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MICHAEL UNGERER UND DR. MONIKA GRIEFAHN - AIDA CRUISES

Michael Ungerer, Jahrgang 1965, ist seit 2012 President von AIDA Cruises. Er studierte Betriebswirtschaftslehre und Hotelmanagement und hatte bereits früh führende Positionen in der internationalen Hotellerie und Kreuzfahrttouristik inne. Bei AIDA Cruises ist Michael Ungerer seit 1997 tätig. Von Beginn an war der schonende Umgang mit Ressourcen ein wesentlicher Aspekt seiner Arbeit. Nachhaltiges Wirtschaften ist seiner Ansicht nach für einen Kreuzfahrtanbieter unabdingbar: "Zu einem perfekten Urlaubserlebnis gehören auch eine intakte Natur und saubere Meere, das ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Produkt­erlebnisses."

Dr. Monika Griefahn, Jahrgang 1954, ist seit 2012 Direktorin für Umwelt und Gesellschaft bei AIDA Cruises. Die Soziologin ist Gründungsmitglied von Greenpeace Deutschland und war von 1980 bis 1983 Co-Geschäftsführerin der Umweltschutzorganisation; von 1984 bis 1990 war sie Mitglied des internationalen Vorstands von Greenpeace. Danach ging Dr. Monika Griefahn in die Politik: Von 1990 bis 1998 war sie Umweltministerin des Landes Nieder­sachsen, im Anschluss dann bis 2009 Abgeordnete im Deutschen Bundestag für die SPD. Ihr Engagement für die Umwelt begründet sie folgendermaßen: "Ich bin im Ruhrgebiet auf­gewachsen, einer industriell geprägten Region, in der man den Raubbau an der Natur mit all seinen Folgen sehr deutlich sehen konnte. Das hat mich in jungen Jahren geprägt und motiviert, mich für den Umwelt- und Naturschutz einzusetzen."

Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmenswerte von AIDA Cruises und in der Unternehmensstrategie fest verankert. Als eine der ersten Kreuzfahrtreedereien hat AIDA Cruises beispielsweise 2003 die Position der Umweltoffiziere an Bord geschaffen. Auch veröffentlicht das Unternehmen bereits seit 2007 jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht nach GRI-Standards. AIDA Cruises verfügt über eine der jüngsten und umweltfreundlichsten Kreuzfahrtflotten der Welt. Mit der Berufung von Dr. Monika Griefahn als Direktorin für Um­welt und Gesellschaft wurde das Umwelt- und Nachhaltigkeitsengagement des Unter­nehmens weiter vorangetrieben.

AIDA Cruises startete in den letzten zwei Jahren wegweisende neue Umweltschutz­initiativen; weitere sind geplant. So werden die beiden Schiffsneubauten des Unternehmens, die 2015 und 2016 in Dienst gestellt werden, mit einem Filtersystem ausgerüstet, das Abgasemissionen wie Rußpartikel, Schwefeloxide und Stickoxide um 90 bis 99 Prozent reduziert. Auch die bestehende Flotte wird schrittweise nachgerüstet.

Gemeinsam mit Becker Marine Systems entwickelte AIDA Cruises die LNG Hybrid Barge zur emissionsarmen Energieversorgung von Kreuzfahrtschiffen im Hamburger Hafen. Durch die Energiegewinnung mittels Flüssiggas fallen keine Rußpartikel und keine Schwefeloxide mehr an. Der Ausstoß von Stickoxiden wird im Vergleich zum Betrieb der Motoren mit Marine­diesel um 80 Prozent, die CO2-Emissionen werden um 30 Prozent reduziert. Darüber hinaus setzt sich AIDA Cruises für die Einführung von Landstromversorgung im Hamburger Hafen ein, die für 2015 geplant ist.

Um eine weitere umweltfreundliche Alternative zur Energieversorgung seiner Schiffe zu haben, engagiert sich das Unternehmen für den Ausbau der Infrastruktur zur Nutzung von Flüssiggas. Die kommende Schiffsgeneration der AIDA-Flotte wird, weltweit erstmalig in der Kreuzfahrtbranche, mit Dual-Fuel-Motoren ausgestattet, die auch mit Flüssiggas betrieben werden können. Viele weitere Maßnahmen – ein neues Rumpfdesign, die sogenannte MALS Technologie, die die Schiffe reibungsarm auf einem Teppich aus Luftblasen gleiten lässt, oder modernste Technik im Hotel- und Gastronomiebereich – tragen dazu bei, die Energie­effizienz im Vergleich zum derzeit jüngsten Schiff der Flotte, AIDAstella, um weitere 20 Prozent zu steigern.

Ein weiteres Projekt ist die Erweiterung des Angebots nachhaltiger Landausflüge. AIDA Cruises zählt hier zu den Pionieren der Kreuzfahrtbranche. Das Unternehmen hat gemein­sam mit der Nachhaltigkeitsinitiative Futouris e. V. und der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen eines Projekts erstmals standardisierte Kriterien für nachhaltige Landausflüge entwickelt.

Als Gründungsmitglied und Vorsitzende des Vereins Cradle to Cradle e. V. engagiert sich Dr. Monika Griefahn auch in ihrem Unternehmen für die Umsetzung dieses Prinzips. Bei AIDA Cruises werden nach Möglichkeit Produkte eingesetzt, die in biologische oder technische Kreisläufe zurückgeführt werden können (z. B. wiederverwertbare Teppiche, nachhaltige Büromaterialien etc.). Das neue Bürogebäude von AIDA Cruises wird nach modernsten Energie- und Umweltstandards gebaut. Der Einsatz von 100 Prozent Ökostrom und eine umweltfreundliche Fahrzeugflotte an den Firmenstandorten (einschließlich Nutzung von Carsharing, E-Autos und Firmen-Fahrrädern) ist bei all dem eine Selbstverständlichkeit.

Beide Preisträger engagieren sich über das eigene Unternehmen hinaus auf Verbands­ebene. Michael Ungerer ist Vorsitzender der deutschen Vertretung des Kreuzfahrtverbands Cruise Lines International Association (CLIA) und gehört dem Deutschen ReiseVerband (DRV), dem Verband Deutscher Reeder (VDR) sowie der Initiative "CEOs pro Recycling­papier" an. Sowohl Michael Ungerer als auch Dr. Monika Griefahn sind Gründungsmitglieder des Vereins AIDA Freunde der Meere e. V., der seit März 2013 besteht. Der Verein wurde auf Initiative von Mitarbeitern von AIDA gegründet und engagiert sich für den Meeres- und Küstenschutz.

AIDA Cruises ist für Umweltschutz und Qualität vielfach ausgezeichnet worden. 2013 erhielt das Unternehmen u. a. den Green Fleet Award und den Baltic Sea Clean Maritime Award, 2014 das Focus-Siegel "Bester Arbeitgeber 2014" in der Tourismusbranche sowie das Siegel "Top Arbeitgeber" des Top Employers Institute. Michael Ungerer wurde zudem als "Hamburger Kreuzfahrtpersönlichkeit 2013" geehrt.

Michael Ungerer und Dr. Monika Griefahn setzen sich mit großer Energie und Innovations­kraft dafür ein, AIDA Cruises auf See und an Land konsequent auf Nachhaltigkeitskurs zu bringen. In Anerkennung ihres Engagements erhalten sie gemeinsam den B.A.U.M.-Umweltpreis in der Kategorie "Großunternehmen".




 



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