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EMAS NOVELLE 2019 – DIE ÄNDERUNGEN IM ÜBERBLICK

Mit der EMAS-Umwelterklärung berichten Organisationen umfassend darüber, wie sie die Umwelt in Anspruch nehmen und welche Maßnahmen sie zur Verbesserung ihrer Umweltleistung planen und durchführen. Dies unterlegen sie mit Leistungsindikatoren. Organisationen, die sich nach den Anforderungen der EMAS-Verordnung prüfen und registrieren lassen, veröffentlichen die Umwelterklärung jährlich. Die novellierten Anforderungen an die Umwelterklärung sind mit der Verordnung (EU) 2018/2026 als Neufassung des Anhangs IV "Umweltberichterstattung" der EMAS-Verordnung (EG) 1221/2009 am 09.01.2019 in Kraft getreten.

Was sich für EMAS-Organisationen ändert:

1. Aussagekräftigere Umweltberichterstattung: Im Fokus der Berichterstattung sollen künftig stärker die bedeutenden Umweltaspekte und -auswirkungen einer Organisation stehen. Dazu sind die Ziele und Maßnahmen darzustellen, die die Organisation zur Leistungsverbesserung und zur Sicherstellung der Rechtskonformität im Umweltbereich festlegt. Zur Leistungsmessung können die Organisationen auf die etablierten EMAS-Kernindikatoren oder weitere spezifische Leistungsindikatoren zurückgreifen. Die Kernindikatoren Energie, Material, Wasser, Abfall, Biologische Vielfalt und Emissionen bleiben erhalten und wurden zur besseren Nutzbarkeit leicht überarbeitet. Beispielsweise können die Bezugsgrößen der Kernindikatoren nun unter bestimmten Voraussetzungen frei gewählt werden. Der Indikator zur biologischen Vielfalt deckt nun auch naturnah gestaltete Flächen ab.

2. Erweiterter Nutzen für Berichtspflichten: Die Änderungen des Anhang IV unterstützen nun explizit die Verknüpfung der Umwelterklärung mit anderen Berichtsformaten. Beispielsweise können Organisationen die EMAS-Umwelterklärung in andere Management- oder Nachhaltigkeitsberichte integrieren. Außerdem können auch weitere sachdienliche Informationen, die im Zusammenhang mit den Tätigkeiten, Produkten und Dienstleistungen der Organisation stehen, in die Umwelterklärung aufgenommen und durch die Umweltgutachter/innen bestätigt werden.

Bis zum 8.1.2020 können Umwelterklärungen im Einvernehmen mit der Umweltgutachterin bzw. dem Umweltgutachter und der Registrierungsstelle noch nach den bisherigen Anforderungen validiert bzw. veröffentlicht werden. Kleine und mittlere Organisationen (KMU) können, wenn sie die Ausnahmeregelung für KMU nutzen, bis zu einem Jahr längere Übergangsfristen haben.

Die überarbeitete Publikation des Umweltgutachterausschusses "EMAS Novelle 2017/2019 – Die Änderungen im Überblick", die in Kooperation mit dem Umweltbundesamt (UBA) entstanden ist, geht detaillierter auf die Änderungen ein. Umsetzungsbeispiele und eine Checkliste, die das Beratungsunternehmen Arqum GmbH im Auftrag des UBA erstellt hat, geben praktische Hinweise zur Umsetzung der neuen Anforderungen.

 





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