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THOMAS JORBERG - GLS GEMEINSCHAFTSBANK EG

Thomas Jorberg, Jahrgang 1957, ist seit 2003 Vorstandssprecher der GLS Bank mit Sitz in Bochum. Seine berufliche Laufbahn begann er dort als erster Auszubildender im Jahre 1974. Es folgte ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum; anschließend kehrte Thomas Jorberg 1986 zur GLS Bank zurück. Ein Schwerpunkt seiner Vorstandstätigkeit liegt in der strategischen Weiterentwicklung der GLS Bank.

Die GLS Bank ist die erste sozial-ökologische Universalbank der Welt. Sie vergibt Kredite ausschließlich an Unternehmen und Projekte, die nach strengen Positiv- und Ausschluss­kriterien bewusst ausgewählt werden. Gemäß ihrer Überzeugung „Geld ist für die Menschen da" bildet die Förderung zukunftsweisender Entwicklungen das Kerngeschäft der Bank, sowohl im ökologischen Bereich (Regenerative Energien, Ökologische Landwirtschaft, nach­haltiges Bauen und Biobranche) als auch im sozialen (Freie Schulen und Kindergärten, Wohnprojekte, Behinderteneinrichtungen und Kultur). Die GLS Bank bietet einen dreifachen Gewinn, indem sie in die Verbesserung der menschlichen Lebensgrundlagen investiert, gleichzeitig Entwicklungschancen für zukünftige Generationen erhöht und dies mit einer angemessenen ökonomischen Rendite verbindet. Die Kreditvergabe gestaltet die GLS Bank transparent, indem sie jeden neu vergebenen Kredit in der Kundenzeitschrift „Bankspiegel" veröffentlicht.

Thomas Jorberg wirkte ganz erheblich an der konsequenten Ausrichtung der Bank auf öko­logische und soziale Nachhaltigkeit mit. Bereits in den 1980er Jahren setzte er sich für die Finanzierung von Erneuerbaren Energien durch die GLS Bank ein und entwickelte hierfür Finanzierungskonzepte.

Für die Privat- und Geschäftskunden der GLS Bank regte er spezielle Umweltschutz­angebote an. Seit 2008 bietet die Bank ihren Kunden Möglichkeiten zur Ermittlung des öko­logischen Fußabdrucks, macht Vorschläge zur Emissionsminderung und ermöglicht den Ausgleich von unvermeidbaren Emissionen durch Investitionen in hochwertige Klimaschutz­projekte.

Auch die CO2-Zertifizierung für die GLS Bank geht auf die Initiative Thomas Jorbergs zurück. Seit 2008 ist die Bank klimaneutral und durchläuft selbst jährlich einen Zertifizierungsprozess aus Bilan­zierung, Reduktion und Ausgleich unvermeidbarer Emissionen.

Ihr Nachhaltigkeitsengagement hat die GLS Bank 2008 in einer übersichtlichen Nachhaltig­keitsbilanz dokumentiert, die noch erweitert wird. Derzeit erstellt die GLS Bank einen Nach­haltigkeitsbericht für 2009 nach den Standards der Global Reporting Initiative (GRI).

Ihre Angebotspalette wird die GLS Bank in Zukunft um Beteiligungsmodelle zur Finanzierung von zertifizierten Green Buildings, Aufforstungsflächen sowie dem Kauf von Öko-Landbau­flächen erweitern.

Thomas Jorberg tritt oft als Referent bei Veranstaltungen auf und setzt sich öffentlich für ein Umdenken, insbesondere im Finanzsektor, ein. Im März 2009 gründete er gemeinsam mit den Vorständen von zehn weiteren Nachhaltigkeitsbanken die Global Alliance for Banking on Values. Deren Mitglieder haben sich verpflichtet, gemeinsam globale Lösungen für inter­nationale Probleme zu finden und eine positive, realistische Alternative zum gegenwärtigen Finanzsystem zu entwickeln und zu fördern.

Thomas Jorberg ist Mitgründer und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Neue Energie und ge­hörte 2009 zu den Initiatoren von ruhrmobil-E, einem Verein zur Förderung von Elektro­mobilität. Er ist Mitglied verschiedener Aufsichtsräte, u.a. beim Ökostrom-Anbieter EWS Schönau oder der ägyptischen Initiative SEKEM.

Für sein „großes persönliches und berufliches Engagement für eine ökologische, soziale und transparente Bürgergesellschaft" erhielt er 2002 den Stromrebellen-Preis der Schönauer Energieinitiativen. 2009 wurde er für seine verantwortungsvolle Unternehmensführung und sein konsequentes Nachhaltigkeitsmanagement mit dem future-Award ausgezeichnet.

„Wir alle – ob als Konsumenten, als Produzenten, als Unternehmer oder als Kapitalanleger – müssen Verantwortung für die Folgen unseres Handelns auf andere Menschen und die Umwelt übernehmen," so formuliert Thomas Jorberg selbst das Grundprinzip seines Enga­gements, an dem er sich auch als Privatmann orientiert.

Vor dem Hintergrund der weltweiten Krise des Finanzsystems will die Jury ein Zeichen setzen für einen werteorientierten, nachhaltigen Umgang mit Geld und hat daher die Vor­standsvorsitzenden zweier Nachhaltigkeitsbanken mit dem B.A.U.M.-Umweltpreis ausge­zeichnet. Thomas Jorberg hat entschieden zur Etablierung der ersten sozial-ökologischen Universalbank der Welt beigetragen und dadurch bewiesen, dass Geld sinnvoll „als soziales Gestaltungsmittel" genutzt werden kann. In Anerkennung dieser Leistung erhält Thomas Jorberg den B.A.U.M.-Umweltpreis in der Kategorie „Kleine und mittelständische Unter­nehmen".


 



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