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FELIX AHLERS - FROSTA AG

Felix Ahlers, Jahrgang 1966, ist seit 2010 Vorstandsvorsitzender der FRoSTA AG. Der ge­lernte Koch und studierte Volkswirt war zunächst General Manager bei FRoSTA Polen und hatte anschließend die Leitung der FRoSTA-Auslandsmärkte inne, bevor er im Oktober 2003 als Vorstand die Verantwortung für Marketing und Vertrieb der FRoSTA AG übernahm.

In dieser Funktion wirkte Felix Ahlers maßgeblich an der Einführung des Reinheitsgebots bei FRoSTA mit. Als erste Tiefkühlmarke in Deutschland verbannte das Unternehmen 2003 sämtliche Zusatzstoffe aus seinen Produkten. Damit handelte FRoSTA gegen den damaligen Trend: „Diese Entwicklung wieder umzudrehen und rein natürliche Zutaten nach klassischen Methoden der Kochkunst zu verarbeiten, hat mich, damals nicht zuletzt wegen meiner Aus­bildung zum Koch, motiviert und herausgefordert", begründet Felix Ahlers sein Engagement für das Reinheitsgebot.

In seinen Produkten verarbeitet FRoSTA ausschließlich Gemüse aus Freilandanbau – teil­weise von Bioland-Höfen – und verwendet durchweg Fisch aus bestandserhaltender, MSC-zertifizierter Fischerei.

Als erster Lebensmittelhersteller in Deutschland hat FRoSTA auch am Pilotprojekt Product Carbon Footprint der Projektträger Öko-Institut, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und THEMA1 teilgenommen. Inzwischen liegen für alle Produkte die CO2-Bilanzen vor und können u.a. auf der Unternehmenswebsite eingesehen werden.

Auch darüber hinaus nutzt FRoSTA seine Website in vorbildlicher Weise zur Nachhaltig­keitskommunikation an die Kunden: Nicht nur die Produktpalette wird dort präsentiert, es finden sich auch Energiespartipps für den Haushalt und Links zu Partnern aus dem Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

Bei der Produktion bemüht sich FRoSTA um möglichst umwelt- und ressourcenschonende Verfahren. So hat sich das Unternehmen im Bereich Energie zum Ziel gesetzt, bis 2012 rund 400t oder 12Prozent CO2-Emissionen einzusparen. Einen hohen Energiebedarf hat der Tiefkühlkosthersteller beispielsweise bei seinen Kühlhäusern. Um den Verbrauch möglichst gering zu halten, hat FRoSTA seine Kälteanlagen daher mit einer Wärmerückgewinnungs­anlage ausgestattet. Die warme Abluft wird gespeichert und u.a. zur Bereitung von Warm­wasser zu Reinigungszwecken genutzt. Dadurch werden pro Jahr 7.400MWh eingespart. Außerdem sind alle Kühlhäuser mit speziellen Luftvorhängen ausgestattet, die das Ein­dringen warmer Raumluft bzw. das Entweichen der kalten Luft nach außen verhindern. Kälteverluste von 350MWh pro Jahr können mit dieser Technologie eingespart werden; das entspricht ca. 5Prozent der Gesamtenergie, die für die Kühlhäuser benötigt wird.

Roh- und Fertigwaren werden bei FRoSTA in der Regel per LKW transportiert. Dabei achtet das Unternehmen besonders auf eine optimale Auslastung der LKWs. Durch ein verbes­sertes Bestellverfahren konnte das durchschnittliche Gewicht der Paletten um 3Prozent erhöht und die durchschnittliche Transportentfernung um 3,5Prozent reduziert werden. Transporte zu Kunden in Italien lässt das Unternehmen mit der Bahn vornehmen – dies ist in der Tiefkühlkostbranche bisher einzigartig. Durch die Verlagerung des Transports von der Straße auf die Schiene konnten im Jahr 2010 rund 110LKW-Fahrten und ca. 3Mio. Tonnenkilometer eingespart werden.

Auch das Abfallmanagement hat einen hohen Stellenwert bei FRoSTA. Gemüseabfälle werden grundsätzlich an Biogasanlagen abgegeben. Im Werk Elbtal betreibt FRoSTA eine eigene Biogasanlage, durch die ca. 9Prozent der im Werk benötigten Heiz- und Erdgas­energie erzeugt wird. Durch Schulungen der Mitarbeiter und klar beschriebene Prozesse wird außerdem der Anteil an Mischmüll kontinuierlich reduziert – seit 2007 um fast 60Prozent.

FRoSTA gehörte 2010 zu den Erstunterzeichnern des Changemaker-Manifests von Utopia und unterstrich dadurch seine Selbstverpflichtung zu einer nachhaltigen Unternehmens­führung. Das Unternehmen unterstützt das Projekt Solino, bei dem erstmals Kaffee zu 100Prozent in Äthiopien hergestellt und das Land dadurch – entgegen üblicher Praxis – an der Wertschöpfung beteiligt wird. Außerdem ist FRoSTA Partner und Sponsor des Deutschen Zusatzstoffmuseums in Hamburg und trägt auf diese Weise zur Aufklärung über Inhaltsstoffe von Lebensmitteln bei.

Felix Ahlers wurde mit dem Ehrenbrief der Interessengemeinschaft FÜR gesunde Lebens­mittel e.V. ausgezeichnet.

Zunächst als Vorstand für Marketing und Vertrieb und dann als Vorstandsvorsitzender hat Felix Ahlers entschieden dazu beigetragen, dass FRoSTA gegenüber den Verbrauchern auf Transparenz setzt: Verzicht auf Zusatzstoffe, eine ausführliche Deklaration der Zutaten, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgeht, Nachweis der CO2-Bilanz sämtlicher Produkte. Hierdurch setzt FRoSTA Maßstäbe für seine Branche. In Anerkennung seiner Leistung erhält Felix Ahlers den B.A.U.M.-Umweltpreis in der Kategorie „Kleine und mittelständische Unter­nehmen".




 



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