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TAIFUN-TOFU UND [P3]-WERKSTATT FÖRDERN BERUFLICHE INTEGRATION JUNGER GEFLÜCHTETER

Muhammed aus Gambia ist der Erste, der im Rahmen des Programms bei Taifun-Tofu eine Ausbildung absolvieren wird: zum Maschinen- und Anlagenführer, Fachrichtung Lebensmitteltechnik. Damit der Start im September gelingt, durchläuft Muhammed schon jetzt Praktika bei dem Tofuhersteller: Vier Tage pro Woche ist er in verschiedenen Abteilungen tätig, einen Tag erhält er Unterricht in der [p3]-Werkstatt. Außerdem werden gemeinsame Lernziele vereinbart, etwa, welche Vorkenntnisse für die Berufsschule notwendig sind. „Wir setzen auf individuelle Lösungen", betont David Rösch, Geschäftsführer der [p3]-Werkstatt. Regelmäßig tauscht er sich mit Ralf Kuderer, Personalleiter bei Taifun, über die Entwicklung des 20jährigen aus. „Das Konzept ist sehr nachhaltig gedacht und bietet sowohl den Geflüchteten als auch den Unternehmen konkrete Perspektiven bei der Fachkräfteausbildung", findet Kuderer.

Bevor es in die Unternehmen geht, werden die Jugendlichen mit Fluchterfahrung in der [p3]- Werkstatt ein Jahr lang darauf vorbereitet; zur Hälfte mit Deutsch- und Matheunterricht, zur Hälfte mit Praxisarbeit in der Werkstatt. Während dieser Einstiegsqualifizierung können sie Vorkenntnisse in verschiedenen Berufen erwerben, vom Tischler, über Elektrotechniker bis hin zum Maler und Lackierer. „Grundlage sind aber die weichen Kompetenzen," betont David Rösch. „Pünktlichkeit und Eigenverantwortung sind wichtige Voraussetzungen dafür, in der deutschen Arbeitswelt zu bestehen." Unterstützt werden die meist jungen Männer dabei von einem engagierten Betreuerteam aus Angestellten und Ehrenamtlichen, zu denen ebenso gelernte Handwerker wie angehende Lehrer gehören.

In Zeiten von Fachkräftemangel sind Initiativen wie die [p3]-Werkstatt für Industrie und Handwerk wertvoll. Weil die Geflüchteten mit guten Deutschkenntnissen und einer fachlichen Vorbildung in den Beruf starten, ist die Chance auf eine langfristige Beschäftigung und eine gelungene Integration hoch. Acht bis zehn Auszubildende lernen gleichzeitig bei der [p3]-Werkstatt, die Bewerberzahl ist groß.





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