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EU-PETITION: EUROPÄISCHE ZENTRALBANK AUF EU-GRUNDRECHTECHARTA VERPFLICHTEN

Prof. Dr. Harald J. Bolsinger von der HAW Würzburg-Schweinfurt hat die von der Europäischen Zentralbank (EZB) für Mindestreservezwecke akzeptierten Wertpapiere hinsichtlich ethischer Kontroversen untersucht. Die Ergebnisse zeigen eine aus seiner Sicht inakzeptable Regulierungslücke, da die Wertpapiere mit zahlreichen ethischen Kontroversen in Verbindung stehen können, die der EU-Grundrechtscharta als Mindeststandard nicht gerecht werden.

"Es ist überfällig, die weltweite Finanzbranche zur Berücksichtigung moralischer Mindeststandards in Ihrem Finanzierungsgebaren zu bewegen. Hierzu bei der Mindestreserve der Zentralbanken anzusetzen, ist der richtige Schritt", so Bolsinger. "Vor allem von der Europäischen Zentralbank müssen wir erwarten können, dass zumindest die Werte der europäischen Grundrechtscharta nicht verletzt werden. Sollte die EZB durch diese Petition angehalten werden, ihre als Mindestreserve akzeptierten Wertpapiere einer Ethikprüfung zu unterziehen, könnte dies Folgewirkung für alle Geschäftsbanken europaweit haben. Alle Banken könnten dann angehalten werden, unethische Geschäfte zumindest bei ihren Wertpapieren zur Mindestreserve nachweisbar auszuschließen."

Der Wirtschaftsethiker entschied daher, eine öffentliche Petition beim Europäischen Parlament einzureichen. Die Petition wurde in der Sitzung des Petitionsausschusses am 11.10.2017 in Brüssel angenommen.

Eine Unterstützung ist nun online auf https://petiport.secure.europarl.europa.eu/petitions/de/home möglich.

Petition als PDF

Weitere Informationen unter http://www.wirtschaftsethik.biz/publikationen/verpflichtung-der-europaeischen-zentralbank-auf-eu-grundrechtscharta-19092017/





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