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KONKRETER KLIMASCHUTZ IM LUFTVERKEHR IST ÜBERFÄLLIG

"Der besonders klimaschädliche Luftverkehr darf sich nicht mehr aus der Verantwortung stehlen, sondern muss endlich seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wenn die Politik die Schülerproteste von Fridays for Future wirklich ernst nimmt, dann müssen jetzt unbedingt konkrete Schritte folgen", sagte DNR-Präsident Kai Niebert. Als kurzfristig umsetzbare Maßnahme sollte hierfür die nationale Luftverkehrsteuer erhöht werden.

Die Verbände setzen sich seit vielen Jahren dafür ein, Kurzstreckenflüge endlich auf die umweltverträglichere Schiene zu verlagern. "Es ist unvertretbar, dass Flüge innerhalb Deutschlands weiterhin oftmals billiger sind als Bahntickets", so Ernst-Christoph Stolper, stellvertretender BUND-Vorsitzender. "Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass innerdeutsche Flüge im Jahr 2030 der Vergangenheit angehören".

Nach Überzeugung der Verbände müsse auch Kerosin endlich besteuert werden. "Es kann nicht sein, dass ausgerechnet der umweltschädlichste Verkehrsträger nicht besteuert wird, angefangen von der Steuerfreiheit auf Kerosin bis hin zur fehlenden Mehrwertsteuer auf Flugtickets ins Ausland. Das ist eine Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der Umwelt und benachteiligt die klimaschonende Bahn", so VCD-Vorsitzende Kerstin Haarmann. Die Subventionen für den klimaschädlichen Luftverkehr betragen allein in Deutschland über 12 Milliarden Euro jährlich. Dem stehen durch die bisherige Luftverkehrsteuer auf Flugtickets lediglich etwa 1 Milliarde Euro an Steuereinnahmen entgegen.

Eine internationale Regelung zur Luftverkehrsbesteuerung ist nach Ansicht der Verbände am sinnvollsten, würde aber lange dauern. Daher sollte jetzt die Gelegenheit genutzt werden, die Luftverkehrsteuer zu erhöhen.





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