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LEERE BÜROS UND FLÄCHEN WERDEN MIETERSTROM-WOHNUNGEN

Der Immobilienmarkt verändert sich einmal mehr durch Corona. Der Bedarf an mehr Wohnfläche steigt durch mehr Homeoffice, während die Nachfrage nach Bürofläche abflacht. Wie praktisch, wenn dann Büro- zu Wohngebäuden werden, vor allem in Ballungsräumen, wo ohnehin die Wohnungsnot groß ist. Wie das funktioniert und Mieter:innen davon profitieren können, zeigt das Beispiel eines ehemaligen Bürogebäudes in Friedrichshafen.

Im Zuge einer umfangreichen Modernisierung wurde aus einem 70 Jahre alten Bürogebäude ein Wohnhaus mit mehr als 530 Quadratmeter Wohnfläche, versorgt mit Mieterstrom. Auf dem Dach befindet sich eine 148 Quadratmeter große Photovoltaikanlage, welche die Bewohner:innen der acht Wohnungen mit Mieterstrom vom B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen Polarstern versorgt. Nach aktuellen Berechnungen können so rund 49 Prozent der lokal erzeugten Energie auch vor Ort genutzt werden. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Wärmepumpe.

Polarstern und der Immobilienkonzern Vonovia arbeiten bereits bei mehreren Mieterstromprojekten zusammen. Ziel des Unternehmens ist es, bis 2050 klimaneutral zu werden, ohne dass die Wohnkosten dadurch steigen. "Mit Mieterstrom etwa über Solarstromanlagen kann eine preiswerte und klimafreundliche Energieversorgung realisiert werden", sagt Florian Henle, Geschäftsführer des Ökoenergieversorgers und Mieterstromdienstleisters Polarstern. Typischerweise haben die Wohnkosten laut Statistischem Bundesamt einen Anteil von rund 26 Prozent am Haushaltseinkommen. "Mit der Mieterstromversorgung liegen die Stromkosten mindestens 10 Prozent unter dem lokalen Grundversorgungstarif."

Alte Gebäude und Flächen werden wiederbelebt

Immer häufiger werden alte Immobilien und brach liegende Industrieflächen in Wohngebäude gewandelt. "Die umfangreiche Sanierung direkt mit dezentraler Energieversorgung zu koppeln, hat auch große Klimavorteile", betont Florian Henle.

Polarstern versorgt unter anderem auch 156 Wohnungen auf einem rund 12.600 Quadratmeter großen Ziegeleigelände in Villingen-Schwenningen mit Mieterstrom. Über das Mieterstromangebot von Polarstern mit Photovoltaik und Blockheizkraftwerk wurden so die Wohnnebenkosten für Strom und Wärme gesenkt.

Auch die brach liegende Fläche des alten Gießener Flughafens wird durch neuen Wohnraum wiederbelebt. Auf mehr als 14.000 Quadratmetern Fläche entstanden 118 Wohnungen in fünf Wohnhäusern mit insgesamt 9.000 Quadratmetern Wohnfläche. Hier realisiert Polarstern verschiedene Mieterstrommodelle, vom Enabling bis zum Contracting, mit privaten Investoren, Wohnungseigentümergemeinschaften und kommunalen Wohnungsbaugesellschaften. Das ermöglicht im Quartier am Ende vernetzte und sich ergänzende Erzeugungs- und Versorgungsstrukturen.





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