MITGLIED WERDEN
NEWSLETTER ABONNIEREN

WENIGER CHEMIE, BESSERES BUSINESS

In urbanen Räumen gelangen erhebliche Mengen problematischer Stoffe aus Einleitungen einer Vielzahl kleiner Emittenten in kommunale Kläranlagen und unsere Gewässer. Ein großer Anteil davon stammt aus Unternehmen aller Art. Denn sowohl Produktionsprozesse, Dienstleistungen, Handelsaktivitäten als auch der Gebrauch von Produkten im Betrieb und Büro sind unweigerlich mit der Verwendung der Grundbausteine "Chemikalien" verbunden. Als Hilfsstoffe, Zusätze oder Hauptkomponenten bestimmen sie die jeweiligen physikalischen, technischen und optischen Eigenschaften eines Produktes oder Erzeugnisses (wie langlebig, flexibel, lichtempfindlich, säurestabil, gasdurchlässig ein Material ist.).

Wenn wir ein Produkt, ein Erzeugnis oder einen Prozess auswählen, gehen wir daher in erster Linie danach, inwieweit die Produkteigenschaften unseren Vorstellungen entsprechen. Doch diese vermeintlich vielversprechenden Vorteile in Handhabung, Aussehen, Geruch, Leistungsfähigkeit und Verarbeitung können gleichzeitig mehrere für die Umwelt, die biologische Artenvielfalt und unsere Gesundheit ungünstige Eigenschaften haben. Sie sind zum Teil schwer abbaubar, reichern sich in lebenden Organismen an, sind toxisch und können unmittelbar oder langfristig die Gesundheit beeinträchtigen. Hinzu kommt, dass viele dieser Stoffe nur teilweise oder nur unvollständig aus dem Abwasser entfernt werden können.

Das Thema Chemikalienmanagement braucht mehr Aufmerksamkeit

Während Energieeffizienz und Ressourcenmanagement mittlerweile einen hohen Stellenwert in vielen Unternehmen haben, fristet das Chemikalienmanagement in den meisten Branchen ein Dasein als "Cinderella-Thema". Und dass obwohl gefährliche Chemikalien in der gegenwärtigen europäischen Chemikalienpolitik und im europäischen Gewässerschutz eine vordringliche Rolle spielen. Auch die nachhaltige Beschaffungspolitik der Kommunen ist ein deutliches Zeichen in Richtung umweltfreundliche Beschaffung von ökologisch unbedenklichen Produkten. Höchste Zeit also, dass Unternehmen und Unternehmensverbände aller Branchen, diesem Beispiel folgen. Denn daraus ergibt sich nicht nur ein direkter Nutzen für den EndverbraucherInnen und die MitarbeiterInnen (Gesundheitsverträglichkeit), sondern auch viele indirekte Vorteile wie der Gewinn neuer attraktiver Kundengruppen, Wettbewerbsvorteile, bessere Marktchancen, eine bessere Ökobilanz und ein höherer Innovationsgrad.

Das Baltic Environmental Forum (BEF) ist ein Netzwerk nicht-kommerzieller Umweltorganisationen mit Sitz in Hamburg, Riga, Tallinn und Vilnius. Wir bearbeiten ein breites Spektrum an Umweltthemen – von nachhaltiger Mobilität über Energieeffizienz und Meeresschutz bis Chemikalienmanagement – mit dem Fokus auf Veränderung von Verhalten, Kommunikation, Management und Governance, weniger auf technischen Maßnahmen und innovative Technologien.

Unser Ziel ist es unsere Kompetenz im Bereich Chemikalienmanagement mit dem Netzwerk umweltbewusster Unternehmen von B.A.U.M. e.V. zu verbinden, um gemeinsam die Substitution und Emissionsreduktion von gefährlichen Stoffen zu erreichen.

In den folgenden Ausgaben dieses Newsletters erfahren Sie mehr über effektives Chemikalienmanagement in verschiedenen Betriebsbranchen, aber auch in einem Büro/Gebäude selbst.

Kontakt: Alena Lucht, Alena.Lucht@bef-de.org

 

www.bef-de.org



Datenschutz | Impressum