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WIE GEHT VERANTWORTUNGSVOLLE BESCHAFFUNG

Das Lieferantenmanagement ist einer der wichtigsten Hebel im Handel. Eine nachhaltige und transparente Supply Chain bietet Herausforderungen und Vorteile gleichermaßen. Der Stuttgarter B2B-Versandhändler für Geschäftsausstattung KAISER+KRAFT, Mitglied im B.A.U.M.-Netzwerk, ist in über 20 europäischen Ländern vertreten, legt Wert auf eine verantwortungsvolle Beschaffung und teilt seine Erfahrungen.

KAISER+KRAFT, einer der in Europa führenden B2B-Versandhändler für Geschäftsausstattung, hat sich langfristig das Ziel gesetzt, eine Balance zwischen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Belangen herzustellen und in Sachen Nachhaltigkeit Vorbild in der B2B-Versandhandelsbranche zu sein. Mit "Sustainable Corporate Responsibility" (SCORE) wurde bereits 2011 ein Programm etabliert, um Nachhaltigkeit strukturell und inhaltlich im Unternehmen messbar zu machen. "Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung haben für uns einen hohen Stellenwert. Wir übernehmen aktiv Verantwortung für unser Tun und möchten auch anderen Unternehmen in Sachen Umweltschutz und gesellschaftliches Engagement ein Vorbild sein", so Moritz Fricke, Nachhaltigkeitsbeauftragter bei KAISER+KRAFT. Jedes Jahr stellt sich das Unternehmen neue Vorgaben auf und setzt sich Ziele, die auf das Thema Nachhaltigkeit einzahlen. Über die Nachhaltigkeitsaktivitäten des B2B-Versandhändlers berichtet im Zweijahresrhythmus der TAKKT-Nachhaltigkeitsbericht.

Nachhaltige Geschäftsbeziehungen mit Herstellern und Lieferanten

Das Lieferantenmanagement ist einer der wichtigsten Hebel bei KAISER+KRAFT. Eine langjährige, vertrauensvolle Kundenbeziehung ist für den B2B-Versandhändler allerdings wichtiger als kurzfristiger Profit. Bereits 2013 führte das Unternehmen ein Lieferantenentwicklungsprogramm ein. Zusammen mit dem auf Lieferketten spezialisierten Dienstleister EcoVadis macht KAISER+KRAFT die Nachhaltigkeit von Lieferanten transparent und messbar. EcoVadis fragt anhand einer Plattform bei den Lieferanten in einem Self-Assessment zahlreiche Informationen zur Supply Chain sowie zu verschiedenen Nachhaltigkeitsdimensionen ab. Entsprechende Nachweise müssen die gemachten Angaben verifizieren. Die von EcoVadis Experten überprüften Antworten fließen in ein Scoring ein, das mit den Ergebnissen anderer Lieferanten verglichen werden kann. Für die Lieferanten bietet die Bewertung somit einen guten Überblick über die eigene Nachhaltigkeitsleistung und über geeignete Verbesserungsmöglichkeiten.

KAISER+KRAFT führte 2013 mit Hilfe der international anerkannten EcoVadis-Plattform ein Lieferantenbewertungsprogramm für Nachhaltigkeit ein. Quelle: Zsuzsanna Ilijin für das Magazin
Wettbewerbsvorteile durch Lieferantenmanagementsysteme

Das Unternehmen bietet vom Bürostuhl und Bürotrennwänden über Sackkarren und Regalsysteme bis hin zu Lagercontainern und Hubwagen alles für die Geschäftsausstattung an und arbeitet mit über 363 Lieferanten weltweit zusammen. Mittlerweile erzielt es bereits erhebliche Anteile seines Umsatzes mit Produkten von EcoVadis zertifizierten Lieferanten. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal in der Branche. Über ein Bonus-Malus-System schafft KAISER+KRAFT zusätzliche monetäre Anreize für seine Lieferanten, sich permanent weiterzuentwickeln. Ist dies der Fall, zahlt KAISER+KRAFT einen Bonus aus. Lieferanten, die sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtern, zahlen vereinbarungsgemäß einen Malus, der dann vollständig in soziale Projekte fließt. In den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen beispielsweise mehrere Inklusionsschulen mit einem Kleinbus ausgestattet und setzte sich so für mehr Mobilität für Kinder mit Körperbehinderung ein. Zuletzt nutzte der Versandhändler den Bonus-Malus-Betrag, um eine neue Spiel- und Gartenanlage für das Kinderhospiz in Stuttgart zu stiften. Das Unternehmen legt großen Wert darauf, dass sich die Lieferanten durch EcoVadis zertifizieren lassen. Alle Partner des Unternehmens verpflichten sich, sich an den Lieferantenkodex und seine Auflagen, die einen nachhaltigen Einkauf ausmachen, zu halten.

