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DBU-GENERALSEKRETÄR ALEXANDER BONDE GRATULIERT B.A.U.M.-PREISTRÄGERIN

Prof. Dr. Natalie Eßig setzt sich in Forschung, Lehre und Praxis dafür ein, dass ein nachhaltiges, umwelt- und klimaschonendes Bauen zur Selbstverständlichkeit wird. Für dieses Engagement erhielt sie den B.A.U.M. | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis 2019 in der Kategorie "Wissenschaft".

"Weltweit steht der Bausektor für hohen Ressourcen-, Flächen- und Energieverbrauch – vor allem aber auch für den Ausstoß klimaschädlicher Gase", so Alexander Bonde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). "Ohne Fortschritte hier wird die Energiewende nicht gelingen. Nachhaltig, umwelt- und klimaschonend zu bauen, ist noch immer keine Selbstverständlichkeit. Wir freuen uns, dass Prof. Dr. Natalie Eßig sich diesem Thema in ihrer wissenschaftlichen Arbeit verschrieben hat und sehen uns bestätigt darin, sie durch unser Promotionsstipendium gefördert zu haben."

Preisverleihung an Prof. Dr. Natalie EßigNach dem Studium arbeitete Natalie Eßig zunächst als Architektin im Bereich energieeffizientes und nachhaltiges Bauen. Ab 2004 übernahm sie Lehraufträge und arbeitete im Fachbereich Architektur der TU Darmstadt an einer Dissertation zum Thema "Nachhaltigkeit von Olympischen Bauten – Leitlinien für nachhaltige Architektur bei sportlichen Großveranstaltungen", die sie 2010 abschloss. Gefördert wurde sie durch eines von bisher knapp 1.500 Promotionsstipendien der DBU.

2013 erhielt Dr. Natalie Eßig einen Ruf als Professorin an die Hochschule München. Hier arbeitet sie seitdem an der Fakultät für Architektur im Fachgebiet Baukonstruktion und Bauklimatik. In der Lehre setzt sie ihre Schwerpunkte auf Baukonstruktion, nachhaltiges und ressourceneffizientes Bauen sowohl für den Neubau als auch in der Altbausanierung. Die von ihr geleitete Forschungsgruppe und von ihr betreute Doktoranden beschäftigen sich in nationalen und internationalen Forschungsprojekten vorrangig mit der Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden und Stadtquartieren sowie deren Architektur- und Energiekonzepten unter Beachtung des gesamten Lebenszyklus. Weitere Themen sind Ressourceneffizienz, Ökobilanzierung, Lebenszykluskosten, Sportstättenbau, Architekturkonzepte für Plusenergiegebäude im Bestand und Neubau sowie für den Rückbau.

Als eine Ausgründung der Hochschule München entstand 2015 das Bau-Institut für Ressourceneffizientes und Nachhaltiges Bauen GmbH (BiRN), dessen Gesellschafterin und Prokuristin Prof. Eßig ist. Das Institut ist eine Zertifizierungsstelle für das Bewertungssystem Nachhaltige Kleinwohnhausbauten (BNK) des Bundesbauministeriums. Das zugrunde liegende Bewertungssystem entwickelte Prof. Eßig im Rahmen von nationalen und internationalen Forschungsprojekten. Zudem war sie maßgeblich an der Entwicklung des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen (BNB) für Büro und Verwaltungsgebäude beteiligt, das seit 2011 für Bundesbaumaßnahmen verbindlich ist.

"Nachhaltigkeit und ökologische Themen sind im Bauwesen längst noch nicht angekommen", erläutert Prof. Eßig ihre Motivation. "Wenige Großbauprojekte zeigen hier bereits erste Ansätze. Bei kommunalen Bauten oder im privaten Wohnungsbau liegt das Thema aber noch in weiter Ferne. Hier möchte ich angreifen und Nachhaltigkeit in den Alltag unserer Baupraxis integrieren." Dabei geht es ihr nicht nur um Energie- und Ressourceneffizienz, sondern sie berücksichtigt auch Aspekte der Baukultur, der Gesundheit, der Umnutzungsfähigkeit und des gesamten Lebenszyklus. Von Bedeutung sind neben der Effizienz ("besser" Bauen) auch Suffizienz ("weniger" Bauen) und Konsistenz ("anders" Bauen). Zur Reduzierung des Flächenbedarfs und des ökologischen Fußabdrucks von Gebäuden setzt sie sich insbesondere mit der Bestandsanierung auseinander.

Informationen zu dieser und weiteren B.A.U.M.-Preisträgerinnen und -Preisträger finden Sie hier.

 





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