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GROßE GALA: LAMMSBRÄU VERLEIHT NACHHALTIGKEITSPREISE

Ausgewählt wurden die Gewinner von der Jury mit der Generalbevollmächtigten der Neumarkter Lammsbräu Susanne Horn, B.A.U.M.-Vorstand Dieter Brübach, der Wissenschaftsjournalistin und Buchautorin Ilona Jerger, Alexander Gerber, Vorstandssprecher von Demeter und Vizepräsident von Demeter International, Manuel Schneider, Geschäftsführer des oekonom e.V. und Leiter des münchner zukunftssalons, sowie Prof. Matthias Fifka, Professor für BWL an der Universität Erlangen-Nürnberg. Den Jury-Vorsitz hatte Prof. Hubert Weiger, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Preisträger sind neben den B.A.U.M.-Mitgliedern LeaseRad GmbH und UmweltBank der Abgas-Aufklärer Jürgen Resch, das Münchener Haus der Eigenarbeit, das von B.A.U.M.-Preisträgerin Susanne Bergius gegründete Journalisten-Netzwerk "Weitblick" sowie die Lammsbräu-Mitarbeiter Alexander Abele und Alexander Hinkel. Susanne Horn sagte: "Für uns ist die Vergabe dieser Auszeichnung eine absolute Herzensangelegenheit." Man wolle damit "herausragenden Vorreitern im Bereich Nachhaltigkeit eine Plattform geben und ihre Vorbildfunktion unterstreichen".

Resch erhielt die Auszeichnung "für seinen unermüdlichen Kampf gegen die Luftverschmutzung durch die Kfz-Lobby": Seit 1988 ist er Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe. Seinem Einsatz ist es mit zu verdanken, dass schwefelfreie Kraftstoffe in Deutschland und Europa 2001 eingeführt wurden. 2002 startete Resch die Kampagne "Kein Diesel ohne Filter". Drei Jahre später wurde der Partikelfilter Standard bei neuen Diesel-Pkw. Seit dem offiziellen Bekanntwerden illegaler Abgasmanipulation bei Fahrzeugen des VW Konzerns in den USA trägt Resch maßgeblich zur Aufklärung des Skandals in Deutschland bei.

Alexander Abele und Alexander Hinkel von der Lammsbräu hatten eine in den Augen der Jury preiswürdige Idee: Mit ihrem Verbesserungsvorschlag, auf das Gebläse zur Beförderung der Kronkorken komplett zu verzichten und dies stattdessen durch "Freien Fall" zu ersetzen, haben sie dafür gesorgt, dass neben erheblichen Energieeinspareffekten auch der Lärmpegel in diesem Arbeitsbereich reduziert wurde.

In der Kategorie NGO wurde das Münchener "Haus der Eigenarbeit" gekürt. Seit über 30 Jahren ermöglicht die Offene Werkstatt Menschen, selbst handwerklich und kreativ tätig zu werden. Eine wichtige Keimzelle für die Förderung nachhaltiger Lebensstile in München, so die Begründung.

Die Gründer des Netzwerks "Weitblick" erhielten den Preis in der Sparte "Medien" für ihre Nachhaltigkeitsschulungen: Ob Kreislaufwirtschaft oder Kapitalmarkt, Technikfolgen oder Lieferketten, neue Energien oder Lobbyismus: Journalisten brauchen gutes Rüstzeug, um die richtigen Fragen zu stellen.

Das Konzept der LeaseRad GmbH fand die Jury innovativ: So kommen Beschäftigte via Fahrradleasing und Gehaltsumwandlung über ihren Arbeitgeber günstig an hochwertige Fahrräder. Das vor zehn Jahren von dem Freiburger Unternehmen LeaseRad GmbH läuft: Schon 7500 Betriebe machen mit.

Dass es möglich ist, ökonomische und ökologische Zielsetzungen in Einklang zu bringen, beweise die UmweltBank seit 1997, findet die Jury. Über 100 000 Menschen sind Kunden der Bank – getragen von der Idee, mit den Einlagen ausschließlich ökologische Projekte zu finanzieren. Dazu gehören Wind- und Solaranlagen, ökologisch ausgerichtete Landwirtschaft, aber auch nachhaltig gestaltete Bauvorhaben. Aufgrund dieser festen Verankerung des Umweltschutzes in ihrer Satzung ist die Umweltbank einer der Pioniere für alternative Geschäftsmodelle in der deutschen Finanzindustrie.

Der Nachhaltigkeitspreis der Neumarkter Lammsbräu wurde erstmals im Jahr 2002 verliehen. Hervorgegangen ist er aus dem Deutschen Umweltpreis, den Lammsbräu-Inhaber Dr. Franz Ehrnsperger 2001 erhielt.





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