{"id":21912,"date":"2026-06-26T09:57:10","date_gmt":"2026-06-26T07:57:10","guid":{"rendered":"https:\/\/baumev.de\/?p=21912"},"modified":"2026-06-26T10:42:58","modified_gmt":"2026-06-26T08:42:58","slug":"europa-greifbar-fuer-alle-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/baumev.de\/en\/europa-greifbar-fuer-alle-machen\/","title":{"rendered":"Europa greifbar f\u00fcr alle machen"},"content":{"rendered":"<p><em>Die BAUM-Vorsitzende Yvonne Zwick sprach mit Gabriele H\u00e4ssig, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Kommunikation und Nachhaltigkeit DACH bei Procter &amp; Gamble und Mitglied der Jury des BAUM | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreises, \u00fcber die Wirkung von Best Practices und ein Growth Mindset in der Nachhaltigkeits-Community.<\/em><\/p>\n<p><strong>Yvonne Zwick:<\/strong> Gabriele, du engagierst dich schon seit sehr, sehr vielen Jahren f\u00fcr Nachhaltigkeit, treibst das Thema bei Procter &amp; Gamble voran und bist seit 2022 auch in der Jury des BAUM | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreises. Den Preis gibt es schon sehr lange. Zum Einstieg die Frage: Was bedeutet dieser Preis f\u00fcr dich pers\u00f6nlich?<\/p>\n<p><strong>Gabriele H\u00e4ssig:<\/strong> Der Preis macht sichtbar. Dass Menschen mit ihren Themen und Aktivit\u00e4ten Anerkennung erfahren, ist sicherlich wichtig, auch f\u00fcr die einzelnen Personen. Aber ich glaube, dass damit breitere Sichtbarkeit entsteht, ist f\u00fcr die Themen noch wichtiger \u2013 also Netzwerke zu schaffen und Mitstreiter*innen f\u00fcr Anliegen, Projekte und Aktivit\u00e4ten zu finden.<\/p>\n<p><strong>YZ:<\/strong> Ja, der BAUM-Preis zeichnet Menschen aus, die Nachhaltigkeit nicht nur diskutieren, sondern in Unternehmen, in Wissenschaft und Gesellschaft auch wirksam machen und voranbringen. Welche Eigenschaften verbinden die <a href=\"https:\/\/baumev.de\/baum-preis\/preistraeger-aktuell\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Preistr\u00e4gerinnen und Preistr\u00e4ger<\/a> aus deiner Sicht in diesem Jahr? Es gibt mit Eva Danneberg und Boris Voelkel zwei Vertreter*innen des Mittelstands, dann Uwe Bergmann von Henkel, nat\u00fcrlich Ottmar Edenhofer vom Potsdam Institut und schlie\u00dflich Claudine Nierth als Demokratie-Akteurin \u2013 eine ganz bunte Mischung und in sich ja schon eine Story.<\/p>\n<h3>\u201eNur wenn wir gemeinsam vorgehen, werden wir Dinge systemisch ver\u00e4ndern.\u201c<\/h3>\n<p><strong>GH:<\/strong> Mein Eindruck ist, dass Macher*innen ausgezeichnet werden. Da sind nat\u00fcrlich auch Vordenker*innen dabei und Wissenschaftler*innen, das ist ganz klar, vor allem aber eben auch die, die tun und machen. Professor Ottmar Edenhofer ist eine Leuchtturmpers\u00f6nlichkeit, da er die solide wissenschaftliche Arbeit wunderbar verbindet mit einem unheimlichen Schaffensdrang \u2013 mit dem Drang, wissenschaftliche Erkenntnis nicht nur zu gewinnen und zu publizieren, sondern sie auch zu vermitteln. Mich freut, dass nicht nur Mittelst\u00e4ndler*innen ausgezeichnet werden, sondern dass auch Menschen aus Gro\u00dfunternehmen Anerkennung finden. Denn nur, wenn wir raus aus den Barrikaden kommen und gemeinsam vorgehen, werden wir Dinge systemisch ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p><strong>YZ:<\/strong> Jetzt hast du mit Ottmar Edenhofer schon den renommierten Klimawissenschaftler angesprochen. Wie kommt es, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse \u00fcber die Folgen der Erderw\u00e4rmung heute zwar so klar sind wie noch nie, es aber trotzdem vielen Unternehmen noch nicht gelingt, diese Erkenntnisse konsequent in Gesch\u00e4ftsmodelle und Gesch\u00e4ftspraxis zu \u00fcbersetzen? Was fehlt da deiner Ansicht nach?