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	<title>Biodiversität &amp; Ökosysteme Archive - BAUM e.V.</title>
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	<description>BAUM e.V. – Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften</description>
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	<title>Biodiversität &amp; Ökosysteme Archive - BAUM e.V.</title>
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	<item>
		<title>Biodiversität im Agrarbanking: Herausforderungen und Chancen der ESG-Risiken</title>
		<link>https://baumev.de/biodiversitaet-im-agrarbanking-herausforderungen-und-chancen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katrin Wippich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 06:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biodiversität & Ökosysteme]]></category>
		<category><![CDATA[Einblicke & Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Sustainable Finance & Berichterstattung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Bedeutung von Biodiversität rückt im Agrarbanking stärker in den Fokus. Eine aktuelle Marktstudie von der Landwirtschaftlichen Rentenbank und Capgemini Invent beleuchtet, wie Biodiversität bislang im Kreditgeschäft berücksichtigt wird und wo die größten Herausforderungen liegen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/biodiversitaet-im-agrarbanking-herausforderungen-und-chancen/">Biodiversität im Agrarbanking: Herausforderungen und Chancen der ESG-Risiken</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bedeutung von Biodiversität rückt im Agrarbanking stärker in den Fokus. Eine aktuelle Marktstudie von der Landwirtschaftlichen Rentenbank und Capgemini Invent beleuchtet, wie Biodiversität bislang im Kreditgeschäft berücksichtigt wird und wo die größten Herausforderungen liegen.</p>
<p>Befragt wurden für die <a href="https://publikationen.rentenbank.de/biodiversitaet/" target="_blank" rel="noopener">Studie</a> 24 Finanzinstitute unterschiedlicher Größe. Interviews mit Banken, Bankverbänden, Forschungsinstituten und Akteur:innen aus der Landwirtschaft geben zusätzliche Einblicke in die aktuellen Praktiken und unterschiedlichen Auffassungen zu ESG-Risiken.</p>
<h3>Banken und Landwirtschaft: unterschiedliche Sichtweise auf Risiken</h3>
<p>Die Studie zeigt, dass Banken das Thema Biodiversität vor allem aus der Perspektive der Risiko-Regulatorik beleuchten. Relevant ist dafür die Betrachtung der sogenannten Biodiversitäts- oder auch naturbezogenen Risiken. Im Vergleich zu Klimarisiken sind diese jedoch deutlich komplexer: Sie wirken regional und lassen sich nicht in einheitliche Bewertungsmodelle integrieren, u.a. weil eine eindeutige Metrik – wie z.B. ein CO₂-Äquivalent – fehlt.</p>
<p>Interessant ist, dass Banken physische Risiken – wie Bodendegradierung oder den Rückgang von Insekten zur Bestäubung der Pflanzen – als besonders relevant einstufen. Die Landwirtschaft hingegen sieht transitorische Risiken, also solche, die durch Marktverschiebungen oder politische Veränderungen im Sektor entstehen, als gravierender an. Diese Diskrepanz zeigt die unterschiedlichen Perspektiven zum unternehmerischen Risiko in einem Betrieb sehr deutlich. Die bedeutendsten physischen Risiken der Landwirtschaft waren für alle Befragten allerdings eindeutig: Bodendegradierung und Erosion, geringere Wasserqualität und -verfügbarkeit sowie der Rückgang von Bestäubern.</p>
<h3>Erfassung durch Banken</h3>
<p>Zwei Drittel der Banken erwarten, dass Biodiversität in den kommenden fünf Jahren eine mittlere bis hohe Relevanz für die Bonität der Agrarkund:innen haben wird. Trotzdem preisen über 90 Prozent naturbezogene Risiken bislang nicht in ihre Kreditkonditionen ein. Lediglich eines der befragtenInstitute gab an, mit Honorierungen positive Anreize zu setzen. Die Studie macht deutlich, wo die Schwierigkeiten liegen:</p>
<ol>
<li>Biodiversität unterliegt natürlichen Schwankungen und Wechselwirkungen. Schwankungen von Ernteerträgen sind nur in seltenen Fällen auf eine einzige Ursache zurückzuführen. Sie sind das Ergebnis verschiedener Wechselwirkungen im gesamten Ökosystem und von Jahr zu Jahr zu beobachten. Daher ist es schwer, die Auswirkungen des Biodiversitätsverlustes treffsicher zu benennen.</li>
<li>Es fehlt eine einheitliche Metrik. Über 75 Prozent der Befragten nennen den hohen Erhebungsaufwand und fehlende Daten als Hindernisse für die Integration naturbezogener Risiken in Kreditprozesse. Banken müssten je nach finanziertem Sektor unterschiedliche Kennzahlen abfragen.</li>
<li>Biodiversität ist lokal. Die standort- und kundenspezifischen Unterschiede sind enorm. Viele Banken berichten von größten Herausforderungen bei dem Versuch, ihren Kund:innen gegenüber fair in der Bewertung zu sein.</li>
</ol>
<h3>Lösungsansätze und Best-Practice-Beispiele</h3>
<p>Im Finanzsektor gibt es bereits einige Ansätze, um Biodiversitätsrisiken besser zu erfassen: Online-Tools wie ENCORE (Exploring Natural Capital Opportunities, Risks and Exposure) oder der WWF Risk Filter können helfen, Abhängigkeiten von der Natur zu erkennen; sie werden von einem Drittel der Banken genutzt. Die Tools geben einen Wert aus, wie stark ein Portfolio von Ökosystemleistungen abhängt. Je nach finanzierter Wirtschaftstätigkeit fallen diese Abhängigkeiten sehr unterschiedlich aus, weil sie auf verschiedene Ressourcen zurückgreifen. Da unterschiedliche Standorte nicht ausreichend berücksichtigt werden, sind die Ergebnisse auch noch zu allgemein. Viele Banken wünschen sich deshalb, die lokalen Gegebenheiten ihrer Kreditnehmenden besser einbeziehen zu können. Dazu müssen allerdings Daten auf Einzelkundenbasis erhoben und analysiert werden. Trotzdem ist der Einbezug solcher Tools in das ESG-Scoring für viele Banken der Beginn, naturbezogene Risiken zu berücksichtigen. Fortgeschrittene Institute nutzen zusätzlich Geodaten und geprüften Zertifizierungen der Kund:innen.</p>
<p>Die Rentenbank und Capgemini Invent haben gemeinsam mit den Interviewten eine Maßnahmenliste erstellt, die zeigt, wie Banken landwirtschaftliche Betriebe bei der Absicherung und langfristigen Risikominderung unterstützen können. Die Liste soll eine erste Orientierung im Agrarkundengeschäft bieten, welche Maßnahmen Wirkung zeigen, auch wenn diese an den jeweiligen Standort angepasst werden müssen.</p>
<h3>Wie es weitergeht</h3>
<p>Die Agrarwirtschaft ist einer der wenigen Sektoren, die zu mehr biologischer Vielfalt beitragen können. Regenerative Maßnahmen wie Humusaufbau und biodiversitätsfördernde Praktiken können zudem langfristig Erträge sichern und die Widerstandsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe stärken. Banken spielen dabei eine wichtige Rolle, indem sie flexible Finanzierungslösungen und Investitionen in innovative Technologien ermöglichen. Die Rentenbank unterstützt Maßnahmen zur langfristigen Mitigation naturbezogener Risiken mit gezielten Förderprogrammen.</p>
<p>Neben klassischen Kreditprodukten bieten sich auch Venture- Capital-Investments, die Förderung von Initiativen und Forschungsprojekten als Wege an, um Biodiversität in der Landwirtschaft nachhaltig zu stärken. Abschließend ist zu betonen: Damit Investitionen und Maßnahmen wirklich Wirkung entfalten, ist ein enger Austausch zwischen Banken, landwirtschaftlichen Betrieben und Fachleuten unerlässlich. Die verschiedenen Interviews mit den beteiligten Parteien haben gezeigt, dass die Kommunikation untereinander ein essenzieller Baustein für die gesamtgesellschaftliche Aufgabe – den Erhalt der Natur – ist.</p>
<hr />
<p>Dies ist ein Beitrag aus <a href="https://baumev.de/baum-ev/baum-insights/">BAUM Insights</a> 2/2026.</p>
<p><strong>Sophia Stammler</strong> ist bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank, der Förderbank des Bundes für den Agrarsektor und die ländlichen Räume, im Nachhaltigkeitsmanagement tätig. Dort ist die Agrarwissenschaftlerin zuständig für die fachliche Einordnung der Bedeutung der ESG-Regulatorik für die Kreditvergabe in der Landwirtschaft. Sie steht in engem Austausch sowohl mit den landwirtschaftlichen Endkreditnehmenden als auch mit den Hausbanken, über die die Förderkredite vergeben werden.</p>
