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TANJA GÖNNER - DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR INTERNATIONALE ZUSAMMENARBEIT (GIZ) GMBH

Tanja Gönner, Jahrgang 1969, ist seit 2012 Vorstandssprecherin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. Zuvor hatte die studierte Juristin für die CDU verschiedene politische Funktionen inne. So war sie von 2002 bis 2004 Mitglied des Deutschen Bundestags. Als Gründungsmitglied des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung holte Tanja Gönner Nachhaltigkeit auf die Parlamentsebene. 2004 wurde Tanja Gönner Sozialministerin des Landes Baden-Württemberg. Ein Jahr später übernahm sie das dortige Umweltministerium; von Februar 2010 bis Mai 2011 war sie für das erweiterte Ressort Umwelt, Naturschutz und Verkehr verantwortlich.

Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz stehen seit Jahren im Zentrum des Engagements von Tanja Gönner. Dabei ist ihr wichtig, diese Themen in ihrem Verantwortungsbereich auch organisatorisch zu verankern. So durchlief das baden-württembergische Umweltministerium als einziges Ministerium bundesweit unter der Ministerin Gönner 2007 bereits zum dritten Mal das Audit nach dem europäischen Eco-Management and Audit Scheme (EMAS). Auch die GIZ wurde 2013 an den drei wichtigsten Standorten in Deutschland – Bonn, Eschborn und Berlin – EMAS-zertifiziert.

Ein wichtiger Schritt beim Aufbau eines Nachhaltigkeitsmanagements bei der GIZ war im Laufe des Jahres 2012 die Einrichtung einer entsprechenden Governance-Struktur. Sie besteht aus dem Sustainability Board, das den Vorstand und die oberste Managementebene der GIZ repräsentiert, dem Beauftragten des Vorstands für Nachhaltigkeit, der direkt an die Vorstandssprecherin Tanja Gönner berichtet und die Nachhaltigkeitsstrategie der GIZ operativ umsetzt, und schließlich dem Sustainability Office, das ihn dabei unterstützt.

Seit 2012 hat die GIZ zahlreiche Meilensteine erreicht: „Advanced Level" beim Global Compact Fortschrittsbericht im November 2012; Beitritt der GIZ zum Deutschen Nachhaltig­keitskodex im April 2013; aktive Beteiligung an der Aktionswoche Nachhaltigkeit des Rats für Nachhaltige Entwicklung 2013 mit über 40 Aktionen (nahezu jede zweite davon im Ausland, verteilt auf zwölf verschiedene Länder); Verabschiedung eines Nachhaltigkeitsprogramms 2013–2015 im Juni 2013; Nachhaltigkeitsbericht nach GRI 4 im November 2013.

Ebenfalls 2013 beschloss das Sustainability Board ein Klimaneutralitätskonzept für die GIZ. Derzeit wird geprüft, wie die Klimaneutralität auf die Projektaktivitäten ausgeweitet werden kann.

Besonders innovativ ist das von Tanja Gönner initiierte Projekt "Corporate Sustainability Handprint®". Ungewöhnlich ist, dass bei diesem GIZ-eigenen Lern- und Management­instrument nicht nur die negativen Umweltauswirkungen erfasst, sondern auch Aussagen zum aktiven Gestaltungsbeitrag, dem "Handabdruck", in den vier Nachhaltigkeits­dimensionen der GIZ – wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, ökologisches Gleichgewicht, politische Teilhabe und soziale Verantwortung – gemacht werden.

Anhand eines Fragebogens und durch Kennzahlen erfassen die Landesbüros den aktuellen Status Quo ihrer Nachhaltigkeitsperformance und identifizieren ihre Good Practices. Mithilfe eines Rasters bewerten sie ihre eigene Nachhaltigkeitsleistung und setzen sich Ziele zur Verbesserung. Ein mehrsprachiges Online-Portal stellt einen Good Practice-Pool sowie weitere Informationen zur Verfügung. Das Sustainability Office unterstützt den Erstellungs­prozess eines "Corporate Sustainability Handprint®" durch Online Coachings.

Die Methodik wurde 2013 erfolgreich in Ghana, Vietnam, Nicaragua und Kambodscha vor Ort getestet. Good Practice-Beispiele aus diesen Ländern veröffentlichte die GIZ in ihrem Nachhaltigkeitsbericht 2013. 2014 begann die Umsetzung des "Corporate Sustainability Handprint®" für die gesamte Organisation.

Tanja Gönner hat mit großem Einsatz und in kürzester Zeit bei der GIZ wichtige Weichen in Sachen Nachhaltigkeit gestellt. Sie hat beispielhaft gezeigt, wie sich in einer weltweit tätigen Organisation mit 90 Länder- und zahlreichen Projektbüros ein umfassendes Nachhaltig­keitsmanagement implementieren lässt, das den Bedingungen vor Ort Rechnung trägt. In Anerkennung ihres Engagements erhält sie den B.A.U.M.-Umweltpreis in der Kategorie "Institutionen".




 



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