<\/p>\n<p><strong>GH:<\/strong> In der Frage stecken ganz unterschiedliche Elemente, die w\u00fcrde ich gerne differenziert und der Reihe nach beleuchten. Zuerst einmal: Ja, die wissenschaftliche Erkenntnis ist sehr, sehr klar. Die Erkenntnisse, die wir haben, machen uns klar, dass es sehr wichtig \u2013 und in gewisser Hinsicht auch clever \u2013 ist, unter 2 Grad zu bleiben. Die 1,5 Grad haben wir schon gerissen. Die Konsequenzen f\u00fcr Gesundheit, Infrastruktur, Biodiversit\u00e4t usw. sind bereits jetzt erheblich. Vom Potsdam Institut h\u00f6re ich immer wieder das gute Argument: Wir wissen einfach nicht alles, was passiert, wenn wir gewisse Grenzen \u00fcberschreiten. Deswegen \u201eclever\u201c.<br \/>\nAn dieser Stelle liegt mir eines am Herzen: Ich halte es f\u00fcr wenig hilfreich, Horrorszenarien zu zeichnen, die den Menschen Angst machen. Denn wenn Menschen Angst haben, verschlie\u00dfen sich viele. Entweder wollen sie dann gar nichts mehr wissen und handeln einfach so weiter wie bisher, oder wir kommen in angstgesteuerte Verteilungsdebatten. Ver\u00e4nderung und Innovation setzen immer Vertrauen voraus. Ich glaube, das ist eine Antwort auf deine Frage, warum in der Gesellschaft insgesamt das Thema noch nicht die gebotene Aufmerksamkeit erh\u00e4lt.<br \/>\nF\u00fcr Procter &amp; Gamble kann ich nur sagen: Wir haben seit vielen Jahren einen <a href=\"https:\/\/de.pg.com\/okologische-nachhaltigkeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">klaren Fahrplan<\/a>. Auch in anderen Unternehmen, soweit ich es sehen kann, ist sehr, sehr viel in der Umsetzung. Gesamtgesellschaftlich geht es um mehr als Umverteilungsfragen: Wir m\u00fcssen vielmehr in den Fokus r\u00fccken, was die Ziele, im Sinne konkreter Ergebnisse, sind, die wir gemeinsam erreichen wollen. Und dann dar\u00fcber sprechen, mit welchen Rahmenbedingungen und marktwirtschaftlichen Hebeln wir am besten dahin kommen. In den letzten 10\u201315 Jahren wurde sehr viel \u00fcber Regulierung probiert \u2013 teilweise sehr ideologisch und mit Detailregulierung, die ins Absurde geht. Heute sehen wir: Das ist nicht der Weg, der uns weiterhilft. Wir m\u00fcssen wissen, wo wir hinm\u00fcssen, und dann entsprechend in die n\u00e4chste Umsetzungsebene kommen. Klar ist: Zeit ist eine knappe Ressource.<\/p>\n<p><strong>YZ:<\/strong> Wie k\u00f6nnen wir das in ein marktwirtschaftliches Modell \u00fcberf\u00fchren, dass die 1,5 Grad wieder realistisch werden? Hast du dazu Ideen oder auch Forderungen an die Politik, was Unternehmen dabei unterst\u00fctzen w\u00fcrde, mit ihren Gesch\u00e4ftsmodellen 1,5 Grad tats\u00e4chlich zu erreichen?<\/p>\n<p><strong>GH:<\/strong> Ich w\u00fcrde nicht in den Fokus der Regulierung r\u00fccken, Gesch\u00e4ftsmodelle zu ver\u00e4ndern. Das ist Planwirtschaft, da str\u00e4ubt sich in mir alles dagegen. Aus meiner Sicht ist das eine echte Innovationsbremse.<\/p>\n<p><strong>YZ:<\/strong> Was w\u00fcrdest du denn ver\u00e4ndern?<\/p>\n<h3>\u201eWir brauchen mehr Innovation.\u201c<\/h3>\n<p><strong>GH:<\/strong> Ein ganz entscheidendes Thema ist, externalisierte Kosten zu internalisieren. Und zwar nicht so, dass wir unsere Wirtschaft hier noch st\u00e4rker belasten, das hilft niemandem. Was wir die letzten Jahre gemacht haben, lief bei vielen Themen in eine falsche Richtung, man muss es leider so klar sagen. Es hilft dem Planeten \u00fcberhaupt nicht, wenn Dinge verschoben werden. Wir m\u00fcssen auf technisch bessere L\u00f6sungen kommen; dazu brauchen wir mehr Innovation.