten Wind und Solarenergiestandorte in Lateinamerika, Afrika und Südostasien erfassen soll. Bezeichnend für Professor Dr. Klaus Töpfer ist hierbei sein Einsatz in Ländern der Dritten Welt, denn er verbindet globale Umweltpolitik mit Fragen zur Überwindung von Armut.

Auf Grundlage des 1998 vorgelegten Reformberichts („Töpfer-Bericht") konzentriert sich das derzeitige Arbeitsprogramm des UNEP auf die fünf Bereiche Trinkwasser, Umweltinformationen (Einschätzung und Forschung), Unternehmens- und Technologietransfer, Unterstützung für Afrika und Nachhaltige Entwicklung der Verstädterungsprozesse.

Professor Dr. Klaus Töpfer gilt ebenso als Vorbote zu den Verhandlungen für die Klimakonventionen der UN (United Nations Framework Convention on Climate Change) und der Einrichtung der „globalen Umweltfazilität" (Global Environment Facility).

Globale Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur globale Umweltpolitik, sondern auch Bekämpfung weltweiter Armut. Unter diesen Aspekten startete Professor Dr. Klaus Töpfer als „Anwalt" der Entwicklungsländer verschiedenste Projekte, bei denen er vehement für die Interessen der Entwicklungsländer kämpfte, welche besonders empfindlich gegenüber Klimaveränderungen sind, diese aber nur zu kleinen Teilen verursacht haben. Professor Dr. Klaus Töpfer hat in den 70er Jahren im Rahmen von Entwicklungsprojekten in verschiedenen Regionen der Welt selbst kennen lernen können, mit welchen Schwierigkeiten Entwicklungsländer bei der Umsetzung von Umweltschutzzielen zu kämpfen haben.

Die Initiative „African Rural Energy Enterprise Development", von UNEP ins Leben gerufen, unterstützt über 30 Projekte, die bezahlbare Energie aus erneuerbaren Quellen erschließen sollen. Die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern ist auch deshalb außerordentlich wichtig, um dort Verständnis für schonenden Ressourcenverbrauch und das Einhalten von Umweltrichtlinien zu erlangen.

2006 nahm Professor Dr. Klaus Töpfer einen Lehrstuhl für Nachhaltige Entwicklung an der Tongji-Universität in Shanghai an. Dort erörtert er nachhaltige Ideen zu Themen wie „Kreislaufwirtschaft" oder „Luftbelastung in Städten" und gibt Erfahrungen weiter, wie man effektiv mit Ressourcen eines Landes umgehen kann.

Als Schirmherr der „Hamburger Klimatage 2006" beschäftigte sich Professor Dr. Klaus Töpfer auch auf regionaler Ebene mit den Themen Erneuerbare Energien, Ökosuffizienz und Fragen rund um Klima, Entwicklung und dem Gerechtigkeitsdefizit gegenüber armen Ländern.

Für sein großes Engagement in Sachen Umwelt und Menschlichkeit, Armutsbekämpfung hat Professor Dr. Klaus Töpfer neben dem Bundesverdienstkreuz und dem Deutschen Umweltpreis schon zahlreiche Auszeichnungen erhalten, denn „Nachhaltige Entwicklung ist nicht nur karikativ und unsere ethische Verpflichtung, sondern eine Investition in eine friedliche Welt". (Zitat Professor Dr. Klaus Töpfer aus einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt).

Herr Professor Dr. Klaus Töpfer erhält den Internationalen B.A.U.M.-Sonderpreis für sein langjähriges, überragendes, nationales und internationales Engagement für eine Nachhaltige Entwicklung in der Gesellschaft.


 



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