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GANZHEITLICHE KONZEPTE FÜR GESUNDES WOHNEN GEFRAGT

Rund drei Viertel der Bundesbürger betonen laut Meinungsforschungsinstituts YouGov, dass ihnen Wohngesundheit "sehr" oder "äußerst" wichtig ist. Dr.-Ing. Wiebke Brahms, Business Development Managerin in der Innovationsabteilung des B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmens Viebrockhaus, gibt Hinweise, welche fünf Bereiche für die Wohngesundheit zentral sind – und welche Zusatzlösungen sie noch verbessern können.

"Hinter dem Begriff Wohngesundheit verbergen sich ganz viele Aspekte", weiß Dr.-Ing. Wiebke Brahms. "Saubere Luft bewahrt vor Umweltgiften, reines Trinkwasser ist für den Körper wichtig. Die richtige Raumtemperatur steigert das Wohlbefinden, eine gute Dämmung sorgt für angenehme Ruhe und eine dem Biorhythmus angemessene und natürliche Beleuchtung geht einher mit Konzentrationsfähigkeit und erholsamen Schlaf." Angehende Bauherren sollten diese A-pekte auf dem Schirm haben und die Haushersteller, mit denen sie ins Gespräch kommen, gezielt nach diesen 5 Punkten fragen.

1. Saubere Luft

Schutz vor Umweltgiften, Viren und Bakterien Fest steht: Bei einem effektiv gedämmten Haus ist die Gebäudehülle nahezu luftdicht. Das bedeutet: Schadstoffe kommen nicht so einfach hinein, aber auch nicht hinaus. Enthalten Baustoffe, Bodenbeläge, Farben oder Möbel Schadstoffe, geben sie diese über Jahre in die Raumluft ab. Bauherren sollten darauf achten, dass ihr Hausbauunternehmen nur die schadstoffärmsten Baustoffe und Ausstattungsprodukte verwendet. "Wir haben sogar allergikerfreundliche Teppiche aus Kaschmir-Ziegenhaar und reiner Schurwolle, die keinerlei Lösungsmittel, Weichmacher oder Konservierungsmittel enthalten und Feinstaub binden", so die Viebrockhaus-Expertin Dr. Brahms. Bei Farben favorisiert sie silikatbasierte Produkte, die frei von Lösungsmitteln sind.

Zusätzlich empfiehlt die Wohngesundheitsexpertin eine "aktive Luftreinigung". Dafür werden Filter in die Zuluftkanäle der zentralen Belüftungsanlage, die jeder Neubau heute haben sollte, eingebaut. Bakterien, Viren, unangenehme Gerüche, Feinstaub, Pollen oder andere Allergene werden durch das Gerät mittels Plasmatechnik deaktiviert. Sogar 97% der Corona-Aerosole können den Ergebnissen einer aktuellen Studie zufolge dadurch unschädlich gemacht werden.

Nicht nur die Sauberkeit der Luft, auch die Luftfeuchtigkeit hat einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden. Wissenschaftler der Yale Universität fanden heraus, dass es einen signifikanten Zusammenhang beispielsweise zwischen Grippeerkrankungen und zu trockener Raumluft in den Wintermonaten gibt. "Genau hier setzt eine aktive Luftbefeuchtung an: Sie sorgt permanent für eine relative Raumluftfeuchtigkeit mit der Zielfeuchtigkeit 50 Prozent und minimiert dadurch das Erkrankungsrisiko."

2. Reines Wasser wichtig für den Körper

Neben der Luft spielt die Wasserqualität eine zentrale Rolle, wenn es um die Gesundheit der Hausbewohner geht. Zwar gehört Leitungswasser zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln in Deutschland und verfügt über eine hervorragende Qualität. Damit dies so bleibt und sich

keine Keime bilden, darf in den Leitungen kein Wasser stehen. Modernste Technik und Oberflächen, die Ablagerungen in den Wasserleitungen verhindern, machen dies möglich. Auch bei der Warmwasserversorgung kann vortemperiertes Warmwasser auf einer Mindesttemperatur gehalten werden, damit Bakterien in diesem Bereich keine Chance haben. In vielen Regionen ist das Wasser stark kalkhaltig – mit geschmacklichen Beeinträchtigungen und möglichen Ablagerungen in der Trinkwasserinstallation und den angeschlossenen Geräten. Auf diesen Ablagerungen könnte sich ein Biofilm bilden, auf dem Bakterien gedeihen. "Mit einer Kalkschutzanlage haben wir dieses Problem gelöst. Dabei wird durch Nutzung des Prinzips der Biomineralisierung dem Wasser nichts hinzugefügt – weder Salze noch Phosphate – noch entnommen wie z.B. Calcium oder Magnesium", betont Dr. Wiebke Brahms.

3. Richtige Temperatur fürs Wohlbefinden

Warme Wohnräume, kühle Schlafzimmer, wohlige Fußbodenheizung gehören für viele Menschen zur persönlichen Wohlfühltemperatur. Die Massivbauweise hilft, dass Außenwände selbst im Sommer kühl bleiben. Als angenehm behaglich empfinden es die meisten Menschen, wenn der Mittelwert zwischen Lufttemperatur und Oberflächentemperatur bei 20-22 °C liegt. Und wer mit modernen Wärmepumpensystemen und erneuerbaren Energien für seine ganz persönliche Wohlfühltemperatur sorgt, macht sich unabhängig von fossilen Brennstoffen.

4. Schallschutz für Ruhe und Erholung

Ein Thema, das von Bauherren im Kontext Wohngesundheit oft unterschätzt wird, ist der Schallschutz. Alltäglicher Lärm wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus. "Zweischalige Bau-weise, Trockenputz für die Beplankung der Innenwände, schalltechnisch entkoppelte Wasserleitungen, dreifach verglaste Fenster und Schalldichtungen für Türen unterstützen Ruhe und Erholung im Haus", so die Expertin. Auch in diesem Zusammenhang helfen Lüftungsanlagen: Bei geschlossenen Fenstern sorgen sie für frische Luft und sperren störende Außengeräusche aus.

5. Licht steigert Wohlbefinden

Viel Licht und das richtige Licht – große Fensterflächen, die richtigen Leuchtmittel und die Möglichkeit zur Verdunkelung – sind wichtig für einen ausgeglichenen Lichthaushalt des Körpers und die Wohngesundheit. Studien haben neben den gesundheitlichen Aspekten auch den Ein-fluss des Lichtes auf Konzentrationsfähigkeit und Leistungsfähigkeit festgestellt. Wichtig ist eine bedarfsgerechte Planung – entsprechend der Nutzung der jeweiligen Räume (Arbeitsbereiche, Erholungsbereiche, Essplatz etc.). Eine Steuerung der Raumhelligkeit nach Tageszeit ist die beste Voraussetzung für entsprechendes Wohlbefinden. Moderne Leuchtmittel aus dem Be-reich des LED-Sortimentes gibt es inzwischen für alle Anwendungsbereiche. Sie bringen neben den genannten gesundheitlichen Vorteilen auch eine enorme Energieeinsparung.





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