<p><strong>Marco Meyer</strong> verantwortet bei Capgemini Invent das Thema Nachhaltigkeit im Finanzsektor. Mit über zehn Jahren Erfahrung in der Finanzdienstleistungsbranche hat der Volkswirt erfolgreich zahlreiche Projekte in den Bereichen globale Transformation sowie Implementierung ganzheitlicher End-to-End-Prozesse und Datenstrategien geleitet. Dank zahlreicher Projekte zunächst bei PwC, dann bei Capgemini Invent verfügt er über umfassende Expertise in der Konzeption, Entwicklung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsinitiativen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/biodiversitaet-im-agrarbanking-herausforderungen-und-chancen/">Biodiversität im Agrarbanking: Herausforderungen und Chancen der ESG-Risiken</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nature Materiality Gap Analyse: Strategische Resilienz an ökologischen Kipppunkten</title>
		<link>https://baumev.de/strategische-resilienz-an-oekologischen-kipppunkten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katrin Wippich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 09:21:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biodiversität & Ökosysteme]]></category>
		<category><![CDATA[Einblicke & Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Sustainable Finance & Berichterstattung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In einer Welt, in der planetare Belastungsgrenzen keine theoretischen Konstrukte mehr sind, entscheidet die Fähigkeit zur Identifikation und Steuerung ortsgebundener ökologischer Kipppunkte über die langfristige ökonomische Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/strategische-resilienz-an-oekologischen-kipppunkten/">Nature Materiality Gap Analyse: Strategische Resilienz an ökologischen Kipppunkten</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In einer Welt, in der planetare Belastungsgrenzen keine theoretischen Konstrukte mehr sind, entscheidet die Fähigkeit zur Identifikation und Steuerung ortsgebundener ökologischer Kipppunkte über die langfristige ökonomische Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.</p>
<p>Die bisherige Praxis der Wesentlichkeitsanalyse leidet unter systemischen Konstruktionsfehlern, die im Kontext von Naturrisiken besonders schwer wiegen. Ein zentraler Makel liegt in der Erhebungsmethodik: In vielen Unternehmen werden subjektive Einschätzungen von Stakeholdern in scheinbar exakte Scores übersetzt. Diese heuristische Vorgehensweise mag bei vielen rein sozialen Themen angemessen sein, bei denen sich Sachverhalte oft nur subjektiv erschließen. Bei naturbezogenen Themen ist sie jedoch meist inadäquat, da sich hier die Möglichkeit bietet – und die Notwendigkeit besteht –, auf Basis naturwissenschaftlicher Daten zu operieren.</p>
<p>Erschwerend kommt hinzu, dass in herkömmlichen Analysen soziale Aspekte oft gleichberechtigt neben ökologischen Klumpenrisiken stehen. Während erstere Merkmale moderner Unternehmensführung sind, besitzen sie selten das Potenzial, ein Geschäftsmodell fundamental zu erschüttern. Es sind hingegen fast immer naturbezogene Aspekte, die eine so hohe materielle Relevanz besitzen, dass sie die operative Kontinuität bedrohen können. Das Problem: Die üblichen Rahmenwerke verbleiben oft an der Oberfläche, da sie über starre Datenpunkte nicht das messen, was für eine Risikoaussage notwendig wäre.</p>
<h3>Pareto-Prinzip: Fokus auf ökonomische Wesentlichkeit</h3>
<p>In der betrieblichen Auseinandersetzung mit Naturkapital existiert eine Vielzahl von Ansätzen, die von vegetarischen Angeboten in der Betriebskantine bis zur ökologischen Aufwertung von Freiflächen reichen. Diese Initiativen leisten einen wichtigen Beitrag zur internen Bewusstseinsbildung, zur Unternehmenskultur und zur Stärkung der Ökosysteme vor Ort; sie sollten keinesfalls diskreditiert werden. Dennoch lehrt uns die systemische Betrachtung naturbezogener Abhängigkeiten, dass der Fokus im Risikomanagement zwingend auf der ökonomischen Wesentlichkeit liegen muss.</p>
<p>Hier greift das Pareto-Prinzip: Ein kleiner Prozentsatz an Sektoren, Standorten und Dienstleistungen ist für den überwiegenden Teil der globalen naturbasierten Risiken verantwortlich. Für ein effektives Management ist es daher sinnvoll, den strategischen Einstieg genau bei jenen Teilen der Wertschöpfungskette zu beginnen, deren Abhängigkeit am größten ist. Die 80/20-Logik lässt sich innerhalb eines Unternehmens noch weiter verfeinern. Von den Dutzenden potenzieller Ökosystemdienstleistungen sind meist nur etwa 20 Prozent für 80 Prozent der operativen Stabilität verantwortlich. Diese sogenannten „Kill-Faktoren“ zu identifizieren, ist die zentrale Aufgabe einer modernen Wesentlichkeitsanalyse. Werden diese kritischen Natur-Assets nicht gemanagt, ist der Schutz der restlichen 80 Prozent ökonomisch betrachtet oft irrelevant. Es geht darum, das Rückgrat der Wertschöpfung zu sichern, anstatt sich im „Long Tail“ symbolischer Maßnahmen zu verlieren.</p>
<h3>Die methodische Brücke: Von der Ökologie zur Bilanz</h3>
<p>Die Sustainserv Nature Materiality Gap Analysis schließt die Lücke zwischen ökologischer Degradation und finanzieller Bewertung durch ein strukturiertes Vorgehen, das Naturrisiken in betriebswirtschaftlich steuerbare Größen übersetzt. Dieser Prozess vollzieht sich in drei wesentlichen Dimensionen:</p>
<ol>
<li><strong> Physische Abhängigkeit:</strong> Hier wird im Kern geprüft, ob ein Unternehmen durch seine Aktivitäten genau jene Ressourcen und Ökosystemdienstleistungen gefährdet, von denen es selbst abhängt. Es geht um die Ermittlung der Kritikalität bestimmter Naturkomponenten für die Bruttowertschöpfung und die Bewertung der Substituierbarkeit dieser Leistungen.</li>
<li><strong> Soziale Lizenz:</strong> In einer Welt der Echtzeit-Informationsübertragung können gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen schnell die gesamte Wertschöpfungskette erschüttern. Die „Social License to Operate“ und die Wertschöpfung unter strengeren ökologischen Bedingungen sind hierbei essenziell als strategischer Hebel für Marktchancen.</li>
<li><strong> Ökonomische Bewertung:</strong> Schließlich müssen Naturrisiken in die Sprache des Finanzmarktes übersetzt werden. Dies umfasst die Identifikation langfristiger Haftungsansprüche und naturbezogener „Bottlenecks“ der wirtschaftlichen Aktivitäten sowie die Anpassung von Kennzahlen in der Unternehmensbewertung, sobald ökologische Kipppunkte erreicht werden.</li>
</ol>
<p>Ein entscheidender methodischer Kniff ist das Prinzip des „Reverse Stress Testing“. Anstatt mit komplexen biologischen Modellen die gesamte Natur abzubilden, startet man beim finanziellen Schmerzpunkt des Unternehmens. Man identifiziert den Punkt, an dem das Geschäftsmodell – etwa durch massiven Ertragsverlust – kollabiert, und prüft erst im zweiten Schritt die ökologische Wahrscheinlichkeit, dass die dafür kritische Ressource ihren spezifischen Kipppunkt erreicht. So wird Naturkapital nicht als moralisches, sondern als finanzielles Asset-Management begriffen.</p>
<h3>2026: Der Übergang zur finanziellen Realität</h3>
<p>Das Jahr 2026 markiert den Übergang von teils vagen Nachhaltigkeits- Ambitionen hin zur finanziellen Realität. Die Konvergenz globaler Standards macht naturbezogene Risiken zu einem Kernbestandteil der Finanzberichterstattung. Das International <a href="https://www.ifrs.org/groups/international-sustainability-standards-board/" target="_blank" rel="noopener">Sustainability Standards Board</a> (ISSB) integriert das Framework der <a href="https://baumev.de/sustainable-finance/deutsche-tnfd-consultation-group/" target="_blank" rel="noopener">Taskforce on Nature-related Financial Disclosures</a> (TNFD) in seine Standards, was Naturrisiken weltweit als finanzielle Kernrisiken etabliert.</p>
<p>Gleichzeitig liefern vorausschauende Indikatoren Daten über die Änderungsrate und Widerstandskraft ökologischer Systeme in Echtzeit. Nachhaltigkeit wird dadurch zur „Engine of Competitiveness“ und zu einer zentralen Design-Logik für resiliente Geschäftsmodelle. Unternehmen, die den „Nature Materiality Gap“ heute erkennen und schließen, transformieren ökologische Abhängigkeiten in strategische Wettbewerbsvorteile. Der Benchmark hat sich verschoben: Von der bloßen Beschreibung von potenziellen und realen Auswirkungen hin zur glaubwürdigen Einbettung von Szenario- Analysen in Kapitalallokations-Entscheidungen. In diesem neuen Paradigma ist Naturrisikomanagement kein „Nice-to-have“ mehr, sondern eine fundamentale Voraussetzung für die strategische Integrität und den langfristigen Erhalt des Unternehmenswertes.</p>