<br \/>\nEin weiterer Faktor: Wir m\u00fcssen in den gro\u00dfen Bereichen schauen, wo wir t\u00e4tig werden \u2013 also z.B. Energie, Landwirtschaft, um mal zwei gro\u00dfe Bereiche zu nennen. Au\u00dferdem der Bereich rund um Zement, Bauen, Konstruktion usw.<br \/>\nFangen wir mal an mit Energie: Es ist wichtig, dass wir die ben\u00f6tigte Energie bereitstellen k\u00f6nnen \u2013 optimalerweise nat\u00fcrlich aus nachhaltigen Quellen. Wir brauchen viel Energie, weil Energie mit Wachstum korreliert. Und wir brauchen Wachstum, um alles zu finanzieren. Wir m\u00fcssen die Energieversorgung zudem verbreitern, weil alles, was wir in Zukunft ben\u00f6tigen, mehr Energie verbrauchen wird. Wichtig ist damit einhergehende Infrastrukturbereitstellung.<br \/>\nIm Bereich Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung m\u00fcssen wir die Chancen von Technologie nutzen, um zu besseren Ergebnissen zu kommen, die sowohl die Biodiversit\u00e4t als auch die Bed\u00fcrfnisse der Menschen respektieren. Mittels AI und Technologie wird es m\u00f6glich sein, D\u00fcnger und Pestizide ganz pr\u00e4zise aufzubringen. Die Wirkung w\u00e4re weniger Umweltbelastung und besserer Schutz. AI wird in vielen Bereichen hilfreich sein k\u00f6nnen. Aber ich bin kein Fantast und sage, weil das alles morgen super ist, m\u00fcssen wir heute nichts tun. Nein, heute k\u00f6nnen wir schon ganz viel tun. Und das Sch\u00f6ne ist \u2013 da kommt bei mir die Betriebswirtin raus \u2013 ganz viele Themen in der Nachhaltigkeit sind betriebswirtschaftlich \u00e4u\u00dferst sinnvoll, weil sie Produktivit\u00e4t steigern.<\/p>\n<p><strong>YZ:<\/strong> Ich finde, das hat jetzt sehr gut den Bogen geschlossen zu dem, wie du eingestiegen bist: nicht die Gesch\u00e4ftsmodelle \u00e4ndern, sondern das Wie. Wir brauchen mehr saubere Ressourcen. Das geht in Richtung dessen, was Michael Braungart immer sagt, dass wir nicht die Menschen \u00e4ndern sollten, sondern die Produkte. Wenn die konsequent \u201ecradle to cradle\u201c sind, k\u00f6nnen die Menschen konsumieren, wie sie wollen. Wenn alles dekonstruiert und wieder zusammengef\u00fcgt werden kann zu neuen Produkten, dann sind wir in einem ganz anderen Bewirtschaftungsmodell von Ressourcen. Das m\u00fcsste man weiterdenken.<\/p>\n<p><strong>GH:<\/strong> Absolut. Und das Ganze basiert auf Technologieoffenheit und Innovationsfreude. Ich w\u00fcrde die Unternehmen gerne noch viel mehr auf Innovation fokussieren und die Rahmenbedingungen so setzen, dass sie innerhalb der Rahmenbedingungen innovieren k\u00f6nnen, wie immer sie wollen. Nicht Innovation beschr\u00e4nken oder in verschiedene Richtungen dr\u00e4ngen \u2013 so geht die Natur doch auch nicht vor. Alle Versuche, von vorne herein festzuschreiben, wie was laufen soll, werden vom Prinzip her gar nicht funktionieren.<\/p>\n<p><strong>YZ: <\/strong>Ich komme noch mal zur\u00fcck zu der Frage, wie wir die kritische Bewegung auch innerhalb der Wirtschaft hinbekommen. Was glaubst du, was da am besten hilft? Sind es noch mehr Erz\u00e4hlungen \u00fcber Best Practices oder eher das Schaffen von R\u00e4umen zur gemeinsamen Entwicklung konkreter L\u00f6sungen?