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TRADITIONSBÄUME FÜR NACHFOLGENDE GENERATIONEN

Eine nachhaltige Idee hatte im vergangenen Jahr die Zimmerei Roßner aus Pfaffenhofen, die zum Weihnachtsfest ihre Kunden mit einem besonderen Geschenk überraschte: Pro im Jahr 2020 verarbeitetem Kubikmeter Holz pflanzt der mittelständische Betrieb einen Baum. Nachdem die Firma Roßner für die Holz-Arbeiten am neuen HiPP-Verwaltungsbau zuständig war, gehört auch das B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen zu den glücklichen Empfängern. 200 Kubikmeter Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft hat der Zimmereibetrieb im Neubau bei HiPP eingesetzt.

"Wie wertschätzend die Familie Roßner mit dem Rohstoff Holz umgeht, ist zum einen beeindruckend und zum anderen ein weiteres gutes Beispiel, wie nachhaltiges Wirtschaften mit nachwachsenden Ressourcen gelingen kann. Ein herzliches Dankeschön für die Baumpflanz-Initiative, die wir gerne unterstützen und erweitern", erklärt Sebastian Hipp, Gesellschafter der HiPP Gruppe. Begeistert nahm HiPP die Weihnachtsaktion auf und beschloss, die Baumspende um 800 Exemplare auf tausend Stück aufzustocken. Im März und April 2021 erreichten die Jungpflanzen ihren neuen Bestimmungsort und seither wachsen tausend junge Eichen südlich von Pfaffenhofen.

Eichen: langlebig, genügsam, stresstolerant und regenerationskräftig

Da Eichen als langlebig, genügsam, stresstolerant und regenerationskräftig gelten, hofft Armin Günter, Betriebsleiter des HiPP Musterhof für biologische Vielfalt, darauf, dass die Bäume trotz der sich verändernden klimatischen Bedingungen in den nächsten Jahrzehnten zu stattlicher Größe heranwachsen: "Eichen können mit Trockenheit genauso gut umgehen, wie mit Staunässe. Sie reagieren nicht so empfindlich wie andere Baumarten auf Extremwetter, auf das wir Landwirte uns in den nächsten Jahren vermehrt einstellen müssen", ergänzt Armin Günter. Dass die Laubbäume gleichzeitig dazu beitragen, durch die Bindung von Kohlenstoffdioxid den Klimawandel abzuschwächen, ist ein willkommener Nebeneffekt. Darüber hinaus ist das im HiPP Verwaltungsneubau verwendete hölzerne Baumaterial gleichzeitig ein langfristiger Kohlenstoffspeicher.

Die Geschichte der Eichen (botanischer Name Quercus) reicht rund zwölf Millionen Jahre in die Vergangenheit. Die Baumart ist auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet und gehört zu den wichtigsten Laubbäumen überhaupt. Mit 15 bis 35 Metern Höhe zählt die Eiche zu den Großbäumen. Ihre dicken, knorrigen Äste bilden eine ausladende Krone, die viel Licht aufnimmt. Die ledrigen Laubblätter der Eiche sind gestielt und meist gelappt. Ihre Borke ist braun-grau und stark gefurcht. Im Jugendalter wächst die Eiche eher schnell, mit etwa 20 Jahren lässt das Wachstum allerdings rapide nach. Erst im Alter zwischen 20 und 40 Jahren blüht eine Eiche zum ersten Mal. Ab April bis Mai öffnen sich unscheinbare Blüten und locken unzählige Insekten an. Im Herbst reifen die nussartigen Eicheln heran. Die Eiche steht sinnbildlich für Standhaftigkeit, Stärke, Treue und die Ewigkeit. Kein Wunder also, dass Eichel die höchste Farbe im beliebten Kartenspiel Schafkopf ist. Besondere Bedeutung haben Eichen aufgrund ihres hohen Alters. Viele Eichen werden bis zu 600 Jahre alt, doch gibt es immer wieder auch über 1.000-jährige Exemplare. Ob alle tausend Setzlinge dieses stolze Alter erreichen, bleibt abzuwarten. So viel ist sicher: Darüber schreiben wird jemand anderer.





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