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E-MOBILITÄT: MASTERPLAN ZEMENTIERT LADESÄULEN-MONOPOLE

Das B.A.U.M.-Mitglied LichtBlick übt Kritik am Mitte Oktober von Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing in Berlin vorgestellten Masterplan Elektromobilität II. Eine Analyse des Ladesäulenmarkts zeige eine regionale Dominanz einzelner Anbieter.

"Bis zu 90 Prozent aller Ladesäulen sind heute in der Hand eines Anbieters. Lokale Monopolisten kontrollieren die Preise und diskriminieren Wettbewerber. Der Masterplan liefert auf diese Herausforderung keine Antwort. Monopole gefährden die Verkehrswende: Sie verhindern Wettbewerb an der Ladesäule und treiben die Strompreise in die Höhe", so LichtBlick-Sprecher Ralph Kampwirth.

Eine kürzlich von LichtBlick veröffentlichte Analyse des Ladesäulenmarktes zeigt die Fehlentwicklung auf. So entfallen zum Beispiel in Hannover knapp 90 Prozent aller Ladepunkte auf enercity. In fast allen Großstädten zeichnet sich ein ähnliches Bild – ob Köln (88 Prozent Rheinenergie), München (85 Prozent Stadtwerke München) oder Hamburg (83 Prozent Stromnetz Hamburg).

Mit der regionalen Dominanz haben Monopolisten die Wettbewerbsbedingungen selbst in der Hand – und damit neben den Ladebedingungen auch die Preisgestaltung an der Ladesäule. Die Folge: Kund:innen von Drittanbietern zahlen an der gleichen Ladesäule nicht selten mehr als das Doppelte wie die Kund:innen des Betreibers.

"Im Masterplan taucht der Begriff 'Wettbewerb' elfmal auf, ohne dass das Kernproblem adressiert wird. Denn es gibt keinen Wettbewerb unter den Ladesäulenbetreibern. Die Lösung ist ein Marktdesign, dass Wettbewerb an der Ladesäule ermöglicht. Dazu muss Drittanbietern gegen ein angemessenes Entgelt ein diskriminierungsfreier Zugang zur Ladesäule ermöglicht werden", so LichtBlick-Sprecher Kampwirth.

Mehr zur Monopolanalyse unterwww.lichtblick.de/presse/monopolanalyse2022


 





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