<\/p>\n<p><strong>GH:<\/strong> Echte Ver\u00e4nderung setzt Vertrauen voraus. Best Practices zeigen, was wir erreichen k\u00f6nnen. Dar\u00fcber m\u00fcssen wir sprechen, damit gute L\u00f6sungen adaptiert werden. Ich bringe mal ein Beispiel von Procter &amp; Gamble; es geht um Wasser. Wasser ist in Deutschland ein Thema, das wir viel zu wenig diskutieren. Wasser ist inh\u00e4rent, ja lokal, das muss ich dir nicht erz\u00e4hlen, Yvonne. Wir reden meist nur \u00fcber Wasser, wenn\u2019s knapp wird \u2013 dabei ist Wasserknappheit f\u00fcr Unternehmen ein riesiges Risiko. Deshalb haben wir vor Jahren alle Werke in wasserarmen Gebieten gepr\u00fcft und Wasseraktionspl\u00e4ne gefordert. Diese Woche haben wir unser Werk in Jijona, Spanien, ausgezeichnet: Es ist jetzt wasserpositiv! Das Team produziert dort Windeln f\u00fcr den spanischen Markt. Jijona ist ein sehr wasserarmes Gebiet. Also haben sie zusammen mit Natursch\u00fctzern analysiert, warum das Wasser fehlt. Dabei fanden sie heraus, dass dort invasive Gr\u00e4ser mehr Wasser verbrauchten als das ganze Werk. Also entfernten sie die Gr\u00e4ser, pflanzten heimische Str\u00e4ucher und B\u00e4ume \u2013 und jetzt geben wir mehr Trinkwasser zur\u00fcck, als wir f\u00fcr die Produktion brauchen. Das zeigt: Nachhaltigkeit f\u00e4ngt nicht erst im Werk an, sondern schon drumherum.<\/p>\n<h3>\u201eWir brauchen kluge Regulierung, aber auch Freir\u00e4ume.\u201c<\/h3>\n<p><strong>YZ:<\/strong> F\u00fchlt ihr euch bei Procter &amp; Gamble als Konsumg\u00fcterkonzern von der Politik gut unterst\u00fctzt in dem, was ihr tut, und wahrgenommen?<\/p>\n<p><strong>GH:<\/strong> Wir brauchen keine Unterst\u00fctzung f\u00fcr unser Gesch\u00e4ft, aber Planungssicherheit mit kluger Regulierung: klare Grenzen und Verbote, wo n\u00f6tig, und dazwischen Freir\u00e4ume. Problematisch wird es, wie gesagt, wenn L\u00f6sungen vorgeschrieben werden \u2013 denn Gesetzgebungsprozesse dauern lange. Bis ein Gesetz in Kraft tritt, sind Stand der Technik und Wissenschaft oft schon \u00fcberholt. Innovationen werden verhindert, und dagegen gibt es berechtigten Widerstand.<br \/>\nGleichzeitig profitieren wir alle von einem gro\u00dfen, einheitlichen europ\u00e4ischen Wirtschaftsraum. Das macht Europa interessant. Deshalb m\u00fcssen wir die EU und ihre Rahmenbedingungen wertsch\u00e4tzen. Aber wir d\u00fcrfen nicht in Durchregulierung verfallen, denn Planwirtschaft funktioniert nicht. F\u00fcr Innovation braucht es Fantasie, M\u00f6glichkeiten und Bildung. Mein Wunsch w\u00e4re mehr Fokus auf Bildung, von der fr\u00fchkindlichen F\u00f6rderung bis zu Schulen, Universit\u00e4ten und Ausbildungsberufen. Vertrauen wir den gut ausgebildeten Menschen \u2013 sie werden gute L\u00f6sungen finden.<\/p>\n<p><strong>YZ:<\/strong> Damit w\u00e4ren wir beim Thema Growth Mindset. Was glaubst du, wie man auch die Nachhaltigkeits-Community f\u00fcr ein Growth Mindset begeistern kann? Wie kommen wir dahin, dass Wachstum als etwas Positives empfunden wird?<\/p>\n<p><strong>GH:<\/strong> Offener Dialog und sich kennenlernen \u2013 das ist der Schl\u00fcssel. Ich sch\u00e4tze die Formate von BAUM sehr, auch wenn ich nicht immer dabei sein kann. Mir ist der Austausch unglaublich wichtig: Nur so verstehen wir die Standpunkte der anderen und k\u00f6nnen \u00fcber echte L\u00f6sungsr\u00e4ume reden.<br \/>\nF\u00fcr mich ist ein Growth Mindset entscheidend. Wir stecken oft in These und Antithese fest \u2013 die einen schreien, die anderen auch. Das bringt nichts. Wir m\u00fcssen vorw\u00e4rtsdenken, \u00fcber unsere gemeinsame Zukunft sprechen, ohne sie jemandem absprechen zu wollen. Aber wir brauchen keine neue Zukunftserz\u00e4hlung, die nur auf heutigem Wissen basiert. Wir m\u00fcssen uns fragen: Wie sieht eine gute Zukunft aus? Wir brauchen die Kraft, uns eine gute Zukunft vorzustellen \u2013 so wie im Gesch\u00e4ft: Wohin will ich? Dann \u00fcberlegen wir den Weg dorthin. Der Dialog mit jungen Menschen ist dabei entscheidend.