<hr />
<p>Dies ist ein Beitrag aus <a href="https://baumev.de/baum-ev/baum-insights/">BAUM Insights</a> 2/2026.</p>
<p><strong>Dr. Ralf Frank</strong> ist Managing Partner bei Sustainerv in Frankfurt am Main und Professor an der GISMA in Potsdam. Er ist zudem Mitglied des Gesamtvorstands von BAUM e.V. Im Dezember 2024 gründete Ralf Frank die TNFD Usability Group Deutschland. Ralf Frank war 18 Jahre Geschäftsführer der DVFA und Experte für Sustainable Finance.</p>
<p><strong>Dr. Marvin Höge</strong> ist Senior Consultant bei Sustainserv in Zürich und Experte für Naturund Klimarisiken. Er ist aktiv in der TNFD Usability Group Deutschland und in der Schweizer Nature Exchange Group. Vor seiner Tätigkeit in der Unternehmensberatung war er Wissenschaftler am Wasserforschungsinstitut im ETH-Berich (Eawag) des Schweizer Bundes.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/strategische-resilienz-an-oekologischen-kipppunkten/">Nature Materiality Gap Analyse: Strategische Resilienz an ökologischen Kipppunkten</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Warum Net Zero allein nicht reicht</title>
		<link>https://baumev.de/warum-net-zero-allein-nicht-reicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katrin Wippich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Mar 2026 07:44:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biodiversität & Ökosysteme]]></category>
		<category><![CDATA[Einblicke & Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Sustainable Finance & Berichterstattung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Net Zero stoppt im besten Fall den weiteren Schaden – aber es stellt die ursprüngliche Funktionsfähigkeit von Böden, Gewässern oder Artenverbünden nicht wieder her. Genau das aber brauchen viele Branchen, um langfristig planen zu können.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/warum-net-zero-allein-nicht-reicht/">Warum Net Zero allein nicht reicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Net Zero stoppt im besten Fall den weiteren Schaden – aber es stellt die ursprüngliche Funktionsfähigkeit von Böden, Gewässern oder Artenverbünden nicht wieder her. Genau das aber brauchen viele Branchen, um langfristig planen zu können.</p>
<p>Zwischen Unternehmen und Natur gibt es eine unbequeme Wahrheit, die wir lange übersehen haben: Wenn es gut läuft, retten wir vielleicht das Klima, verlieren aber trotzdem die Lebensgrundlage. In vielen Organisationen begegnet uns heute ein ausgeprägter „Carbon-Tunnelblick“. Er blendet aus, was das Konzept der Planetaren Belastungsgrenzen seit Jahren zeigt: Umweltkrisen sind systemisch, nicht eindimensional. Net Zero ist wichtig, keine Frage – aber es ist längst nicht genug.</p>
<h3>Vom Schützen zum Regenerieren</h3>
<p>Klimaschutz und Artenschutz werden oft synonym behandelt, dabei könnten sie in manchen Fällen unterschiedlicher kaum sein. Eine Monokultur bindet CO₂, zerstört aber zugleich Lebensräume. Eine Solaranlage spart Treibhausgase, kann aber bei falscher Planung wertvolle Biotope beeinträchtigen. Das zeigt: Wir lösen das Klimaproblem nicht, wenn wir gleichzeitig die Biosphäre aus dem Gleichgewicht bringen.</p>
<p>Deshalb etabliert sich international ein neuer Begriff: nature positive – umweltpositiv. Es geht um einen Paradigmenwechsel: nicht mehr nur Schäden begrenzen, sondern aktiv zum Aufbau intakter Ökosysteme beitragen. Ein umweltpositiver Ansatz bedeutet daher nicht mehr Aufwand, sondern bessere Zukunfts- und Investitionssicherheit.</p>
<p><a href="https://baumev.de/biodiversitaet-oekosysteme/" target="_blank" rel="noopener">Ökosysteme sind Wirtschaftsfaktoren</a> – nicht nur Kulisse Die globale Wirtschaft ist – bildlich gesprochen – eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Natur. Ohne funktionierende Ökosystemleistungen gibt es kein Produkt, keine Lieferkette, keinen Markt. Das wird an vielen Stellen inzwischen greifbar: In der Landwirtschaft beispielsweise sind Ernteausfälle durch den Verlust bestäubender Insekten längst kein theoretisches Szenario mehr, sondern ein wachsendes Kostenrisiko. In anderen Branchen geraten Produktionsstandorte unter Druck, weil regionale Wasserressourcen übernutzt oder verschmutzt sind – mit direkten Folgen für Mengen, Qualität und Planbarkeit der Rohstoffe.</p>
<p>Zugleich steigt der Druck entlang der Wertschöpfungskette: Geschäftspartner:innen und Kund:innen erwarten nachweislich transparente und verantwortungsvolle Lieferketten. Wer hier keine belastbaren Antworten hat, verliert Marktzugang oder Reputation.</p>
<h3>Wenn Biodiversität kippt, kippen Geschäftsmodelle</h3>
<p>Wir erleben es immer wieder in Sektoren, die stark von natürlichen Ressourcen abhängig sind: Wenn Artenvielfalt und Ökosysteme unter Druck geraten, reißt die Planbarkeit in der Lieferkette ab. Die Realität zeigt jedoch auch, dass viele Unternehmen erst dann reagieren, wenn die ersten Engpässe auftreten – und damit zu spät.</p>
<p>Diese Zusammenhänge spiegeln genau die Logik der doppelten Wesentlichkeit wider: Unternehmen müssen sowohl ihre Abhängigkeit von der Natur (Outside-In) als auch ihre Auswirkungen auf Ökosysteme (Inside-Out) verstehen. Wer Biodiversität systematisch berücksichtigt, schafft sich also strategische Vorteile: stabilere Lieferketten, resilientere Geschäftsmodelle und belastbarere Investitionsentscheidungen. Biodiversitätsmanagement ist damit nicht nur Teil des Risikomanagements, sondern längst auch ein Wettbewerbsfaktor und eine Zukunftsinvestition. Unternehmen, die diese Dimension ausblenden, gefährden ihre eigene wirtschaftliche Stabilität.</p>
<h3>Die Rolle der Finanzinstitute: Ein Hebel mit Systemwirkung</h3>
<p>Auch Finanzinstitute nehmen diese Risiken stärker in den Blick – nicht aus moralischen Gründen, sondern aus Sorgfaltspflicht. Wenn ein Unternehmen seine natürlichen Ressourcen zerstört, steigert das langfristig sein Ausfallrisiko. Daher fragen immer mehr Banken:</p>
<ul>
<li>Welche naturbezogenen Risiken bestehen entlang der Wertschöpfungskette?</li>
<li>Wie abhängig ist das Geschäftsmodell von intakten Ökosystemen?</li>
<li>Werden Risiken gemanagt oder verdrängt?</li>
</ul>
<p>Die Entwicklung internationaler Rahmenwerke wie der <a href="https://baumev.de/sustainable-finance/deutsche-tnfd-consultation-group/" target="_blank" rel="noopener">Taskforce on Nature-related Financial Disclosures</a> (TNFD) verstärkt diese Erwartung noch einmal. Unternehmen, die hier schlecht aufgestellt sind, werden künftig schwerer oder teurer Kapital bekommen. Hinzu kommt: Mit der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung CSRD und speziell dem Standard ESRS E4 (Biodiversität) sind Unternehmen 2026 ohnehin verpflichtet, Biodiversitätsrisiken systematisch zu analysieren und offenzulegen.</p>
<h3>Wie die Biodiversität in die Bilanz kommt</h3>
<p>In der Kreditvergabe prüfen wir bei der UmweltBank deshalb nicht nur CO₂-Einsparpotenziale, sondern systematisch auch Auswirkungen auf Biodiversität, Flächenverbrauch und ökologische Qualität der Vorhaben. Das gilt besonders bei Photovoltaikprojekten, die wir regelmäßig finanzieren.</p>
<p>So wurde beim <a href="https://www.umweltbank.de/firmen/projekte-finanzieren/photovoltaik/solarpark-bundorf/" target="_blank" rel="noopener">Bürgersolarpark Bundorf</a> die Gestaltung der Modulfelder bewusst mit Blick auf Arten- und Lebensraumschutz geplant. Blühflächen, Rückzugsräume für Insekten und eine extensive Bewirtschaftung sorgen dafür, dass Energieproduktion und Biodiversitätsaufwertung zusammenfallen können. Auch beim PV-Projekt in Dippoldiswalde stand neben der Energieerzeugung die ökologische Gestaltung der Fläche im Fokus, etwa durch angepasste Mahd-Rhythmen und strukturreiche Ausgleichsflächen. Wir sehen in der Praxis: Geschäftsmodelle, die Natur respektieren und im Bestfall sogar umweltpositiv sind, sind langfristig stabiler – und damit finanzierbarer.</p>
<h3>Umweltpositiv ist der nächste logische Schritt</h3>
<p>Biodiversität ist komplexer zu messen als CO₂. Zudem gibt es keine perfekte Datenlage. Aber das darf in dieser Transformationsphase keine Ausrede sein. Wer wartet, bis jede Kennzahl definiert ist, wartet zu lange.</p>
<p>Wir wissen aus unserem eigenen Transformationsprozess bei der UmweltBank: Der Einstieg ist nicht immer leicht, aber die ersten Schritte sind meist überraschend klar. Wer beginnt, die eigene Wertschöpfungskette durch die „Naturbrille“ zu betrachten, erkennt schnell, wo Risiken liegen – und wo Chancen. In vielen Fällen sind es genau diese Erkenntnisse, die Projekte und Partnerschaften entstehen lassen, die zuvor gar nicht sichtbar waren.</p>
