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TUHH: HAMBURGS ZUKÜNFTIGE UMSPANNWERKE WERDEN DIGITAL

Mit dem jüngst unterschriebenen Memorandum of Understanding (MOU) zwischen den Partnern der Siemens AG als Systemhersteller, der Technischen Universität Hamburg (TUHH) als wissenschaftliche Begleitung und der Stromnetz Hamburg GmbH startet heute die Zusammenarbeit. Die Beteiligten arbeiten in den nächsten Jahren eng an einer Konzepterstellung zur Realisierung digitalisierter Umspannwerke im Verteilungsnetzgebiet Hamburg und damit an einer der Schlüsselkomponenten für das Smart Grid. Das Konzept soll ab 2021 im Rahmen einer Umspannwerkserneuerung als Prototyp getestet und anschließend sukzessive in allen Hamburger Umspannwerken umgesetzt werden.

Die Partner verständigen sich darauf, in vielfältigen Kooperationsfeldern gemeinsame Projektinitiativen zu starten. Diese Kooperationsfelder sind eng miteinander verknüpft und als ganzheitlich zu betrachten. Dazu gehört eine umfassende Marktanalyse der bisher verfügbaren Lösungen, mit dem Fokus auf zuverlässige Funktion, Nutzungsdauer und Optimierung der Betriebsprozesse. Weiterhin ist die Integration innovativer Technologien in der Primär- und Sekundärtechnik mit einem hohem Digitalisierungsgrad und deren Integration in das "Internet of Things" (IoT). Dies wird als Basis für zukünftige datenbasierte Mehrwerte und Geschäftsmodellentwicklungen dienen. Im Einzelnen sind das der Einsatz von SF6-freien Anlagen, Cyber-Security Standards, Einsatz nicht-konventioneller Wandler (NCIT), Kommunikation nach IEC 61850 (Übertragungsprotokoll für die Schutz- und Leittechnik in elektrischen Schaltanlagen) auf der Prozess- und Stationsebene sowie der Aufbau einer IoT-Plattform.

Thomas Volk, Geschäftsführer Stromnetz Hamburg GmbH: "Durch die verstärkte Digitalisierung unserer Prozesse und Systeme werden wir frühzeitig in die Lage versetzt, unser Ziel, eine intelligente, kaskadierte und deutlich dezentralere Automatisierung unserer Netzführung zu realisieren. Diese hochkarätige Kooperation wird uns bei der Umsetzung helfen, das Netz mit modernster Umspannwerkstechnologie sicherer, effizienter, systemtransparenter und umweltverträglicher zu gestalten. Nur so können wir eine der höchsten Verfügbarkeiten weiterhin gewährleisten."

Franz Wilhelm Löbe, Leiter Energy Management Division Nord der Siemens AG: "Die Energiesysteme der Zukunft sind zunehmend dekarbonisiert, dezentralisiert und digitalisiert. Dieser fundamentale Wandel stellt alle Beteiligten vor vielfältige Herausforderungen. Sie zu meistern, wird uns nur mit Hilfe der Digitalisierung gelingen. Es zeigt sich, dass ein digitalisiertes Umspannwerk über den gesamten Lebenszyklus viel wirtschaftlicher gefahren werden kann – von der Planung über den Betrieb bis hin zum Service. Darüber hinaus steigert es die Verfügbarkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit des gesamten Versorgungsnetzes.

Als Technologie- und Digitalisierungspartner freuen wir uns die gemeinsamen Ziele dieser Kooperation erfolgreich umzusetzen und bringen hierfür unsere Expertise und Erfahrung in der Ausgestaltung der digitalen Transformation der Energiesysteme mit ein."

"Wir freuen uns, gemeinsam Forschungsansätze und -lösungen für den zukunftsfähigen Betrieb des Hamburger Stromnetzes zu entwickeln. Dazu wollen wir unsere Erfahrungen in der Entwicklung von Anwendungen aus den Bereichen der Automatisierungs-, Informations- und Kommunikationstechnik für elektrische Energiesysteme einsetzen und nutzen. Gerade vor dem Hintergrund signifikanter Veränderungen im Energiesektor sind wir überzeugt, entscheidende Beiträge zur Digitalisierung von Umspannwerken städtischer Verteilnetze und der Entwicklung zu Smart Grids leisten zu können", sagt Prof. Dr.-Ing. Christian Becker, Leiter des Instituts für Elektrische Energietechnik der TUHH.





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