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BEDEUTUNG VON RESSOURCENEFFIZIENZ FÜR KLEINE UND MITTLERE UNTERNEHMEN

Staatssekretärin Almut Kottwitz und Karl-Friedrich Falkenberg, Sonderberater für nachhaltige Entwicklung der EU-Kommission, betonten in ihren Beiträgen die bedeutende Rolle von Ressourceneffizienz zur Kostensenkung und damit für die Wettbewerbsfähigkeit in der Wirtschaft sowie den Umweltschutz. Sowohl das Land Niedersachsen als auch die EU-Kommission haben den effizienten Umgang mit Ressourcen in ihren Nachhaltigkeitsstrategien festgeschrieben. Für den effizienten Einsatz von Energie und Material in Unternehmen bietet die niedersächsische Förderlandschaft ebenfalls Anreize, wie Michael Kiesewetter anhand des NBank-Förderprogramms "Optimierung des betrieblichen Ressourcen- und Energiemanagements - Energieeffizienzprojekte" verdeutlichte.

Deutsche Unternehmen sind Vorreiter im Bereich Ressourceneffizienz erklärte UVN-Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Müller. "Und da Energieeffizienz nicht nur Ressourcen schont, sondern auch ein wichtiger Wettbewerbsfaktor ist, hat sich unsere Industrienation die ehrgeizigen Ziele gesetzt, Prozesse und Produkte effizient weiterzuentwickeln. Nachhaltigkeit als globale Herausforderung funktioniert aber nur, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, unsere Wirtschaft wettbewerbsfähig bleibt und wir niemanden verlieren. Deshalb brauchen wir gemeinsame europäische und internationale Ziele und keine übermutigen regionalen Auflagen."

Hartmut Tölle, Bezirksvorsitzender des DGB Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt, ergänzte: „Bei dem Thema Nachhaltigkeit geht es nicht darum, dass unsere Wirtschaft Gewinne erzielt, die sie dann in ökologische und soziale Projekte stecken soll. Sondern es geht darum, dass sie diese auf ökologisch und sozial verträgliche Weise erwirtschaftet.Die wichtigste Ressource eines Unternehmens sind die Beschäftigten. Deshalb bilden Sozialpartnerschaft, betriebliche Mitbestimmung und Tarifbindung das Fundament einer nachhaltigen Arbeitswelt."

Ein Instrument um beispielsweise die Produktion effizienter zu gestalten ist der durch Dr. Peter Jahns von der Effizienz-Agentur NRW vorgestellte PIUS-Check. Effizienzpotenziale können häufig mit einfach umzusetzenden Maßnahmen genutzt werden.

Mit welchen Methoden Energie-Scouts, also speziell geschulte Auszubildende in den Unternehmen, Effizienzpotenziale identifizieren und heben können, erklärte Juliane Hünefeld von der IHK. Veranschaulicht wurde dies durch zwei ehemalige Energie-Scouts eines Landmaschinenherstellers: Diese zeigten, wie Druckluftleckagen durch Ultraschalldetektoren gefunden wurden und Bewegungsmelder dabei helfen, Strom zu sparen.Weitere gute Beispiele präsentierten Arend Cobi für den Bereich Recyclingwirtschaft als auch Oliver Struß für Tischlereibetriebe anhand der „3 M" – Mensch, Maschine und Material.

Lothar Nolte, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen, stellte in seinem Beitrag ein neues Angebot der Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit vor: „Bis Dezember 2016 wird die Nachhaltigkeitsallianz rund 120 kostenfreie Impulsberatungen zum Thema Ressourceneffizienz in sieben niedersächsischen Pilotregionen anbieten. Ziel ist es, kleinen und mittleren Unternehmen die Vorteile von Energie- und Materialeffizienz aufzuzeigen. Das Angebot gilt zunächst in den Regionen Braunschweig-Wolfsburg, Grafschaft Bentheim, Goslar, Osterode am Harz, Harburg, Oldenburg und Osnabrück." Interessierte Unternehmen können sich ab dem 7. September auf der Internetseite der Nachhaltigkeitsallianz aus einem Beraterpool einen für ihre Bedürfnisse passenden, speziell geschulten Effizienzexperten auswählen.


 



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