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EINE KUH DECKT VIEL ARMUT ZU

Die vom B.A.U.M.-Mitglied Dibella initiierte GoodTextiles Stiftung hat ein neues Förderprojekt in Indien umgesetzt: Jede Familie einer kleinen Dorfgemeinschaft von Bio-Bauern erhielt von den eingegangenen Spendengeldern eine Kuh. Die Herde von fünfzig Tieren hilft bei der Landwirtschaft, gibt Milch, produziert ausreichend natürlichen Dünger und soll schon bald für höhere Ernteerträge und ein besseres Einkommen sorgen.

Im Jahr 2016 hat Dibella die GoodTextiles Stiftung mit dem Ziel gegründet, textile Wertschöpfungsketten nachhaltiger zu gestalten. Sie wirbt Spendengelder ein und setzt eigene Förderprojekte um, die Menschen in allen Stufen der Textilwirtschaft zugutekommen sollen. Das jüngste Vorhaben „Jedem Farmer eine Kuh" nahm nun den ersten, wichtigen Zwischenschritt: In dem kleinen Dorf Aliguda Village (Utnoor Division, Adilabad, Telangana, Indien) trafen Anfang Juni 2022 fünfzig Kühe ein.

Problem erkannt, Problem gebannt

"Auf den Farmen der von der Kleinbauern-Organisation Chetna Organic betreuten Dorfgemeinschaft wird ein Teil unserer Bio-Baumwolle angebaut. Während der Dreharbeiten zur ZFD Dokumentation 'plan b' erzählten uns die Bauern, dass sie für eine ökologische und ökonomische Bewirtschaftung ihrer Felder mehr natürlichen Dünger benötigen. Der größte Wunsch jeder Familie ist daher eine Kuh. Diese können sie sich aufgrund des hohen Preises von umgerechnet 300 Euro jedoch nicht leisten. So war die Idee für unser nächstes Förderprojekt geboren", berichtet Ralf Hellmann, Geschäftsführer von Dibella und Vorstandsmitglied der Stiftung.

Jedem die Seine

Auf Anraten von Chetna Organic nahm der Stiftungsbeirat vom Kauf einer kleineren Herde für alle Dorfbewohner Abstand und entschied stattdessen, für jede Familie eine Kuh anzuschaffen und diese unter den Bewohnern auszulosen. "Eine gemeinschaftliche Nutzung der Tiere hätte unnötigerweise für Ärger und Unruhe in dem kleinen Dorf gesorgt, in dem jeder auf den anderen angewiesen ist", sagt Ralf Hellmann. "Nun gibt jede einzelne Kuh den fünfzig Kleinbauern von Aliguda Village die Möglichkeit, sie optimal in den eigenen Familienbetrieb einzubinden."





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