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KOHLEKRAFTWERKE AUSSCHALTEN HEIßT AUCH QUECKSILBERBELASTUNG REDUZIEREN

Die Quecksilberbelastung in den Flüssen ist bis zu 15fache höher als die zulässige Umweltqualitätsnorm von 20 µg/kg Feuchtgewicht von Fischen. Dies ergab eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen.

Das Institut für Ökologie und Politik (Ökopol) hat in einer Studie im Auftrag der Grünen die Quecksilberemissionen von Kohlekraftwerken untersucht: "Die Quecksilber-Emissionen aus Kohlekraftwerken und der Goldgewinnung führen weltweit zu wachsenden Umweltbelastungen. Vor allem steigt die Konzentration an hochtoxischem Methylquecksilber in Fischen: Immer häufiger werden lebensmittelrechtliche Grenzwerte im Schwertfisch, Thunfisch, Aal und anderen großen, älteren Fischen am Ende der Nahrungskette überschritten." Ökopol warnt auch vor den gesundheitlichen Gefahren: "Methylquecksilber führt bei Ungeborenen und Kleinkindern zu Schäden bei der Gehirnausbildung und bewirkt verminderte Intelligenz. Auch bei Erwachsenen reichert sich Methylquecksilber im Gehirn an und führt zu Nervenschäden. Die erbgutverändernde Wirkung von Methylquecksilber ist nachgewiesen. Zudem besteht der Verdacht, dass Methylquecksilber krebserzeugend wirkt."

Von allen fossilen Energieträgern verursacht Kohle die meisten Treibhausgasemissionen. Wollen wir die Klimaziele von Paris erreichen, müssen Kohlekraftwerke durch regenerative Energien und – übergangsweise – umweltfreundliche Gaskraftwerke ersetzt werden. B.A.U.M. setzt sich seit langen engagiert für den Klimaschutz ein und plant nun eine öffentlichkeitswirksame Aktion zum Thema "Kohlekraftwerke abschalten". Der Schutz unserer Gesundheit ist da nur ein zusätzliches Argument.

 

 




 



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