<p>Aus Erkenntnissen Handlungsschritte machen – hier beginnt der praktische Teil, den jedes Unternehmen heute angehen kann.</p>
<ol>
<li>Lieferketten verstehen: Wo kommen die zentralen Rohstoffe her – und in welchem Zustand sind die zugehörigen Ökosysteme?</li>
<li>Hotspots identifizieren: dort arbeiten, wo der Hebel am größten ist.</li>
<li>Regenerative Maßnahmen fördern: vom Reduzieren ins Regenerieren kommen.</li>
</ol>
<p>Net Zero ist die Pflicht. Umweltpositiv ist die Zukunft.</p>
<hr />
<p>Dies ist ein Beitrag aus <a href="https://baumev.de/baum-ev/baum-insights/">BAUM Insights</a> 2/2026.</p>
<p><strong>Erik Mundinger</strong> leitet das Nachhaltigkeitsmanagement der UmweltBank AG in Nürnberg und verantwortet die strategische Steuerung, Koordination und Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsaktivitäten der Bank. Ziel seiner Arbeit ist es, ökologische Wirkung transparent, wirksam und messbar in allen Geschäftsbereichen zu verankern.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/warum-net-zero-allein-nicht-reicht/">Warum Net Zero allein nicht reicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Handfeste Chancen machen Biodiversität zum wesentlichen Thema“</title>
		<link>https://baumev.de/handfeste-chancen-machen-biodiversitaet-zum-wesentlichen-thema/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katrin Wippich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 15:33:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biodiversität & Ökosysteme]]></category>
		<category><![CDATA[Einblicke & Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Sustainable Finance & Berichterstattung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baumev.de/?p=17770</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dr. Stefanie Eichiner, BAUM-Preisträgerin 2025, engagiert sich für das Mainstreaming des Themas Biodiversität im Schulterschluss von Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Wir haben sie gefragt, wie Biodiversität zur Zukunftsinvestition wird.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/handfeste-chancen-machen-biodiversitaet-zum-wesentlichen-thema/">„Handfeste Chancen machen Biodiversität zum wesentlichen Thema“</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Stefanie Eichiner, <a href="https://baumev.de/baum-preis/" target="_blank" rel="noopener">BAUM-Preisträgerin</a> 2025, engagiert sich für das Mainstreaming des Themas Biodiversität im Schulterschluss von Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Wir haben sie gefragt, wie Biodiversität zur Zukunftsinvestition wird.</p>
<h3>Frau Dr. Eichiner, warum sollten sich Unternehmen mit Biodiversität beschäftigen?</h3>
<p>Zahlreiche Unternehmen sind von der Natur abhängig – insbesondere von der Leistungsfähigkeit von Ökosystemen. Für mich ist Biodiversität deshalb keine zusätzliche Berichtspflicht, sondern eine Zukunftsinvestition in Versorgungssicherheit, Reputation und Wettbewerbsfähigkeit. Zwar fordert die CSRD zunehmend Offenlegung, doch der stärkste Impuls kommt aus der Finanzwelt: Banken, Versicherer und Investoren fragen heute konkrete, naturbezogene Kennzahlen ab – teils in umfangreichen Fragebögen, die Klima und Biodiversität gleichermaßen adressieren. Wenn ein Unternehmen wie z.B. Pfleiderer auf den Rohstoff Holz angewiesen ist, dann zeigt die doppelte Wesentlichkeitsanalyse ganz klar: Biodiversität ist materiell. Gesunde Ökosysteme sind die Grundlage unseres Geschäftsmodells. Regionale, zertifizierte Lieferketten senken Kosten und mindern Reputationsrisiken und erhöhen die Resilienz. Es sind diese handfesten Chancen, die Biodiversität zu einem wesentlichen Thema machen, nicht, wie oft vermutet, versteckte Risiken. Holz ist für Pfleiderer der wichtigste Rohstoff; rund 90 Prozent beziehen wir aus Deutschland. Davon waren im Jahr 2025 57 Prozent Recyclingholz, der Rest zu etwa gleichen Teilen Sägereste und Durchforstungsholz aus Wäldern.</p>
<h3>Wie reagiert die Kundschaft auf das Thema?</h3>
<p>Die Mehrheit der Kundschaft hat den Fokus ausschließlich auf produktbezogenen Merkmalen, also etwa Zertifizierung nach FSC oder PEFC oder der Anteil von Recyclingholz – alle natürlich mit klarem Bezug zur Natur. Bestimmte Märke gehen jedoch bereits sehr tief. Kundschaft aus Benelux und Frankreich kommt z.B. auch mit externen Biodiversitätsexpertinnen und -experten ins Haus. Hier bieten wir unsere konkreten Ansätze bei Kreislaufwirtschaft, Forstzertifizierung und unser Netzwerk zu Wirtschaft und Biodiversität. So überführen wir Fachfragen in lösungsorientierte Angebote: Platten mit hohem Recyclinganteil, innovativen biobasierten Rohstoffen oder auch Zertifizierung wie „Cradle to Cradle“. Wichtig für das Gespräch mit der Kundschaft ist, dass Vertrieb und Kundendienst geschult sind und wissen: Was bedeutet Biodiversität? Wie berührt sie unser Geschäft? Welche Fragen stellen progressive Kundschaften? So können Unternehmen Kompetenz entlang der Wertschöpfungskette aufbauen.</p>
<h3>Welche Rolle spielen Berichterstattung und Rahmenwerke?</h3>
<p>Für Investoren zählt ein nachvollziehbarer Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen. Gute Nachhaltigkeitsratings und umfassende Transparenz in der Berichterstattung zahlen sich da aus. Sie senken den Aufwand für externe Prüfungen. Im Ergebnis verschiebt sich der Dialog von der Beantwortung einzelner Anfragen hin zur systematischen Offenlegung.</p>
<p>Ich empfehle, Rahmenwerke pragmatisch zu nutzen. Bei Pfleiderer dient die CSRD als Gerüst; aus TNFD und Science Based Targets for Nature übernehmen wir, was über die CSRD hinaus sinnvoll ist. Naturbezogene Ziele definieren wir in Anlehnung an SBTN: Kooperation mit der Lieferkette, Stärkung der Regionalität und Erhöhung des Recyclingeinsatzes sowie des Designs für Zirkularität Wir setzen dabei auf den Mut zur Lücke. Erst entwickeln wir Indikatoren, um daraus später sinnvolle Ziele abzuleiten.</p>
<h3>Was raten Sie Unternehmen, die sich in Sachen Biodiversität gut aufstellen wollen?</h3>
<p>Eine gute Orientierung bieten die UN-Nachhaltigkeitsziele, insbesondere „Leben an Land“, „Süßwasserökosysteme“ und „Partnerschaften für nachhaltige Entwicklung“. Unternehmen sollten für ihre Standorte Biodiversitätsmanagementpläne erstellen und sich Netzwerken wie z.B. der Initiative Biodiversity in Good Company anschließen. Um in der Lieferkette konkrete Projekte zur Renaturierung von Wäldern oder Mooren zu unterstützen, empfehle ich die Zusammenarbeit mit Umwelt- und Naturschutzorganisationen. Die Entwicklung einer umfassenden Biodiversitätsstrategie braucht aber Zeit. Konkrete Maßnahmen wie hohe Recyclingholzquoten und eigene Altholzaufbereitung gehören bei Pfleiderer seit 30 Jahren zum Kerngeschäft. Forstzertifizierung folgte wenig später, ebenso die Regionalisierung des Holzeinkaufs. Der Auftakt für die formale Biodiversitätsstrategie erfolgte 2024: Sie reicht vom Biodiversitätscheck entlang der gesamten Wertschöpfungskette über Standortanalysen bis hin zu Governance-Einbindung, Lieferantenbewertung mit Biodiversitätskriterien und gezielten Schulungen für Einkauf und Produktion.</p>
<h3>Der stärkste Impuls zum Thema kommt aus der Finanzwelt, sagten Sie eingangs. Wie wird Biodiversität zum Finanzthema?</h3>
<p>Finanzierung ist ein Hebel. Sustainability-linked Bonds können Unternehmen bei den Klimazielen und beim Recycling voranbringen. Daraus lassen sich bonusrelevante Leistungsziele für die Führung ableiten. Für biodiversitätsbezogene Anleihen braucht es Kriterien, die Wirkung seriös messbar machen. Parallel halte ich Ansätze für nötig, die Natur nicht nur als Kosten, sondern als werthaltige, bilanzierbare Investitionen betrachten – mit entsprechendem Monitoring. Gut sind z.B. die Ansätze der Landbanking Group oder die EU-Naturgutschriften. So wird Biodiversität auch finanziell zur Zukunftsinvestition, die sich über die Zeit auszahlt. Mein Fazit ist: Wer heute Biodiversität als Geschäfts- und Finanzthema ernst nimmt, sichert seine Lieferketten, stärkt den Markenwert und gewinnt Spielräume für Innovation. Mit planbaren, bewertbaren Schritten, Renaturierungen in der Lieferkette und transparenter Berichterstattung kann sich ein Unternehmen als Nachhaltigkeitsvorreiter positionieren.</p>
