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SENCKENBERG-PREIS 2018 AN ARVED FUCHS

Klirrende Kälte, gewaltige Gletscher und bizarre Eisformationen –Arktis und Antarktis zählen zu den faszinierendsten Gegenden dieser Erde. Die beiden diesjährigen Senckenberg-Preisträger Prof. Thorsten Lumbsch, Ph.D., und Arved Fuchs nähern sich auf ganz unterschiedliche Weise diesen extremen Lebensräumen.

Lumbsch, Preisträger in der Kategorie Natur-Forschung, wird für seine exzellenten, international sichtbaren Leistungen in der Naturforschung mit dem mit 10.000 Euro dotierten Senckenberg-Preis ausgezeichnet. Der Vizepräsident für Wissenschaft und Bildung am Field Museum in Chicago gilt weltweit als führender Spezialist für die Erforschung von Flechten.

Der Senckenberg-Preis in der Kategorie Natur-Engagement 2018, ebenfalls mit 10.000 Euro ausgelobt, wird an Personen vergeben, die sich durch ein herausragendes privates Engagement für den Erhalt der Natur, Naturbildung und für eine nachhaltige Nutzung von Naturressourcen verdient gemacht haben. Der Expeditionsleiter und Buchautor Arved Fuchs zählt zu diesen Menschen.

Die komplette Durchquerung des antarktischen Kontinents in 92 Tagen, die erste vollständige Umrundung des Nordpols mit seinem Segelschiff "Dagmar Aaen" oder die Wiederholung der Shackleton-Expedition in der Antarktis zählen zu seinen Erfolgen. Fuchs bricht Rekorde und ist, wie man in Norwegen sagt, "arctis bitten" – der Arktis verfallen. Seit Jahrzehnten ist Fuchs in den vereisten Landschaften der Erde unterwegs und berichtet in seinen zahlreichen Büchern, Artikeln und Vorträgen über die dortigen Veränderungen durch den Klimawandel und durch den Einfluss der Menschen. Mit dem Ice-Climate-Education-Camp in der Arktis entwickelte er ein Format, um Jugendlichen den Klimawandel begreif- und erlebbar zu machen. Für Fuchs ist es dabei wichtig, dass die Teilnehmer nicht nur Fakten lernen, warum das Eis in der Arktis schmilzt und welche Auswirkungen dies haben wird, sondern dass sie lernen, wie jeder seinen kleinen Beitrag leisten kann, um den Klimawandel einzudämmen.

"Arved Fuchs hat erfahren, unserer Erde mit Respekt und Demut zu begegnen und gibt diese Eindrücke weiter an junge Menschen. Sein Engagement erscheint mir in dieser schnelllebigen, digitalen Welt als bedeutungsvolles Zeichen, das zum Innehalten einlädt. Den diesjährigen Senckenberg-Preis für Natur-Engagement hat er verdient!", freut sich Senckenberg-Präsidentin und Initiatorin der Senckenberg Night Dr. h. c. Beate Heraeus und ergänzt: "Fuchs’ Forscherlust und Leidenschaft haben ihn zu einem verantwortungsbewussten Botschafter besonders jener arktischen und antarktischen Regionen gemacht, die zum Funktionieren unserer ‚Klimaanlage’ besonderen Schutz benötigen. Sein Wissen vermittelt er der Jugend, die entscheidend unsere Zukunft gestalten wird."





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