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STORIES OF CHANGE – GESCHICHTEN DES WANDELS VON NACHHALTIGEM WIRTSCHAFTEN

Unter dem Motto: "Hinschauen. Weitertragen. Mitmachen." werden Initiativen und Unternehmen aus Dresden und Umgebung in kurzen Videoportraits vorgestellt, die sich auf lokaler Ebene mit dem Thema globale Nachhaltigkeit im eigenen Alltag praktisch auseinandersetzen. Mit öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen bringt "Stories of Change" zudem unterschiedliche Akteur*innen zusammen und stößt dadurch Veränderungen an.

Projektkoordinatorin Anja Luber berichtet im Interview über ein spannendes Projekt aus Dresden.

Stories of Change – Geschichten des Wandels – welche Geschichten erzählen Sie?

Bei der Frage "Wie zukunftsfähig ist unsere heutige Gesellschaft eigentlich?" wird schnell klar, dass wir so nicht weitermachen können. Die aktuellen Wirtschaftsformen sind Teil der Ursachen aktueller klimatischer und sozialer Krisen. Die uneingeschränkte Nutzung von endlichen Ressourcen und die Ausbeutung von Natur und Mensch haben einen massiven Einfluss auf unser globales Miteinander. Unser heutiger Lebens- und Wirtschaftsstil zerstört Stück für Stück die Natur und die Lebensgrundlage heutiger und zukünftiger Generationen. Deshalb machen wir uns auf den Weg, suchen Vorbilder des Wandels, begleiten sie mit der Kamera und zeigen Alternativen auf.

Wen verfilmen Sie?

Wirtschaftsunternehmen produzieren einen Großteil der deutschen CO2-Emissionen und haben somit einen starken Einfluss, wenn es darum geht, einen Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit zu gestalten. Deswegen holen wir seit letztem Jahr neben lokalen Initiativen - die sich für einen sozialen, ökologischen und ökonomischen Wandel einsetzen – vor allem sächsische Unternehmer*innen vor die Kamera. Dieses Jahr arbeiten wir u. a. mit einem Getränkekollektiv zusammen, das sich mit den Fragen nachhaltiger Produktion auseinandersetzt. Mit jedem neuen Unternehmen entsteht eine spannende Auseinandersetzung über inspirierende Geschichten und die Herausforderungen, die sie mit sich bringen. Genau das wollen wir zeigen!

Was sind das für Filme?

Die 3-minütigen Portraits möchten mit der ansteckenden Motivation der Protagonist*innen, die den Wandel selbst gestalten, andere Unternehmer*innen und angehende Startups inspirieren, eigene Wege hin zu einer nachhaltigen Unternehmensführung zu gehen. Jede Geschichte eines Unternehmers oder einer Unternehmerin steht beispielhaft für einen Nachhaltigkeitsaspekt und macht lokale "Best Practice" aus der Wirtschaft sichtbar. Die Filme zeigen die Ansätze der jeweiligen Unternehmen, aber auch die Herausforderungen und Fragen, die sich ihnen im Prozess stellen. Die zentralen Kriterien für eine Geschichte des Wandels sind: Der Blick über den Tellerrand, Enkeltauglichkeit, Nachahmbarkeit und die Kraft der Inspiration.

Warum haben Sie sich für das Medium Film entschieden?

Wir haben beobachtet, dass viele Menschen bereits einiges Wissen im Bereich Nachhaltigkeit haben, sich das Handeln jedoch von dem Wissen unterscheidet. So kamen wir zu unserer Ausgangsfrage: "Wie können wir die Lücke zwischen Wissen und Handeln schließen?" Die Antwort, die wir darauf gefunden haben, war Vorbilder für nachhaltiges Handeln sichtbar zu machen. Da Vorbilder heute stark durch Medien und Werbung geprägt sind, war auch für uns schnell klar, dass wir daran anknüpfen möchten und gelangten so zum Film.

Wie sieht ein Projektjahr bei Ihnen aus?

Zum einen produzieren wir jedes Jahr mit professionellen und ehrenamtlichen Filmemacher*innen unsere Spots. Zum anderen laden wir jedes Jahr im Frühjahr zu einer interaktiven Auftaktveranstaltung mit spannenden Gästen und tollen Aktionen ein. Im Herbst feiern wir unsere Filmpremiere mit den in diesem Jahr entstandenen Filmen und tauschen uns aus. Auf den Veranstaltungen treffen sich Pioniere des Wandels aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, um sich zu vernetzen.

Die filmischen Geschichten des Wandels werden natürlich auch über die Filmpremieren hinaus in den Sozialen Medien, in Kinos und auf Festivals sowie Veranstaltungen verbreitet. Durch unser Netzwerk können wir Menschen in ihrem Alltag für ein anderes Leben inspirieren und zum Nachahmen animieren.

Wie finanzieren Sie sich?

Das Projekt "Stories of Change" ist bei dem gemeinnützigen Verein Sukuma arts e. V. angesiedelt. Über diesen können wir Fördergelder beantragen. Da Stiftungen häufig einen bestimmten Anteil an Eigenmitteln voraussetzen, sind wir darüber hinaus auf Spenden angewiesen. Falls jemandem unsere Arbeit gefällt, sind wir über finanzielle Spenden natürlich sehr glücklich.

Wir sind auch immer auf der Suche nach spannenden Geschichten, nach Unternehmen, die innovative Ideen im Bereich der sozialen oder ökologischen Nachhaltigkeit leben und nach Speaker*innen für Veranstaltungen.

Wie geht es bei Sukuma arts weiter?

Wir sind gerade dabei, Projektgruppen in vier weiteren deutschen Regionen aufzubauen. Von uns gibt es finanzielle Unterstützung und Filmworkshops, die die Menschen vor Ort befähigen, ihre eigenen Geschichten zu erzählen. Ziel ist es, sukzessive ein deutschlandweites Netzwerk an eigenständigen "Stories of Change"-Gruppen aufzubauen. Wandel passiert schließlich nicht nur in Dresden!


weitere Informationen unter www.stories-of-change.org

Die Filme haben am 1. Oktober 2019 um 19:00 Uhr in der Schauburg Dresden Premiere.

Kontakt: Anja Luber – a.luber@sukuma.net

 





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