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DIHK ZEICHNET VIEBROCKHAUS FÜR DIGITALE BAUQUALITÄTSSICHERUNG AUS

Die Viebrockhaus-Vorstände Dirk Viebrock (2.v.r.) und Sebastian Klare (2.v.l) mit Dr. Martin Wansleben (l.), dem Hauptgeschäftsführer des DIHK, und Carsten Lexa (r.), President for Germany G20 YE (Foto: DIHK/Viebrockhaus)"WE DO DIGITAL". Mit diesem Slogan hatte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) unter den Mitgliedunternehmen der 79 regionalen IHKs nach den besten "Digitalmachern" im Land gesucht. "Die digitale Welt birgt große Chancen. Nur wenn wir diese beherzt ergreifen, erhalten wir auch unsere Wettbewerbsfähigkeit", betont Dr. Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des DIHK. Unternehmen wie Viebrockhaus können laut Dr. Martin Wansleben Beispiel sein, wie Digitalisierung in die Unternehmensstrategie – hier im Bereich der Qualitätssicherung – integriert werden kann.

Digitaler Meilenstein für Qualitätssicherung

Das neue "Qualitätssicherungssystem für Massivhäuser mit einer Baucam" ergänzt die Kontrollen der Bauleiter vor Ort bei jedem Bauvorhaben von Viebrockhaus. Der Vorteil für Bauherren, Handwerker und Haushersteller: Sie erhalten ein Höchstmaß an Sicherheit darüber, dass das Bauvorhaben in einwandfreier Qualität ausgeführt wurde.

Bei diesem innovativen Qualitätssicherungssystem arbeiten Diplom-Ingenieure in der Viebrockhaus-Zentrale im niedersächsischen Harsefeld. Ihr Arbeitsplatz sieht aus wie ein "Cockpit": Sie sind umgeben von Bildschirmen, ausgerüstet mit Headsets und haben direkten Zugriff auf alle Daten und Zeichnungen zu jedem Bauprojekt von Viebrockhaus.

Auf der anderen Seite des Systems ist jede Handwerkerkolonne auf den bundesweit gelegenen Viebrockhaus-Baustellen mit Baucams in Form von Tablet-PC‘s ausgestattet. Wenn es Fragen gibt, können sie sich sofort mit den Ingenieuren der Qualitätssicherung in der Zentrale und dem zuständigen Bauleiter live per Cam verbinden und abstimmen. Auch wenn sich die Bauausführung an den entscheidenden Punkten zur Zwischenabnahme befindet, wird die Baucam eingeschaltet, alle wichtigen Details werden von den Ingenieuren der zentralen Qualitätssicherung kontrolliert sowie per Foto dokumentiert. Werden bei der Überprüfung Mängel entdeckt, werden diese sofort beseitigt. Damit ist eine einwandfreie Qualität in allen Bauphasen sichergestellt. Derzeit werden jährlich rund 11.500 Baustellenbesuche von den beiden Viebrockhaus-Ingenieuren per Baucam vom Büro aus geleistet.

Das "Qualitätssicherungssystem für Massivhäuser mit einer Baucam" bietet darüber hinaus die Möglichkeit, die durchgeführten Zwischenabnahmen auch statistisch auszuwerten. Dafür erhält das Qualitätssicherungstool alle Daten über jedes einzelne Bauvorhaben und kann einen auswertbaren Qualitätssicherungsbericht erstellen. Nach der Fertigstellung bzw. Übergabe des Hauses erhalten die Bauherren ein Exposé als abschließende Projekt-Dokumentation mit allen wichtigen Informationen und den dazugehörenden Fotos. Diese Dokumentation gilt auch als Nachweis für die Beantragung der KfW-Förderung.

Ein weiterer Vorteil der Video-Baustellenbesuche ist, dass die Einhaltung der Grundsätze des Arbeitsschutzes wie persönliche Schutzausrüstung aller am Bau Beteiligten, Sicherheit von Baugerüsten u.v.m. sowie die Sauberkeit der Baustellen jederzeit überprüft und sichergestellt werden können.

Digitalisierung – großes Potenzial für die Bauwirtschaft

"Wir sind in dreifacher Hinsicht stolz auf unser digitales Qualitätssicherungssystem", betont Vorstandsvorsitzender Dirk Viebrock. "Zunächst einmal, weil wir diesen Meilenstein für die Qualitätssicherung in der Hausbaubranche – unter Nutzung modernster digitaler Technik und Kommunikation – zusammen mit unseren Mitarbeitern selbst entwickelt haben. Zweitens, weil dieses neue System von der renommierten DIN CERTCO eingehend geprüft und mit dem DINplus-Zertifikat ausgezeichnet wurde. Und drittens, weil wir nun auch auf Bundesebene die DIHK-Jury von der Bedeutung dieses digitalen Meilensteins in der Qualitätssicherungssicherung am Bau überzeugen konnten."

Im Bereich der Bauwirtschaft bietet die Digitalisierung nach Einschätzung von Dirk Viebrock noch breiten Raum für vielfältige Anwendungen. "Dies wird sicherlich durch die Affinität der jüngeren und zukünftigen Mitarbeiter zu diesem Thema gefördert. Im Ergebnis wird die Digitalisierung der Baubranche Zeit und Kosten sparen und gleichzeitig die Bauqualität steigern."

 




 



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