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DR. RECKHAUS REVOLUTIONIERT GESCHÄFTSMODELL UM ZU RETTEN STATT ZU TÖTEN

Der Hersteller von Insektenbekämpfungsprodukten Reckhaus führte am 7. Juli 2020 mit einer Weltpremiere sein erstes Insektenrettungsprodukt vor. Der Dr. Reckhaus Fruchtfliegen-Retter befreit im Haushalt von Fruchtfliegen, ohne zu töten. Gleichzeitig nimmt das B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen seine Tötungsprodukte vom Markt.

Die Marke Dr. Reckhaus präsentierte mit dem Dr. Reckhaus Fruchtfliegen-Retter ihr erstes Insektenrettungsprodukt. Die Weltpremiere steht für eine Wende in der Geschichte des über 60-jährigen Insektenbekämpfungsunternehmens Reckhaus und soll auch bei Kunden und Biozid-Branche einen Wandel bewirken.

Insektensterben erfordert Umdenken

Die Insekten kämen gut ohne die Menschen aus, aber für die Menschen sind die Leistungen der Insekten – wie Bestäubung und Abbau organischen Materials – unverzichtbar. Aus zahlreichen Studien geht hervor, dass in den letzten 50 Jahren 50% der Insekten verloren gingen. Über 40% aller Arten sind aktuell gefährdet, 5% sind bereits ausgestorben. Dr. Hans-Dietrich Reckhaus, Geschäftsführender Gesellschafter der Reckhaus GmbH & Co. KG, ist daher überzeugt: "Wir brauchen ein Umdenken".

Insekten nicht mehr töten kann selbstverständlich werden

"Wir haben gelernt, dass wir selbstverständlich Müll nicht einfach in die Landschaft werfen und das Licht hinter uns ausschalten. Nun müssen wir lernen, dass wir keine Insekten mehr töten", so Dr. Hans-Dietrich Reckhaus. Als Hersteller von Insektenbekämpfungsprodukten könne er nicht von heute auf morgen auf Tötungsprodukte verzichten. Aber er könne mit einer eigenen Marke vorangehen.

Die Marke Dr. Reckhaus zerstört sich deswegen schöpferisch selbst – ganz im Sinne der Entstehung von Innovationen nach Joseph Schumpeter. In Zukunft gibt es nur noch Dr. Reckhaus Produkte, die Insekten retten und fördern. Reckhaus: "Wir stampfen die alten Produkte ein. Einfach, weil sie noch getötet haben. Es wird mit der Marke Dr. Reckhaus kein Töten mehr geben. Punkt. Fertig. Aus."

Weltpremiere eröffnet neuen Weg für Traditionsunternehmen

"Tatsächlich neu denken und handeln wollen, bedeutet die Trennung von alten Denkmustern und Pfaden. Man muss das Alte sogar zerstören, damit tatsächlich eine neue Ordnung und ein neues Denken stattfinden kann", sagt Dr. Hans-Dietrich Reckhaus, der das gleichnamige Unternehmen in Bielefeld in zweiter Generation führt. Seine Eltern (93 und 87), die das Unternehmen 1956 gründeten, waren bei der Weltpremiere live dabei.

Mit der Marke Dr. Reckhaus hatte das Unternehmen bereits im Jahr 2012 die weltweit ersten Insektenbekämpfungsprodukte mit ökologischer Kompensation herausgebracht. Das Prinzip dahinter lautete: Weniger Insekten töten und wenn schon, dann insektizidfrei und mit ökologischer Kompensation. Diese Innovation sieht Reckhaus heute nur als ersten Schritt.

Vielfach ausgezeichnete Innovationen

Mit Insect Respect, dem Geschäftsmodell-Wandel und der Produktphilosophie ist Dr. Hans-Dietrich Reckhaus mehrfach ausgezeichnet worden. Derzeit ist er u.a. für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis im Transformationsfeld Biodiversität nominiert. Seine Geschichte erscheint im Herbst 2020 unter dem Titel "Fliegen lassen" im Murmann-Verlag.

Aufgerüttelt durch die Kunst

Auslöser für den Unternehmenswandel und das weltweit einzigartige Ausgleichsmodell war der Dialog und die mehrmonatige Zusammenarbeit mit den Schweizer Konzeptkünstlern Frank und Patrik Riklin. Sie konfrontierten Dr. Hans-Dietrich Reckhaus 2011 mit der Frage: Wie viel Wert hat eine Fliege für dich als Insektenkiller? Ihre Forderung: Retten statt töten.

Rettungsprodukt befreit (von) Insekten

Der Dr. Reckhaus Fruchtfliegen-Retter lockt die Tiere durch natürlichen Apfelessig an. Die Falle ertränkt die Fruchtfliegen jedoch nicht, sondern hält sie nur fest, bis man sie draußen befreit. Der mitgelieferte Ratgeber erklärt mit Präventionstipps auf 30 Seiten, wie sich das Eindringen von Insekten ins Haus verhindern lässt und informiert über die Insekten. Das Rettungsgefäß besteht aus 100% recyceltem PET. Die Verpackung besteht vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen und ist klimaneutral hergestellt.





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