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"ZUKUNFTSDIALOG UNTERNEHMEN & NACHHALTIGKEIT" MIT ARVED FUCHS

Der Vortrag von Arved Fuchs "Über Grenzen hinaus – Die Zukunft möglich machen" am 15. März on der NORDAKADEMIE in Elmshorn war Auftakt der Veranstaltungsreihe "Zukunftsdialog Unternehmen & Nachhaltigkeit". Die Vorträge des Zukunftsdialogs finden jeweils im Audimax der Hochschule in Elmshorn oder in der NORDAKADEMIE Graduate School im Hamburger Dockland statt.

Fuchs sprach über nachhaltige Entwicklung und ihre Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft angesichts des Klimawandels. Als Leiter zahlreicher Expeditionen und angesehener Polarforscher schilderte er eindrücklich, wie der Klimawandel auf seinen Reisen sichtbar wird. Arved Fuchs sieht es als eine seiner Pflichten an, der fortschreitenden Erderwärmung entgegenzuwirken und das Bewusstsein für nachhaltige Lebensweisen innerhalb der Zivilgesellschaft sowie bei Politikern und Unternehmensvertretern zu wecken. Eine nachhaltige Entwicklung gelingt erst mit der Einsicht, dass alles mit allem zusammenhängt. Dementsprechend umfassend und global waren auch die geschilderten Eindrücke von Arved Fuchs.

NORDAKADEMIE-Vorstand Prof. Dr. Georg Plate, Arved Fuchs und die B.A.U.M.-Vorstände Prof. Dr. Maximilian Gege und Martin Oldeland (v.l.)

Leuchtturmprojekt einer grünen Hochschule

Fuchs war der Einladung von B.A.U.M. e.V. gefolgt, der in Kooperation mit dem B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft den Zukunftsdialog durchführt. Der B.A.U.M.-Vorsitzende Prof. Dr. Maximilian Gege bezeichnete Arved Fuchs als "modernen Karl May", der mit seiner Biographie spannend und eindrücklich Szenen des Klimawandels festhalte. Darüber hinaus lobte er die NORDAKADEMIE als "Leuchtturmprojekt" einer grünen Hochschule, die man in Zeiten des Klimaschutzes brauche.

NORDAKADEMIE-Vorstand Prof. Dr. Plate skizzierte in seiner Begrüßungsansprache die Kooperation mit B.A.U.M.: "Nachhaltigkeit ist eine Herzensangelegenheit der Hochschule", so Plate. Sichtbares Zeichen sei der naturnah angelegte Campus in Elmshorn, auf dem dank umfangreicher Maßnahmen zur Energieerzeugung und Energieeinsparung ein nachhaltiger Hochschulbetrieb gesichert sei. Zudem ist die NORDAKADEMIE als erste Hochschule in Deutschland überhaupt DNK-zertifiziert. Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) wird vom Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung verantwortet.

Plate kündigte an, dass die NORDAKADEMIE im kommenden Quartal als eine der ersten Hochschulen in Norddeutschland einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen werde, der insbesondere über die umfangreichen Aktivitäten der Hochschule im Umweltschutzbereich informieren wird. Mittels zahlreicher Aktionen und Initiativen möchte die NORDAKADEMIE veranschaulichen, dass Wirtschaften im Einklang mit ökologischen Grundsätzen umsetzbar ist – eine Leitlinie, die sich B.A.U.M. ebenfalls auf die Fahnen geschrieben hat. 1984 als erste überparteiliche Umweltinitiative gegründet, hat das Netzwerk heute mehr als 500 Mitglieder, die wie die NORDAKADEMIE Umweltbewusstsein und Wirtschaftlichkeit miteinander verbinden.

Ökologie und Ökonomie gehen Hand in Hand

Arved Fuchs, der 2012 mit dem Internationalen B.A.U.M.-Sonderpreis ausgezeichnet wurde, ist bekennender Klimabotschafter und beschwor auch in seinem Vortrag die Verbindung von Ökologie und Ökonomie. Es sei wichtig, die großen Zusammenhänge zwischen Veränderungen in der Natur, dem Klimawandel und daraus resultierenden Konsequenzen und Herausforderungen für Unternehmen zu sehen. Fuchs nannte Beispiele aus Alaska, Grönland und Afrika, die deutlich machen, dass alles miteinander verknüpft sei und es nicht ausreiche, nur einzelne Problemfelder zu bekämpfen. Dabei sprach er von der zunehmenden "Vermüllung" unseres Planeten genauso wie dem stetigen Anstieg des Meeresspiegels sowie der Zunahme tropischer Stürme: alles Anzeichen für den fortschreitenden Klimawandel, der eng verknüpft ist mit der Zunahme der Weltbevölkerung. Als zynischen Begriff bezeichnete Fuchs den Ausdruck "Wirtschaftsflüchtling". Das steigende Bevölkerungswachstum sowie die fortdauernde Ressourcenausbeutung der Industrienationen würden zu weiteren und dramatischen Bevölkerungswanderungen führen. Eine Entwicklung, die vor allem durch "nicht nachhaltiges Wirtschaften" stark befördert wird. Jeder Einzelne müsse nun seinen Beitrag leisten, um die Zukunft möglich zu machen.

Die TOP 5 für Jedermann
Am Ende der Veranstaltung gab Prof. Dr. Maximilian Gege noch fünf konkrete Handlungsempfehlungen, die jeder in seinem direkten Alltag umsetzen könne:
  • Umstellung auf LED-Beleuchtung,
  • Absenkung der Raumtemperatur an Thermostaten um ein Grad,
  • Umstellung von Plastik- auf Baumwolltüten oder Einkaufskorb,
  • bei Kurzstrecken der Verzicht auf das Auto und Umstieg aufs Fahrrad und
  • bei nicht vermeidbaren Flügen eine CO2Kompensation durch eine Spende.
 
Zukunftsdialog Unternehmen & Nachhaltigkeit

Die nächste Veranstaltung aus der Reihe "Zukunftsdialog Unternehmen & Nachhaltigkeit" findet bereits am 4. April in der NORDAKADEMIE Graduate School im Hamburger Dockland statt. Prof. Ulrich Weinberg, Leiter der HPI School of Design Thinking in Potsdam stellt "Design Thinking – das Erfolgsmodell für Innovationen" vor. Was ursprünglich als Innovationsmethode für Produkte und Services in Stanford entwickelt wurde, avanciert heute zu einer ganz neuen Art, den Menschen in Bezug zur Arbeit zu sehen, das Konzept der Arbeit zu überdenken und zu hinterfragen, wie wir im 21. Jahrhundert leben, lernen und arbeiten wollen. Zur Anmeldung




 



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