<hr />
<p>Dies ist ein Beitrag aus <a href="https://baumev.de/baum-ev/baum-insights/">BAUM Insights</a> 2/2026.</p>
<p><strong>Dr. Stefanie Eichiner</strong> ist Vorstandsvorsitzende der <a href="https://www.business-and-biodiversity.de/" target="_blank" rel="noopener">Initiative Biodiversity in Good Company e.V.</a> Zudem verantwortet die Forstwissenschaftlerin das Nachhaltigkeitsmanagement bei der Pfleiderer Deutschland GmbH.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/handfeste-chancen-machen-biodiversitaet-zum-wesentlichen-thema/">„Handfeste Chancen machen Biodiversität zum wesentlichen Thema“</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
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		<title>Wie Unternehmen und Politik nachhaltiges Wirtschaften stärken</title>
		<link>https://baumev.de/wie-unternehmen-und-politik-nachhaltiges-wirtschaften-staerken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katrin Wippich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2026 08:45:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biodiversität & Ökosysteme]]></category>
		<category><![CDATA[Circular Economy]]></category>
		<category><![CDATA[Einblicke & Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Klima & Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei einem Gespräch mit Bundesumweltminister Carsten Schneider am 9. Februar in Berlin wurden zentrale Themen des Klimaschutzes, Kreislaufwirtschaft und Biodiversität diskutiert. Preisträgerinnen und Preisträger des BAUM &#124; Umwelt – und Nachhaltigkeitspreises und BAUM-Mitgliedsunternehmen stellten dar, wie sie bereits zu den im Koalitionsvertrag vereinbarten Zielen beitragen, und durch welche Rahmensetzung die Bundesregierung nachhaltiges Wirtschaften stärken kann.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/wie-unternehmen-und-politik-nachhaltiges-wirtschaften-staerken/">Wie Unternehmen und Politik nachhaltiges Wirtschaften stärken</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hamburg, 11.02.2026 – Bei einem Gespräch mit Bundesumweltminister Carsten Schneider am 9. Februar in Berlin wurden zentrale Themen des Klimaschutzes, Kreislaufwirtschaft und Biodiversität diskutiert. Preisträgerinnen und Preisträger des BAUM | Umwelt – und Nachhaltigkeitspreises und BAUM-Mitgliedsunternehmen stellten dar, wie sie bereits zu den im Koalitionsvertrag vereinbarten Zielen beitragen, und durch welche Rahmensetzung die Bundesregierung nachhaltiges Wirtschaften stärken kann.</strong></p>
<p>Der geschäftsführende Vorstand von BAUM, BAUM-Preisträgerinnen und -Preisträger des Jahres 2025 sowie weitere Mitglieder des Netzwerks trafen am 9. Februar Bundesumweltminister Carsten Schneider zu einem Fachgespräch. Im Fokus des lebhaften Austauschs standen politische Rahmenbedingungen und geeignete Instrumente zur Förderung unternehmerischer Nachhaltigkeitsaktivitäten in Deutschland.</p>
<p>Der Umweltminister zeigte sich sehr interessiert an den Schilderungen aus der Unternehmenspraxis. „Ich bin sehr froh, dass es BAUM als Verband und so engagierte Unternehmen wie die Ihren gibt“, so Schneider. „Ich setzte stark auf die Kooperation mit nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen.“</p>
<p><a href="https://www.uni-flensburg.de/eum/wer-wir-sind/team/professorinnen/juniorprof-dr-frauke-wiese" target="_blank" rel="noopener">Prof. Dr. Frauke Wiese</a> von der Europa-Universität Flensburg, BAUM-Preisträgerin 2025 in der Kategorie „Wissenschaft“, betonte die Bedeutung der Suffizienzpolitik: „Für die multiplen Herausforderungen unserer Zeit brauchen wir Multi-Solving-Strategien. Suffizienzpolitik ist solch ein entscheidender Hebel, um die multiplen Herausforderungen zu lösen, denn sie verbindet Klima- und Umweltschutz und Sozialpolitik miteinander und steht für die effizientere und gerechtere Verteilung von Ressourcen, von Wohnraum und Straßenraum.“</p>
<p>Die BAUM-Preisträgerin 2025 in der Kategorie „Großunternehmen“, Dr. Stefanie Eichiner, Head of Sustainability bei der <a href="https://www.pfleiderer.com/dach-de/" target="_blank" rel="noopener">Pfleiderer Deutschland GmbH</a> und Vorstandsvorsitzende der Initiative <a href="https://www.business-and-biodiversity.de/" target="_blank" rel="noopener">Biodiversity in Good Company</a> e.V., erläuterte: „Deutschland braucht jetzt eine Investitionsarchitektur für die Natur – und Naturgutschriften können das fehlende Bindeglied sein. Viele Unternehmen sind bereit, über Pilotprojekte Standards, verlässliche Zertifizierungen und die Möglichkeit voranzubringen, Natur als Vermögenswert zu bilanzieren.“</p>
<p>Ein weiterer BAUM-Preisträger 2025 war Dominik Campanella, Geschäftsführer der <a href="https://concular.de/" target="_blank" rel="noopener">Concular GmbH</a>. Ihn vertrat in Berlin sein Kollege Julius Schäufele. „Concular beweist in der Praxis, dass hochwertige Wiedernutzung von Bauprodukten funktioniert“, verwies Schäufele auf das Engagement des von ihm mit gegründeten Unternehmens. „Jetzt ist die Politik gefragt, die Skalierung durch wirksame Regulierung zu ermöglichen.“</p>
<p>Befragt nach ihren Wünschen an den Umweltminister, waren sich die Unternehmensvertreterinnen und -vertreter einig, dass Planungssicherheit für die Wirtschaft allerhöchste Priorität habe: EU-Regularien müssten zügig und möglichst unverändert in nationale Gesetzgebung umgesetzt werden, so ihre Forderung.</p>
<p>Das Gespräch mit den Preisträgerinnen und Preisträgern fand im Nachgang der BAUM-Tagung 2025 statt. Mit seiner inhaltlichen Güte verweist es auf die <a href="https://baumev.de/baum-tagung/" target="_blank" rel="noopener">Tagung 2026</a>, die unter dem Titel „Confiance en Europe – Zuversicht in Europa. Risiken meistern, Chancen nutzen“ die unternehmerische Perspektive auf ein starkes, wertebasiert agierendes Europa bearbeiten wird. Die Tagung findet am 9./10 September im Europa-Park Rust statt.</p>
<p><a href="https://baumev.de/wp-content/uploads/2026/02/260211_PM_Gespraech-BMUKN.pdf" target="_blank" rel="noopener">Presseinformation als PDF</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/wie-unternehmen-und-politik-nachhaltiges-wirtschaften-staerken/">Wie Unternehmen und Politik nachhaltiges Wirtschaften stärken</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
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		<title>17 radikale Thesen für echten Wandel</title>
		<link>https://baumev.de/17-radikale-thesen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katrin Wippich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 13:36:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bildung für Nachhaltige Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Biodiversität & Ökosysteme]]></category>
		<category><![CDATA[Circular Economy]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Einblicke & Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Klima & Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilität & Logistik]]></category>
		<category><![CDATA[Sustainable Finance & Berichterstattung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die BAUM-Vorsitzende im Interview mit KMU4GOOD über ihr neues Buch „Nachhaltigkeit machen“.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/17-radikale-thesen/">17 radikale Thesen für echten Wandel</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit 17 radikalen Thesen geht Yvonne Zwick, Vorsitzende von BAUM e.V., in ihrem neuen Buch &#8222;<a href="https://shop.haufe.de/prod/nachhaltigkeit-machen?chorid=80163102&amp;em_src=display&amp;em_cmp=direktbuchung/publishing/coremedia/empfehlung/80163102&amp;cmp=coremedia&amp;utm_id=publishing/80163102&amp;akttyp=display&amp;med=direktbuchung&amp;utm_source=display&amp;utm_medium=direktbuchung&amp;utm_campaign=coremedia&amp;utm_content=empfehlung&amp;aktnr=80163102&amp;wnr=80163102&amp;_gl=1*1n1qe0p*_ga*OTIyMzY3NzY5LjE3NjA5NjcwNTk.*_ga_BS17E9HCRT*czE3NjA5NjcwNTkkbzEkZzEkdDE3NjA5NjcwNjYkajUzJGwwJGgw*_fplc*WktZSFBPN0tHcURhUFg3OVp3d3o3aHhLNnBlVXBRRXZRcG5xTllCOXlKSU9UOUtuZmd6b1RSVk5NJTJGYldqakM1VVc3a2Nyc0hIR216eHNVYmpXMVpIdW4yM3AydTc2ZXprVEJmdG15R3Q5ODJsa3AwaXM5TjJjSnRSRE5FZGclM0QlM0Q." target="_blank" rel="noopener">Nachhaltigkeit machen. 17 radikale Thesen für echten Wandel</a>&#8220; die 17 SDGs an. Außerdem stellt sie Best Practices, Erstaunliches und Handlungsvorschläge zu den einzelnen UN-Nachhaltigkeitszielen vor. Jörg Birkelbach interviewte sie dazu für das Portal <a href="https://kmu4good.eu/" target="_blank" rel="noopener">KMU4GOOD</a>.</p>