Audits und Lieferantenbesuche

Bei neuen Lieferanten werden darüber hinaus auch regelmäßig sogenannte Audits und Lieferantenbesuche durchgeführt. KAISER+KRAFT schaut den Herstellern über die Schulter, um zu wissen, wie ihre Produkte entstehen. Auch wenn KAISER+KRAFT ein international agierendes Unternehmen ist, vertreten in mehr als 20 europäischen Ländern, wird viel Wert daraufgelegt, möglichst lokal in Deutschland einzukaufen. Lediglich ca. 30 Prozent des Sortiments kommen nicht aus Europa. Die nachhaltige Lieferkette von KAISER+KRAFT wurde auch im Finale des Deutschen CSR-Preises 2017 in der Kategorie "CSR in der Lieferkette" gewürdigt. Im Januar 2020 wurden die CSR-Erfolge von KAISER+KRAFT auch durch die Bewertungsplattform EcoVadis mit der Gold-Medaille ausgezeichnet.

Sortimentsmanagement und grüne Produkte

Seit 2021 hat KAISER+KRAFT sein Sortiment um mehr als 30 Prozent vergrößert und führt aktuell über 100.000 Artikel im Sortiment. Etwa fünf Prozent machen sogenannte "grüne" Produkte der activeGreen Reihe aus. KAISER+KRAFT hat bereits 2013 die ökobilanzierte Produktlinie namens EUROKRAFT activeGreen entwickelt und auf den Markt gebracht.

Alle activeGreen Produkte von KAISER+KRAFT müssen mindestens eins der folgenden Kriterien erfüllen: hergestellt aus recyceltem Material, biologisch abbaubar, hohe Energieeffizienz, klimaneutrales Produkt oder ausgezeichnet mit Nachhaltigkeitszertifikat. Mit den hauseigenen activeGreen Artikeln, die in der Eigenfertigung in Haan produziert werden, verzeichnet das Unternehmen ein Alleinstellungsmerkmal in der Branche und setzt beim Thema Emission neue Maßstäbe. Die Artikel werden dank besonders energieeffizienter Verfahren umweltschonend produziert und durch den Erwerb von entsprechenden CO2-Zertifikaten auch CO2-neutral hergestellt. KAISER+KRAFT greift bei der Produktion beispielsweise auf neueste Technologien und Verfahrensweisen wie der Niedrig-Temperatur-Verfahrenstechnologie zurück. Für jeden unternehmenseigenen activeGreen Artikel gibt es eine Ökobilanz, die vom TÜV Rheinland alle fünf Jahre bestätigt wird. Der ermittelte CO2-Ausstoß von activeGreen-Produkten wird durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten vollständig kompensiert. "Als registrierter Partner des Forest Stewardship Council® bieten wir Kunden auch FSC®-zertifizierte Holzmöbel für eine nachhaltige Büroeinrichtung. Unser Ziel ist, kontinuierlich das Sortiment um nachhaltige Produkte zu erweitern. Wir möchten, dass auch Kunden selbst etwas zu einem verantwortungsvollen Ressourcenumgang beitragen können", erklärt Fricke.

Versandmaterialien und Stückgutlieferungen

Beim Thema Verpackungen setzt KAISER+KRAFT auf die Devise "so viel wie nötig, so wenig wie möglich". Mithilfe eines Computerprogramms wird aus Produktangaben und Bestellmengen die geringstmögliche Paketstückzahl bei Kundenbelieferung ermittelt.

Etwa 85 Prozent der Produkte werden in der Primärverpackung versendet, ohne weitere Verpackung. Zusätzlich übersteigt das Volumen der Verpackung das Produkt um maximal 15 Prozent. Zum Einsatz kommen unter anderem unbehandelte und schadstofffreie Kartonmaterialien. Diese wurden zuvor recycelt.

Für einen Versandhändler auf klimaneutrale Lieferung zu setzten, scheint ein herausforderndes Unterfangen zu sein, wenn gleichzeitig keine Wettbewerbsvorteile verloren gehen sollen. Rund 40 Prozent des CO2-Ausstoßes entstehen im Bereich Logistik. KAISER+KRAFT ist es allerdings für den gesamten Versand innerhalb Europas bereits gelungen, klimaneutral zu liefern: eine Besonderheit für Versandhändler der Branche. Alle Transporte werden routen- und auslastungsoptimiert durchgeführt.

Das Unternehmen bietet zudem klimaneutrale Stückgutlieferungen für alle Länder an. Im Vergleich zum stationären Handel leistet das KAISER+KRAFT Geschäftsmodell des Direktvertriebs, der in Deutschland Anwendung findet und die Bestellungen einstufig ausliefert, ebenfalls einen bedeutenden Anteil an der CO2-Reduktion. Eingesetzt werden ebenfalls Direktlieferungen vom Lieferanten zum Kunden ohne Zwischenlager. Darüber hinaus setzt KAISER+KRAFT auf grüne Versandangebote von Dienstleistern.





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