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B.A.U.M.-VERTRETER IM AUSTAUSCH MIT ULRIKE SCHARF, BAYERISCHE STAATSMINISTERIN FÜR UMWELT UND VERBRAUCHERSCHUTZ

Ulrike Scharf, Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, und B.A.U.M.-Vorstandsmitglied Dieter Brübach (Foto: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz)Nach der Begrüßung durch B.A.U.M.-Vorstandsmitglied Dieter Brübach stellte Staatsministerin Ulrike Scharf insbesondere einige Aspekte ihrer Politik zu Themen aus dem Bereich Klimaschutz heraus. In Folge der Energiewende seit Fukushima, aber auch der Digitalisierung und Industrie 4.0 sei eine große Transformation im Gange. Besondere Herausforderungen gäbe es auch nach der erfolgreichen Klimaschutzkonferenz in Paris, wo die Staatengemeinschaft sich erstmals zu einen Klimaziel von deutlich unter 2 Grad Temperaturanstieg bekannte. Wichtig sei auch der verabredete Mechanismus mit Zielsetzungen, die alle 5 Jahre überprüft und angepasst werden. Weltweit wirke Klimaschutz wie ein Konjunkturprogramm, wovon auch Bayern profitieren werde, wo 1/5 der Umweltwirtschaft Deutschlands beheimatet sei. Auch dank der im B.A.U.M.-Netzwerk engagierten "Visionäre des nachhaltigen Wirtschaftens" sei Klimaschutz in den Unternehmen und ihrem Mitarbeitern angekommen. Bayern wolle zudem seinen jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von aktuell 6 Tonnen bis 2030 auf 2 Tonnen CO2 p.a. senken und dabei "möglichst viele Menschen" mitnehmen, wofür die Einrichtung einer "Klimabörse" als Plattform für Projekte geplant sei, für die Bürger spenden können. Auch der Umweltpakt Bayern, laut Staatsministerin ein "Zeichen weiß-blauer Verantwortungskultur", werde weiterentwickelt. Ein weiterer Schwerpunkt werde Ressourceneffizienz, wofür vor wenigen Tagen ein neues Infozentrum aufgebaut wurde.

Im Anschluss gab es unter Leitung von B.A.U.M.-Vorstandsmitglied Dieter Brübach eine rege Diskussion zu verschiedenen Fragen und Anliegen der B.A.U.M.-Mitglieder. Die Fragen bezogen sich u.a. auf Klimaschutz sowie auf das aktuelle Problem Glyphosat. Nicht nur für die Brauereiwirtschaft sei dies ein Problem, sondern noch mehr für den ökologischen Landbau, wo sehr strenge Grenzwerte gelten, hob Thomas Günther von SALUS Haus hervor. Staatsministerin Scharf zeigte sich besorgt und versprach, das Thema mit ihrem Landwirtschaftskollegen zu besprechen. Dr. Franz Ehrnsperger von der Neumarkter Lammsbräu ergänzte, dass insgesamt der Erhalt einer multifunktionalen Landwirtschaft wichtig sei und im Übrigen von den Bürgern Bayerns auch gewünscht werde.

Groß war der Wunsch der anwesenden Betriebe, für ihr Umwelt- und Nachhaltigkeitsengagement auch durch staatliche Rahmensetzungen, aber auch bei Vergaben und Beschaffungen der öffentlichen Hand belohnt zu werden. Staatsministerin Scharf verwies auf Förderprogramme und Investitionssicherheit, betonte aber auch die Chancen und potenziale, die in innovativer Umwelttechnik lägen.

Staatsministerin Scharf verwies abschließend auf eine aktuelle Umfrage, wonach die Menschen in Bayern insbesondere wegen der Natur und Landschaft gerne in Bayern leben würden – und alle waren sich einig, dass dies auch so bleiben solle.


 



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