<p><script data-dataid="79ba91a6-1974-422e-9fd5-4823c8f4e97f" src="//player.3qsdn.com/js3q.embed.min.js"></script></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/17-radikale-thesen/">17 radikale Thesen für echten Wandel</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
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		<title>Dauermischwälder – zukunftsweisendes Waldkonzept im Klimawandel</title>
		<link>https://baumev.de/dauermischwaelder-zukunftsweisendes-waldkonzept-im-klimawandel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katrin Wippich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jun 2025 14:53:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biodiversität & Ökosysteme]]></category>
		<category><![CDATA[Einblicke & Perspektiven]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baumev.de/?p=5763</guid>

					<description><![CDATA[<p>BAUM unterstützt Projekte nach dem Dauerwald-Konzept. Das Konzept fördert sowohl die ökologische Stabilität der Wälder als auch die Wertholzproduktion in ausbalancierter und schonender Weise.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/dauermischwaelder-zukunftsweisendes-waldkonzept-im-klimawandel/">Dauermischwälder – zukunftsweisendes Waldkonzept im Klimawandel</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;">In Deutschland und Kanada wird ein zukunftsweisendes Waldkonzept umgesetzt, das als Best-Practice-Modell für die Entwicklung von resilienten Wäldern im Klimawandel gilt. Das von BAUM unterstützte Konzept folgt den anspruchsvollen Kriterien des Dauerwaldgedankens von Alfred E. Möller. Das Konzept fördert eindrucksvoll sowohl die ökologische Stabilität der Wälder als auch die Wertholzproduktion in einer ausbalancierten und schonenden Weise. Waldbesitzende haben durch das breite Spektrum der Baumarten eine stabile Einnahmequelle – und die Wälder selbst profitieren von einem konsequenten Bodenschutz durch schonende Holzernteverfahren, Kahlschlagverbot und eine hohe biologische Vielfalt.</p>
<p style="font-weight: 400;">Umgesetzt wird das Konzept von der bürger:wald:invest der VA Behrens-Gruppe. Mit dem Dauerwaldkonzept führt sie zum einen in Kanada 2.000 Hektar Wald zur Ursprungsform des Akadischen Mischwalds zurück. Zum anderen entwickelt sie im Naturpark Südharz einen einschichtigen Buchenmischwald in einen vielschichtigen und baumartenreichen Dauermischwald. BAUM unterstützt diese vorbildlichen Dauermischwaldprojekte und begleitet die Entwicklung in Kanada und Deutschland. Um qualitativ sicherzustellen, dass die Dauerwaldkriterien auch in Zukunft eingehalten werden, wirkt BAUM als Mitglied des Gewährsträger-Beirats an der Projektentwicklung mit.</p>
<p style="font-weight: 400;">Zur Förderung der biologischen Vielfalt im Harzwald hat BAUM ein Biotopverbundsystem eingerichtet. Durch Auswahl und Markierung geeigneter Habitatbäume entstand so ein System aus biologisch wertvollen Altbäumen im Zerfallsstadium, die nicht gefällt werden dürfen. Die Habitatbäume bilden einen Korridor und verbinden die vorhandenen Schutzflächen im Wald. Das fördert sowohl die Artenvielfalt als auch den genetischen Austausch der Arten untereinander.</p>
<div id="attachment_5767" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5767" class="wp-image-5767 size-large" src="https://baumev.de/wp-content/uploads/2025/06/Screenshot_20250315_175640_Avenza-Maps-1-1024x573.jpg" alt="Zur Förderung der biologischen Vielfalt im Harzwald hat BAUM ein Biotopverbundsystem eingerichtet. Durch Auswahl und Markierung geeigneter Habitatbäume entstand so ein System aus biologisch wertvollen Altbäumen im Zerfallsstadium, die nicht gefällt werden dürfen." width="1024" height="573" srcset="https://baumev.de/wp-content/uploads/2025/06/Screenshot_20250315_175640_Avenza-Maps-1-980x548.jpg 980w, https://baumev.de/wp-content/uploads/2025/06/Screenshot_20250315_175640_Avenza-Maps-1-480x269.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /><p id="caption-attachment-5767" class="wp-caption-text">Biotopverbundkonzept im Südharz: Habitatbäume (rot) verbinden Schutzflächen (gelb) – Eigene Darstellung auf der Basis einer Karte von bürger:wald:invest.</p></div>
<p style="font-weight: 400;">Das Dauerwaldprojekt im Südharz mit seinen vielfältigen positiven Auswirkungen auf Klima- und Biodiversitätsschutz und Waldbewohner wie Luchs, Wildkatze oder Schwarzstorch wird in einem eindrucksvollen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=1ZCQ2uVwjDo">fünfminütigen Film</a> vorgestellt, der auf YouTube verfügbar ist.</p>
<p style="font-weight: 400;">Eine Vorankündigung für alle Interessierten: Im letzten Quartal 2025 werden qualitativ hochwertige Zertifikate erhältlich sein. Es handelt sich um VCS-Zertifikate, die dem höchsten internationalen Qualitätsstandard gerecht werden und mit dem CCP-Label des renommierten Integrity Council for the Voluntary Carbon Market (ICVCM) ausgezeichnet sind (<a href="https://buergerwaldinvest.de/">bürger:wald:invest – In Wald investieren – Klima schützen – Vermögen sichern</a>). Unter der Bezeichnung &#8222;dauer-wald-projekt: CO<sub>2</sub>-Zertifikate&#8220; können diese Zertifikate aus Kanada, die CO<sub>2</sub>-Bindung mit der Dauerwaldbewirtschaftung auch in Deutschland kombinieren, bezogen werden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/dauermischwaelder-zukunftsweisendes-waldkonzept-im-klimawandel/">Dauermischwälder – zukunftsweisendes Waldkonzept im Klimawandel</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
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		<title>Kompass für die Entwicklung von Biodiversität und Dauerwaldstrukturen in deutschen Wäldern</title>
		<link>https://baumev.de/kompass-fuer-die-entwicklung-von-biodiversitaet-und-dauerwaldstrukturen-in-deutschen-waeldern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[rittweger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jan 2025 08:43:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biodiversität & Ökosysteme]]></category>
		<category><![CDATA[Einblicke & Perspektiven]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baumev.de/?p=2447</guid>

					<description><![CDATA[<p>BAUM liefert den Kompass für ein klimawandelangepasstes Waldmanagement, das durch die finanzielle Unterstützung durch Unternehmen erst möglich wird. Das Beratungsangebot richtet sich an Anbieter von Waldklimaprojekten, Unternehmen mit Waldbesitz, Unternehmen, die sich für Dauerwälder engagieren wollen, sowie an Waldbesitzende.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/kompass-fuer-die-entwicklung-von-biodiversitaet-und-dauerwaldstrukturen-in-deutschen-waeldern/">Kompass für die Entwicklung von Biodiversität und Dauerwaldstrukturen in deutschen Wäldern</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;">Seit 2024 unterstützt BAUM Waldprojektanbieter, Waldbesitzende und Unternehmen bei der Entwicklung von klimastabilen Mischwäldern in Deutschland. BAUM liefert den Kompass für ein klimawandelangepasstes Waldmanagement, das durch die finanzielle Unterstützung durch Unternehmen erst möglich wird. Das Beratungsangebot richtet sich an Anbieter von Waldklimaprojekten, Unternehmen mit Waldbesitz, Unternehmen, die sich für Dauerwälder engagieren wollen, sowie an Waldbesitzende.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die Wälder in Deutschland sind durch die massiven Schäden durch den Klimawandel in einem kritischen Zustand. Schadflächen müssen wieder aufgeforstet und anfällige Wälder durch klimastabile Mischwälder an den Klimawandel angepasst werden. Einnahmeausfälle durch die entstandenen Waldschäden und hohe Kosten für die Wiederbewaldung stellen Waldbesitzende vor hohe finanzielle Belastungen. Die Ungewissheit darüber, welche Maßnahmen zur Stärkung von Klimaresilienz und Biodiversität kurz- und langfristig beitragen, verunsichern Waldbesitzende zusätzlich.</p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Klimaschutzmaßnahmen im Wald und Unternehmensengagement zusammenbringen</b></p>
