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WERNER & MERTZ MIT DEM ZEIT WISSEN-PREIS "MUT ZUR NACHHALTIGKEIT" AUSGEZEICHNET

Die Laudatorin Dr. Delia Schindler, Head of HR Work Environment Tchibo und Sprecherin des Zukunftsrats Hamburg, würdigte Reinhard Schneider als modernen Unternehmenslenker, der einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leistet und dabei ökonomisch erfolgreich ist: „Für unser tägliches Konsumverhalten wird inzwischen mit Hilfe von Technik mehrfach so viel Masse auf der Erde bewegt als durch geologische Kräfte. Dies geschieht in voller Kenntnis der verheerenden Konsequenzen wie Klimawandel, den damit verbundenen sozialen Folgen, Artensterben und vielem mehr. Deshalb ist es gut, wenn man Vorbilder hat, die anpacken und wenn man von ihnen lernen kann, dass und wie es möglich ist, die Kluft zwischen Wissen und Tun zu überwinden. Und wer hätte gedacht, dass sich ausgerechnet jemand dafür eignet, der Putz- und Reinigungsmittel produziert und verkauft? Reinhard Schneider von Werner & Mertz ist aber so einer, von dem man sich was abgucken kann. Von dem sich Unternehmenslenker etwas abgucken können."

Jury-Mitglied und Mitinitiator des ZEIT WISSEN Preis „Mut zur Nachhaltigkeit", Dr. h.c. August Oetker, überreichte den mit zehntausend Euro dotierten Preis im Rahmen des Nachhaltigkeitskongresses am 1. März in Hamburg. Dr. August Oetker würdigte die Leistung des Unternehmers als herausragendes Beispiel in Wirtschaft und Gesellschaft. Hier sei ein Unternehmen mutig gewesen und ist mit einer grünen Marke 1986 in den Handel gegangen, um das aufzunehmen, was als Zeitbewegung irgendwo in der Luft lag. Die Vision von damals ist inzwischen gelebte Realität mit einer sehr erfolgreichen Marke und Produkten, die auf Kreislauffähigkeit setzen. Nachhaltigkeit im besten Sinne werde hier in einem Familienunternehmen vorgelebt.

Reinhard Schneider spendete während der Veranstaltung das Preisgeld zu gleichen Teilen an die zwei anderen Nominierten in der Kategorie ‚Handeln‘: Ein Projekt, in dem Handwerker und Flüchtlinge Möbel herstellen und ein Verein, der mit Künstlern, Flüchtlingen und Gästen ein Hotel betreibt.

„Nachhaltigkeit in sämtlichen unternehmerischen Entscheidungen erlebbar zu machen, schafft Vertrauen", wandte sich Schneider in seiner Dankesrede an Jury und Auditorium. Ein Vertrauen, das sich die Marke Frosch und das mittelständische Unternehmen Werner & Mertz in den zurückliegenden 30 Jahren als europäischer Nachhaltigkeitspionier beharrlich erarbeitet habe. „Als Lenker eines Familienunternehmens mit einem längeren Planungshorizont als beispielsweisen börsennotierten Konzern kann man sicherlich andere Entscheidungen fällen, die dann im besten Fall eine Verknüpfung von Ökologie und Ökonomie darstellen."

Werner & Mertz setzt sich gemeinsam mit seinen Partnern in der Recyclat-Initiative für einen echten Kreislauf des Verpackungsmülls, in welchen auch Kunststoff-Verpackungen aus dem Gelben Sack bereits erfolgreich eingebunden werden: Als Basis für die Herstellung eines hochwertigen und transparenten PET-Wertstoffs für Plastikverpackungen.

In der Initiative „Heimische Tenside" ersetzt das Unternehmen erfolgreich tropisches Palmkernöl durch Rapsöl aus Ostdeutschland als Rohstoff für waschaktive Substanzen (Tenside). Im Gegensatz zu Palmen-Plantagen, die aus Ertragsgründen exzessiv in tropischen Regenwaldgebieten angelegt werden und damit eine sensible Ökostruktur bedrohen, wird der ostdeutsche Raps zur Rekultivierung einer brachliegenden Landschaft angebaut und kann zunächst noch nicht als Lebensmittel-Grundstoff, wohl aber als Rohstoff für heimische Tenside genutzt werden.

Für die Entwicklung und Einführung kreislauffähiger Produkte wurde die Unternehmensgruppe mehrfach für seine Consumer- und Professional-Reiniger mit dem weltweit anerkannten cradle-to-cradle™Gold-Standard zertifiziert. Werner & Mertz erhielt für seine Marken Frosch und green care Professional im November 2015 den cradle-to-cradle® Innovator Award in New York. Für die ökoenergetische Bauweise des Verwaltungsgebäudes am Hauptstandort Mainz gab es 2012 die strenge LEED-Zertifizierung, außerdem wird das Unternehmen auf eigenen Wunsch seit 2003 jährlich nach strengsten Anforderungen des europäischen Ökosiegels EMAS geprüft.

Der ZEIT WISSEN-Preis „Mut zur Nachhaltigkeit" wird seit 2013 in den Kategorien „Wissen" und „Handeln" vergeben und wurde von Klaus Wiegandt, Begründer der „Stiftung Forum für Verantwortung", dem ZEIT-Verlag und Dr. August Oetker ins Leben gerufen. Die Auszeichnung würdigt Pioniere, die einen herausragenden Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten. In der diesjährigen, neunköpfigen Jury entschieden Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Non-Profit-Organisationen und Wissenschaft über die Vergabe. Pro Kategorie gab es drei Nominierungen.




 



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