<\/p>\n<p><strong>YZ:<\/strong> Ja, stimmt. Wenn du \u00fcberlegst, was in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren passieren muss, welche Rolle siehst du da f\u00fcr BAUM? Was m\u00fcssten wir an Wirkung idealerweise entfalten?<\/p>\n<h3>\u201eWenn Dinge gut funktionieren, werden sie nachgeahmt.\u201c<\/h3>\n<p><strong>GH:<\/strong> Ich will keiner Diskussion vorgreifen. Der Gedanke Dialogplattform ist aus meiner Sicht bedeutsam \u2013 und dabei alle Akteure einbeziehen und niemanden ausschlie\u00dfen. Das Zweite ist: neueste Erkenntnisse teilen. Zeit ist ein kritischer Faktor. Deswegen ist der Austausch von Wissen, Ergebnissen, Projekten unglaublich wichtig. Wenn da Dinge gut funktionieren, werden sie nachgeahmt. Das ist \u00fcberall so im Wirtschaftsleben, warum sollte es hier anders sein? Und das Dritte ist eine gr\u00f6\u00dfere Offenheit f\u00fcr und Freude an Innovation.<\/p>\n<p><strong>YZ:<\/strong> Titel der diesj\u00e4hrigen <a href=\"https:\/\/baumev.de\/baum-tagung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BAUM-Tagung<\/a> ist \u201eConfiance en Europe. Zuversicht in Europa\u201c. Was w\u00fcrdest du den Tagungsg\u00e4sten mitgeben? Welche Botschaften Richtung Br\u00fcssel sollen sie m\u00f6glicherweise erarbeiten?<\/p>\n<p><strong>GH:<\/strong> Wir m\u00fcssen uns trauen, gr\u00f6\u00dfere Umbr\u00fcche f\u00fcr einen gemeinsam Aufbruch vorzunehmen, gerade in der Regulierung. Europa ist ein wunderbarer, gro\u00dfer Wirtschaftsraum. Den greifbar f\u00fcr alle zu machen, ist essenziell, um Skaleneffekte bei Innovationen zu realisieren. Damit das funktioniert, m\u00fcssen wir uns trauen, mit einem positiven Menschen- und Unternehmensbild in das Unterholz von Regulierung hineinzugehen.<\/p>\n<p><strong>YZ:<\/strong> Das hei\u00dft in der Essenz: Wie machen wir den Wirtschaftsraum f\u00fcr alle greifbar? Wie erreichen wir Skaleneffekte und gehen mit einem positiven Menschenbild auf alle zu, die uns begegnen?<\/p>\n<p><strong>GH:<\/strong> Richtig. Der gro\u00dfe europ\u00e4ische Wirtschaftsraum bietet gro\u00dfe Chancen; er bringt uns Skalierungsm\u00f6glichkeiten, schafft Platz und Atem f\u00fcr uns und neue Wachstumsbereiche.<\/p>\n<p><strong>YZ:<\/strong> Woran w\u00fcrdest du denn festmachen wollen in f\u00fcnf Jahren, dass Europa und wir mit unseren Unternehmen, aber auch als Gesellschaft, dass wir auf dem richtigen Weg sind?<\/p>\n<p><strong>GH:<\/strong> An Wirtschaftswachstum bei gleichzeitiger Reduktion von CO\u2082-Emissionen und besseren Biodiversit\u00e4tskennzahlen.<\/p>\n<p><strong>YZ:<\/strong> Was macht dir pers\u00f6nlich Zuversicht?<\/p>\n<p><strong>GH:<\/strong> Die Menschen, die ich treffe.<\/p>\n<p><strong>YZ:<\/strong> Dann freue ich mich wirklich darauf, dass du zur BAUM-Tagung kommst. Die Community ist echt super. In den letzten Jahren wurde mir hinterher vielfach gespiegelt \u2013 von Gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden aus Mitgliedsunternehmen und anderen \u2013, dass sie energiegeladen wieder gegangen sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die BAUM-Vorsitzende Yvonne Zwick sprach mit Gabriele H\u00e4ssig, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Kommunikation und Nachhaltigkeit DACH bei Procter &#038; Gamble und Mitglied der Jury des BAUM | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreises, \u00fcber die Wirkung von Best Practices und ein Growth Mindset in der Nachhaltigkeits-Community.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":21914,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-21912","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.2 - 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