<p style="font-weight: 400;">Gemeinsam mit Anbietern von Waldklimaprojekten will BAUM diese Lücke schließen. Auf der Basis von Konzepten, die BAUM gemeinsam mit Anbietern von Waldprojekten entwickelt, erhalten Waldbesitzende sowohl eine systemische Waldbaustrategie mit Zielen und Maßnahmen an die Hand, als auch Finanzierung durch Unternehmen. Damit werden wirkungsvolle naturbasierte Klimaschutzmaßnahmen im Waldbereich und Unternehmensengagement für Klima- und Biodiversitätsschutz zusammengebracht.</p>
<p style="font-weight: 400;">Durch Vor-Ort-Besichtigungen und gemeinsame Gespräche mit Projektanbietern, Ortsförstern und Waldbesitzenden wird der Nutzen und die Schritte für die Umsetzung des von BAUM erstellten Konzepts diskutiert. Eine Begutachtung über die Fortschritte der Maßnahmen auf der Waldfläche bietet BAUM ebenfalls an.</p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Anwendungsungsbeispiele: greenkeeper und DEUTIM</b></p>
<p style="font-weight: 400;">Die greenkeeper GmbH setzt das Konzept von BAUM für das Waldumbauprojekt <a href="https://restor.eco/de/sites/672468f1-c492-4853-afb9-162f29f42e16/?lat=53.3250206&amp;lng=13.487564670000001&amp;utm_campaign=share-restor-profile&amp;utm_medium=referral&amp;utm_source=copy-link&amp;zoom=14">Gut Conow</a> in der Feldberger Seenlandschaft (Mecklenburg-Vorpommern) um. Durch ein angepasstes Waldmanagement sollen eine verbesserte Bodenqualität, eine höhere Kohlenstoffspeicherung, eine größere biologische Vielfalt, bessere Ökosystemleistungen sowie Erosionsschutz und Lebensraumvernetzung verbunden werden.</p>
<p style="font-weight: 400;">Das mit BAUM entwickelte Konzept, so Leo Vidal von greenkeeper, führt &#8222;zu einer Verbesserung der genetischen Vielfalt, die Schaffung struktureller Komplexität und die Stärkung der Widerstandsfähigkeit des Ökosystems. Das Ergebnis ist eine messbare und nachhaltige Verbesserung der Waldgesundheit und der Artenvielfalt&#8220;.</p>
<p style="font-weight: 400;">Auch DEUTIM, Waldprojektanbieter für Aufforstungen klimastabiler Mischwälder in Deutschland, orientiert sich an dem Konzept von BAUM. Mit geeigneten Maßnahmen sollen Biodiversität, Ökosystemleistungen und langfristig die CO<sub>2</sub>-Speicherfähigkeit der Wälder verbessert werden. Die Aufforstungsprojekte befinden sich in verschiedenen Bundesländern und ermöglichen Unternehmen die Verbesserung der Waldsituation in Deutschland mit zu unterstützen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Josef Guggemos von DEUTIM: &#8222;Der Titel des BAUM-Leitfadens – Entwicklung von Biodiversität und Dauerwaldstrukturen bei Auf- und Wiederaufforstungsprojekten – ist Programm und die Lösung für unsere aktuelle Zeit und die Zukunft: Wirtschaft Hand in Hand mit der Natur. Und nicht losgelöst voneinander. Dieser Leitfaden ist der Einstieg in ein zukunftsfähiges Wirtschaften, zum Wohle aller&#8220;.</p>
<p style="font-weight: 400;"><b>Wenn auch Sie Interesse an Beratung und der Entwicklung eines Konzepts haben, wenden Sie sich bitte an Dipl.-Forstwirt Rainer Kant: </b><a href="mailto:&#114;a&#105;&#110;e&#114;&#46;kan&#116;&#64;ba&#117;me&#118;&#46;de">rai&#110;&#101;&#114;&#46;&#107;&#97;&#110;t&#64;b&#97;&#117;&#109;&#101;v.de</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/kompass-fuer-die-entwicklung-von-biodiversitaet-und-dauerwaldstrukturen-in-deutschen-waeldern/">Kompass für die Entwicklung von Biodiversität und Dauerwaldstrukturen in deutschen Wäldern</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Auftakt im BMUV für deutsche TNFD Consultation Group</title>
		<link>https://baumev.de/auftakt-im-bmuv-fuer-deutsche-tnfd-consultation-group/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[rittweger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Dec 2024 14:45:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biodiversität & Ökosysteme]]></category>
		<category><![CDATA[Einblicke & Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baumev.de/?p=1740</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. (FNG) und BAUM e.V. – Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften haben im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz die deutsche TNFD Consultation Group eröffnet. Rund 120 Interessierte aus Finanz- und Realwirtschaft, Handel, Dienstleistungen und Wissenschaft folgten der Einladung zur Auftaktveranstaltung in Berlin.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/auftakt-im-bmuv-fuer-deutsche-tnfd-consultation-group/">Auftakt im BMUV für deutsche TNFD Consultation Group</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Das Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. (FNG) und BAUM e.V. – Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften haben im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz die deutsche TNFD Consultation Group eröffnet. Rund 120 Interessierte aus Finanz- und Realwirtschaft, Handel, Dienstleistungen und Wissenschaft folgten der Einladung zur Auftaktveranstaltung in Berlin. Unter den Redner:innen waren unter anderem die Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, Dr. Bettina Hoffmann, sowie der Co-Vorsitzende der TNFD David Craig.</b></p>
<p>Die TNFD ist eine 40-köpfige Taskforce aus Personen aus führenden Wirtschafts- und Finanzunternehmen, die 2021 mit Unterstützung der G20 ins Leben gerufen wurde. Die TNFD gibt Marktteilnehmern und anderen Interessengruppen Empfehlungen dazu, wie die Natur über das Klima hinaus bewertet werden kann und wie darüber berichtet werden sollte. Sie hat eine globale Bewegung aufgebaut, der inzwischen über 500 Organisationen und ein verwaltetes Vermögen (AUM) von über 17 Billionen US-Dollar angehören, und die sich verpflichtet haben, ihre naturbezogenen Abhängigkeiten in Übereinstimmung mit den im September 2023 veröffentlichten TNFD-Empfehlungen zu melden.</p>
<p>Die TNFD-Empfehlungen bauen auf dem vorherigen Ansatz und den Empfehlungen der Taskforce on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) auf und sind auf die Wirkungsstandards der GRI, auf die Richtlinie der Europäischen Union zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) und die Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung des International Sustainability Standards Board (ISSB) abgestimmt.</p>
<p><b>Auftaktveranstaltung im Bundesumweltministerium</b></p>
<p>Unter den internationalen Gästen war der Co-Vorsitzende der Taskforce on Nature-related Financial Disclosures (TNFD) David Craig. In seiner Eröffnungsrede erläuterte Craig, wie die internationale Initiative Unternehmen und Finanzinstitutionen praktische Instrumente zur Bewertung, Steuerung und Offenlegung ihrer naturbezogenen Abhängigkeiten, Auswirkungen, Risiken und Chancen zur Verfügung stellt.</p>
<p>&#8222;Die Natur ist heute ein strategisches Managementthema und nicht nur ein Thema der sozialen Verantwortung von Unternehmen. Da die physischen und Übergangsrisiken, die mit dem beschleunigten Klimawandel und dem Verlust der Natur verbunden sind, immer deutlicher werden, liegt es im aufgeklärten Eigeninteresse jedes Unternehmens in jedem Sektor, naturbezogene Abhängigkeiten zu bewerten und darauf zu reagieren. Die TNFD bietet Unternehmen praktische Instrumente und Anleitungen, um die Widerstandsfähigkeit ihres Unternehmens zu managen und zur globalen Herausforderung beizutragen, den Rückgang der Widerstandsfähigkeit der Natur, auf die wir alle angewiesen sind, aufzuhalten und umzukehren&#8220;, sagte David Craig, Co-Vorsitzender der TNFD. &#8222;Deutschland hat die Innovationskraft, die industrielle Führungsrolle und die finanziellen Ressourcen, um den notwendigen Übergang zu einer klimaneutralen und naturfreundlichen Welt erfolgreich mitzugestalten, zu beschleunigen und davon zu profitieren.&#8220;</p>
<p><b>Wie Naturzustände die wirtschaftliche Stabilität beeinflussen – und wie unser Marktdesign darauf ausgerichtet werden kann</b></p>
<p>Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, Dr. Bettina Hoffmann, wies in ihrer Begrüßungsrede darauf hin, dass Transparenz notwendig ist, um die Natur in die Entscheidungsfindung von Unternehmen und Investoren einzubeziehen. Die TNFD bietet einen Rahmen und eine Toolbox für eine praktische und unbürokratische Offenlegung von Naturdaten als Voraussetzung für das Vertrauen in nachhaltige Konsum- und Investitionsentscheidungen und als Schlüssel für Effizienzmaßnahmen.</p>
<p>Als offizielle Organisatoren der deutschen Konsultationsgruppe werden das FNG e.V. und BAUM e.V. dazu beitragen, das Bewusstsein für die Empfehlungen und Leitlinien der TNFD zu schärfen, aktuelle Wissens- und Verständnislücken in Bezug auf naturbezogene Themen zu identifizieren und Kapazitäten für naturbezogenes unternehmerisches Handeln auf dem deutschen Markt aufzubauen.</p>
