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BURBACHER UNTERNEHMEN AUF DEM WEG ZUR ÖKOLOGISCHEN TRANSFORMATION

Gutes zu tun und darüber zu reden, hat auch in Unternehmen spätestens im Personalmarketing seinen Platz längst gefunden. Dass die neue EU-Taxonomie gerade für regionale Mittelständler nützlich sein kann, um sich im Markt zu positionieren, hat Yvonne Zwick am 2. März in Burbach eindrucksvoll in ihrem Vortrag dargestellt.

Über ökologische Transformation von Unternehmen, Erfahrungen aus der Praxis und wie man vorgehen kann, ging es in der Veranstaltung des ABU – des Arbeitskreises Burbacher Unternehmen. Yvonne Zwick ist Vorsitzende von B.A.U.M. e.V., war zuvor viele Jahre im Deutschen Nachhaltigkeitsrat tätig und hat den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) maßgeblich mit entwickelt. In Bezug darauf, wie politische Ziele in die Unternehmenspraxis umgesetzt werden können, eine absolute Kompetenz.

Die Teilnehmenden mit der ABU-Vorsitzenden Annette Hering und er B.A.U.M.-Vorsitzenden Yvonne Zwick

Als größtes Unternehmensnetzwerk für nachhaltiges Wirtschaften in Deutschland unterstützt B.A.U.M. e.V. bei der Entwicklung und Umsetzung betrieblicher Nachhaltigkeitsstrategien. Der Verband bindet sich insbesondere an die globalen Nachhaltigkeitsziele, die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen, sowie an die Klimaziele des Pariser Weltklimavertrags.

Ab 2024 will die EU ihre Berichtspflicht ausweiten auf Unternehmen mit im Schnitt 250 Mitarbeitenden im zurückliegenden Geschäftsjahr und Nettoerlösen von mehr als 40 Millionen Euro und/oder einer Bilanzsumme von mehr als 20 Millionen Euro. Die Taxonomie für nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten ist ein wichtiges Bindeglied, um von der parallel dynamischen Entwicklung des Marktes nachhaltiger Investments profitieren zu können.

Aus dem Kreis der Burbacher Unternehmer kamen erhebliche Bedenken gegen diese weitere Aufbürdung von Bürokratie.

Yvonne Zwick hat dagegengehalten, dass gerade funktionierende regionale Ökosysteme in Deutschland sich durch ihre Berichte in Brüssel und weltweit positionieren, denn europäische Unternehmen drängen auf den deutschen Markt, der in vielen Punkten für reale Wertschöpfung in den Regionen, Einhaltung der Menschenrechte, funktionierende regionale Strukturen vorbildlich ist und deshalb diese Informationen zur strukturellen Disposition in die Debatte einbringen muss. Schließlich gehe es nicht um ein funktionierendes Berichtswesen, sondern um ein funktionierendes nachhaltiges Wirtschaften mit in mehrerlei Hinsicht positiven Wirkungen. Gute Berichterstattung führe letztlich zu geringeren Kapitalkosten für die Transformationsfinanzierung und liege im Eigeninteresse der Unternehmen selbst.

Die Vorsitzende des ABU, Annette Hering, ergänzte: "Transparente Daten über Energie- und Ressourcenverbrauch ermöglichen den Unternehmen Energieeffizienz und enorme Kosteneinsparungen - Datentransparenz ist Aufwand und Chance zugleich."



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