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DEUTSCHER UMWELTMANAGEMENT-PREIS 2021 - DIE GEWINNER

Bundesumweltministerin Svenja Schulze zeichnete fünf Unternehmen mit dem Umweltmanagement-Preis 2021 aus. Die Ausgezeichneten, darunter die B.A.U.M.-Mitglieder Andechser Molkerei Scheitz GmbH und Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger KG, präsentierten ihre Projekte und Leistungen für den Klima- und Umweltschutz auf der Konferenz und Preisverleihung am 23. November 2021 in Berlin.

Immer mehr Unternehmen beschreiten mit konkreten Schritten den Weg zu einer nachhaltigen Unternehmensführung und Klimaneutralität. Das stellt sie nicht selten vor Herausforderungen. "Die 78 Bewerbungen für den Deutschen Umweltmanagement-Preis haben gezeigt, dass jedes einzelne Bewerber-Unternehmen kreativ, innovativ und zukunftsgerichtet ist", erklärte Bundesumweltministerin Svenja Schulze in ihrer Begrüßungsrede.

Ein spannendes Potpourri aus Keynote, Best Practice Beispielen der ausgezeichneten Unternehmen und einer Podiumsdiskussion erwartete die Teilnehmenden auf der Konferenz im Lichthof des Bundesumweltministeriums (BMU) in Berlin.

Aus den 13 nominierten Bewerbungen wählte eine Jury unter dem Vorsitz von Dr. Marianne Schönnenbeck, Vorsitzende des Umweltgutachterausschusses, fünf Unternehmen mit dem Deutschen Umweltmanagement-Preis 2021 aus. Bundesumweltministerin Schulze überreichte Preise an:

 

1. Beste Maßnahme Umweltschutz:

  • Fuß-Orthopädie-Technik Roman Eggs GmbH – Projekt Kork im Schuh

2. Beste Maßnahme Klimaschutz:

  • Andechser Molkerei Scheitz GmbH – Projekt KlimaBauer
  • Uzin Utz AG – Projekt zu biomassebasierten Bindemitteln in Verlegewerkstoffen

3. Beste EMAS-Umwelterklärung

  • hanseWasser Bremen GmbH – Umwelterklärung 2021 (Berichtsjahr 2020)
  • Neumarkter Lammsbräu, Gebr. Ehrnsperger KG – Nachhaltigkeitsbericht 2020

 

Eine Vorstellung der ausgezeichneten Unternehmen und ihrer Projekte ist auf www.emas.de/umpreis abrufbar.

Mit EMAS steigenden Berichtspflichten begegnen

Um bestehende Informationsdefizite für Investoren, öffentliche Auftraggeber, aber auch Verbraucherinnen und Verbraucher zur Umwelt- und Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen und Produkten aufzuheben, gibt es aktuell eine Reihe gesetzlicher Initiativen, wie der EU-Taxonomie, Lieferkettengesetz, sowie einer Erweiterung der CSR-Berichtserstattungspflicht. Steigende Anforderungen und Pflichten stellen dabei viele Unternehmen vor neue Herausforderungen – das wurde in der anschließenden Keynote und Podiumsdiskussion deutlich.

"EMAS ist aus meiner Sicht enorm wichtig für Initiativen wie den Green Deal, weil es das einzige Umweltmanagementsystem ist, das auf validierten Umweltinformationen aufbaut", führte Dr. Günther Rau, Umweltgutachter, aus. Wenn man auf EMAS CSR-Kriterien aufsetzen würde, dann käme dies einem Goldstandard für Nachhaltigkeitsmanagement gleich, so Rau.

Annette Schmidt-Räntsch, Referentin im Bundesumweltministerium, berichtet von einem Forschungsvorhaben, in dessen Rahmen ein Modul entwickelt wird, das EMAS zu einem vollumfänglichen Nachhaltigkeitsmanagement erweitern soll – dies über eine Gewährleistungsmarke ähnlich dem Grünen Knopf.

EMAS als Treiber nachhaltiger Unternehmensführung

Die Handlungsanleitung zum Projekt Klima.Bauern, mit dem sich die Andechser Molkerei für den Umweltmanagement-Preis bewarb, kam zweifelsfrei über EMAS, erklärte Barbara Scheitz, Geschäftsführerin des Biomilchverarbeiters. Die Betrachtung wesentlicher Umweltaspekte führt den Molkereibetrieb automatisch zu seinen Rohstofflieferanten - den Landwirten. 70 Vertragsbauern bewirtschaften mit CO2-Vermeidungs- oder CO2-Bindungsmaßnahmen ihre Regionalbereiche, kombiniert mit Zusatzleistungen für die Biolandwirtschaft und Biodiversität. Sie konnten durch das Projekt innerhalb eines Jahres 3000 Tonnen CO2 einsparen und erhalten pro eingesparter Tonne einen Milchgeldzuschlag von zehn Euro von Andechser.

An vielen weiteren Beispielen zeigte die Konferenz zum Deutschen Umweltmanagement-Preis 2021, wie Unternehmen ambitionierten Klima- und Umweltschutz erreichen und die eigene Zukunftsfähigkeit stärken. Wird es eine zweite Ausschreibungsrunde im kommenden Jahr geben? "Wir haben beschlossen, wir überlassen der nächsten Bundesregierung, diese Fragestellung aufzulösen", schließt Moderatorin Theresa Steyrer die Konferenz.





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