<p><b>Nächste öffentliche Veranstaltungen der deutschen TNFD Consultation Group</b></p>
<p>Digitaldialog am 20. Februar 2025 | 10:30 – 12:30 Uhr<br />
Fokus: Internationale Perspektive</p>
<p>Impulse von globalen Akteur:innen und dem TNFD-Anwender The Landbanking Group.</p>
<p>Digitaldialog am 4. Juni 2025 | 10:00 – 12:30 Uhr<br />
Fokus: Industrie und Natur in der Lieferkette</p>
<p>Impulse von Melitta und weiteren Industrie- und Handelsunternehmen.</p>
<p>Digitaldialog am 8. September 2025 | Uhrzeit folgt</p>
<p>&#8222;Wir sehen unsere Hauptaufgabe darin, die wichtigsten Akteure aus der Natur- und Unternehmenslandschaft zusammenzubringen und ihnen die Möglichkeit zum Austausch zu geben&#8220;, sagt Yvonne Zwick, Vorsitzende von BAUM. Zu diesem Zweck wird es eine Reihe von Veranstaltungen geben – sowohl mit offener als auch geschlossener Tür –, die die Grundlage für die deutsche TNFD-Beratungsgruppe bilden werden. Ab Januar wird ein Arbeitskreis konkret daran arbeiten, die Informationslücke zwischen Investoren und Industrie zu schließen. Interessierte Teilnehmer:innen können sich bei &#114;&#97;&#108;&#102;.&#102;&#114;&#97;&#110;k&#64;&#98;&#97;um&#101;&#118;&#46;&#100;e melden. Programm und Anmeldung zu den Veranstaltungen erhalten Sie über die Webseite des FNG oder den digitalen BAUM.</p>
<p>Vertreter:innen aus Industrie und Handel finden in BAUM e.V. ihren primären Ansprechpartner, die Anlaufstelle für Akteure aus dem Kapitalmarkt ist schwerpunktmäßig Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V.</p>
<p><b>Aktuelle Konsultationen der TNFD</b></p>
<p>Zusätzlich zu den jetzt veröffentlichten Empfehlungen für die Unternehmensberichterstattung, die mit den CSRD-Anforderungen Europas in Einklang stehen, holt die TNFD derzeit Marktfeedback zu ihrer Roadmap für Naturdaten und ihrer Arbeit zur Planung des Naturübergangs ein. Interessierte Experten und Praktiker können Feedback geben und ihr Interesse an der Teilnahme an Pilottests, die bis 2025 stattfinden, bekunden.</p>
<ol>
<li>Ein Fahrplan für die Verbesserung des Marktzugangs zu entscheidungsrelevanten naturbezogenen Daten</li>
</ol>
<p>Dieser Leitfaden-Entwurf bietet einen Fahrplan zur Verbesserung des Marktzugangs zu hochwertigen naturbezogenen Daten. Er befasst sich mit der Marktnachfrage nach zuverlässigen, entscheidungsrelevanten Daten, die für ein effektives Naturrisikomanagement von Bedeutung sind.<br />
Frist für <a href="https://tnfd.global/publication/a-roadmap-for-upgrading-market-access-to-decision-useful-nature-related-data/#publication-content">Rückmeldungen</a>: 17. Januar 2025</p>
<ol start="2">
<li>Nature Transition Plans – Naturschutzpläne<br />
Dieses Papier baut auf der bestehenden Arbeit der Transition Plan Taskforce (TPT) und der Glasgow Financial Alliance for Net Zero (GFANZ) auf und präsentiert einen Entwurf für Leitlinien für Unternehmen und Finanzinstitute zur Entwicklung solider, umsetzbarer Pläne für den Übergang zur Natur.<br />
Das Feedback wird im Laufe des Jahres 2025 durch eine Umfrage, einen Konsultationsprozess und Pilottests gesammelt.</li>
</ol>
<p>Frist für <a href="https://tnfd.global/publication/discussion-paper-on-nature-transition-plans/#publication-content">Rückmeldungen</a>: 1. Februar 2025</p>
<p><b>Die Mission der TNFD</b></p>
<p>Die TNFD ist eine unabhängige Initiative, die sowohl aus dem öffentlichen als auch aus dem privaten Sektor unterstützt wird. Sie wurde von einer Vielzahl von Organisationen und Institutionen ins Leben gerufen, darunter Unternehmen, NGOs und Regierungsvertreter. Das Ziel ist es, die globalen Finanzströme hin zu natur-positiven Ergebnissen im Einklang mit dem Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework (GBF) zu verlagern.</p>
<p>Sie hat nach einer zweijährigen Konzeptions- und Entwicklungsphase im September 2023 ihre Empfehlungen und eine Reihe von zusätzlichen Leitlinien veröffentlicht. Bis Oktober 2024 haben sich 502 Organisationen weltweit dazu verpflichtet, zukünftig auf der Grundlage der TNFD-Empfehlungen naturbezogene Angaben offenzulegen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/auftakt-im-bmuv-fuer-deutsche-tnfd-consultation-group/">Auftakt im BMUV für deutsche TNFD Consultation Group</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
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		<title>Leitfaden &#8222;Wälder–Wirtschaft–Biodiversität&#8220; aktualisiert</title>
		<link>https://baumev.de/leitfaden-waelder-wirtschaft-biodiversitaet-aktualisiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[rittweger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Aug 2024 09:17:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biodiversität & Ökosysteme]]></category>
		<category><![CDATA[Einblicke & Perspektiven]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baumev.de/?p=2513</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Leitfaden stellt einen Orientierungskompass für Unternehmen dar, die sich für wirkungsvolle Schritte im Biodiversitätsschutz mit dem Schwerpunkt Waldökosysteme, aber auch für andere landbasierte Maßnahmen entscheiden und aktiv werden wollen oder müssen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/leitfaden-waelder-wirtschaft-biodiversitaet-aktualisiert/">Leitfaden &#8222;Wälder–Wirtschaft–Biodiversität&#8220; aktualisiert</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;">Der Leitfaden stellt einen Orientierungskompass für Unternehmen dar, die sich für wirkungsvolle Schritte im Biodiversitätsschutz mit dem Schwerpunkt Waldökosysteme, aber auch für andere landbasierte Maßnahmen entscheiden und aktiv werden wollen oder müssen. Nun liegt er in einer aktualisierten Fassung vor.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die Wirtschaft ist einer der Hauptverursacher für Klimawandel und Biodiversitätsverlust und zugleich Teil der Lösung. Sie steht aktuell vor neuen Realitäten: zum einen die neuen EU-Berichtspflichten, wonach Unternehmen u.a. über ihre Wirkungen (Impacts), Abhängigkeiten und Maßnahmen in Bezug auf Biodiversität und Ökosysteme berichten müssen; zum anderen die Herausforderung, mit den Klimafolgen umzugehen sowie ein Verständnis zu entwickeln für das komplexe Thema Biodiversität und dafür, inwieweit sich das Thema in den Lieferketten wiederfindet.</p>
<p style="font-weight: 400;">Unternehmen fragen unter anderem:</p>
<ul style="font-weight: 400;">
<li>Wie und durch welche unternehmerischen Strategien kann man Naturzerstörung minimieren und durch welche Entscheidungen ein naturpositives Wirtschaften entwickeln?</li>
<li>Wie kann man bei Natur- und CO<sub>2</sub>-Kompensationsprojekten seriöse Anbieter von Greenwashing unterscheiden?</li>
<li>Welche Projekte sind ganzheitlich gedacht, langfristig wirkungsvoll und kombinieren Klima- mit Biodiversitätsschutz? (Der Markt hält eine Vielzahl von Tools und Anbietern für Klima- und Biodiversitätsschutzprojekte bereit, die nur bedingt transparent und vergleichbar sind.)</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;"><b>Im naturpositiven Wirtschaften liegt eine große Hoffnung<br />
</b>Die positiven Effekte einer Wiederherstellung der Natur gehen über den reinen Klimaschutz weit hinaus. Leistungen und Investitionen in umweltpositives Wirtschaften holen Unternehmen aus der defensiven Haltung der Schadensbegrenzung in die umfassende, auch ökobilanziell messbare Wert-Schaffung. Wir bündeln in diesem Leitfaden bekannte und erprobte Maßnahmen für den leichten Einstieg.</p>
<p style="font-weight: 400;">Der Leitfaden beginnt mit der Darstellung des Themas vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Diskussion um Klima- und Biodiversitätsschutz und der wissenschaftlichen Erkenntnisse. Es folgt eine ganzheitliche Darstellung von natürlichen Klimaschutzmaßnahmen mit anschließender Beschreibung einzelner Maßnahmen.</p>
<p><a href="https://baumev.de/wp-content/uploads/2025/05/Praxisleitfaden_Biodiversitaet-1.pdf">Aktuelle Fassung zum Download</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/leitfaden-waelder-wirtschaft-biodiversitaet-aktualisiert/">Leitfaden &#8222;Wälder–Wirtschaft–Biodiversität&#8220; aktualisiert</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
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