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	<title>Klima &amp; Energie Archive - BAUM e.V.</title>
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	<description>BAUM e.V. – Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften</description>
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	<title>Klima &amp; Energie Archive - BAUM e.V.</title>
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	<item>
		<title>Wissen schafft Wirkung: So entsteht nachhaltiger Klimaschutz</title>
		<link>https://baumev.de/wissen-schafft-wirkung-so-entsteht-nachhaltiger-klimaschutz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katrin Wippich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 07:55:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bildung für Nachhaltige Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Einblicke & Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Klima & Energie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Upskilling ist weit mehr als ein HR-Instrument. Es ist ein strategischer Hebel für Transformation. Es verbindet individuelle Kompetenzentwicklung mit unternehmerischer Verantwortung und gesellschaftlichem Fortschritt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/wissen-schafft-wirkung-so-entsteht-nachhaltiger-klimaschutz/">Wissen schafft Wirkung: So entsteht nachhaltiger Klimaschutz</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Klimaschutz als Nachhaltigkeitsziel ist längst kein Nischenthema mehr, sondern eine zentrale Gestaltungsaufgabe für Wirtschaft und Gesellschaft. Doch Ziele allein reichen nicht. Menschen müssen befähigt werden, die komplexen Zusammenhänge des Klimawandels zu verstehen und entsprechend zu handeln. Genau hier setzt Upskilling an.</p>
<h3>Nachhaltigkeit verstehen: Warum Upskilling entscheidend ist</h3>
<p>Wer die Zusammenhänge zwischen eigenem Handeln, Konsum und globalen Herausforderungen versteht, trifft andere Entscheidungen. Dieses Verständnis entsteht nicht von selbst. Unternehmen müssen <a href="https://baumev.de/bne/leitbild-bne/" target="_blank" rel="noopener">Wissen zugänglich machen</a>, Orientierung geben und Räume für Austausch schaffen.</p>
<p>Für ein globales Unternehmen wie Henkel ist das eine Herausforderung und Chance zugleich. Rund 47.000 Mitarbeitende aus 125 Nationen arbeiten in fast 80 Ländern an Lösungen für unterschiedliche Märkte. Am internationalen Hauptsitz in Düsseldorf kommen über 6.000 Menschen aus rund 90 Nationen zusammen – mit vielfältigen Perspektiven und Wissensständen. Diese Vielfalt zeigt, warum ein gemeinsames Verständnis von Nachhaltigkeit so wichtig ist. Kulturelle Hintergründe und lokale Gegebenheiten prägen den Blick auf Themen wie Klimaschutz, Ressourcennutzung oder soziale Verantwortung. Upskilling schafft hier eine gemeinsame Basis: Es hilft, komplexe Zusammenhänge einzuordnen und globale Ziele auf lokale Kontexte herunterzubrechen.</p>
<p>Für den Klimaschutz genügt es jedoch bei Weitem nicht, nur auf die eigenen betriebsinternen Prozesse zu schauen. Es geht um eine Transformation entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die alle Akteure innerhalb und außerhalb des Unternehmens miteinschließt.</p>
<h3>Das große Ganze als Ausgangspunkt</h3>
<p>Ein zentraler Ausgangspunkt ist das Verständnis für das „große Ganze“. Nur wer die übergeordneten Ziele versteht, kann die eigene Rolle darin erkennen. Bei Henkel sind diese <a href="https://www.henkel.de/nachhaltigkeit/positionen/klima" target="_blank" rel="noopener">Ziele klar definiert</a>: Bis 2045 möchte das Unternehmen Net-Zero erreichen. Hierfür hat es sich mittelfristige Ziele bis 2030 gesetzt, wonach die absoluten Treibhausgasemissionen in Scope 1 und 2 um 42 Prozent und in Scope 3 um 30 Prozent reduziert werden sollen. Henkels Net-Zero-Ziele decken einen großen Teil der Wertschöpfungskette ab. Neben den Emissionen aus Produktionsprozessen umfassen die Ziele für Scope-1- und Scope-2-Emissionen alle Werksprozesse, einschließlich Emissionen, die in Bürogebäuden, Lagerhallen, Forschung und Entwicklung oder durch den Fuhrpark entstehen.</p>
<p>Die Reduktionsziele für Scope 3 decken die indirekten Emissionen der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette ab. Hier liegt der größte Hebel für den Klimaschutz. Neben Emissionen, die durch Rohstoffe und Verpackungen anfallen, schließen die Ziele unter anderem auch Emissionen aus Logistik oder der Endverwertung mit ein.</p>
<h3>Vom Wissen zum Handeln: Upskilling in der Praxis</h3>
<p>Upskilling bedeutet mehr als reine Wissensvermittlung. Es geht darum, Zusammenhänge verständlich und erlebbar zu machen, Handlungsspielräume und individuelle Verantwortung aufzuzeigen. Bei Henkel kommen dafür unterschiedliche Formate zum Einsatz – von kompakten E-Learnings bis hin zu interaktiven Workshops.</p>
<p>Ein Beispiel ist die Arbeit mit Climate Fresk: In einem dreistündigen Workshop erarbeiten Teilnehmende anhand wissenschaftlicher Grundlagen des Weltklimarats zentrale Zusammenhänge des Klimawandels. Mit Hilfe von Karten, Moderation und Diskussion entsteht ein gemeinsames Verständnis – oft verbunden mit „Aha“-Momenten darüber, wo Emissionen entstehen und welche Hebel besonders wirksam sind.</p>
<p>Ein Learning aus der Praxis: Veränderung beginnt oft im Kleinen. Wenn Mitarbeitende verstehen, wie ihr Arbeitsbereich mit den übergeordneten Nachhaltigkeitszielen verknüpft ist, entstehen Ideen für Verbesserungen. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein dafür, dass auch individuelles Verhalten – etwa im Konsum oder im Umgang mit Ressourcen – Teil der Lösung ist. Upskilling wirkt damit in zwei Richtungen: Es stärkt die Wirksamkeit im Unternehmen und fördert verantwortungsbewusstes Handeln im privaten Umfeld.</p>
<h3>Daten, Dialog und Verantwortung: gemeinsam mehr erreichen</h3>
<p>Nachhaltige Transformation lässt sich nicht isoliert innerhalb eines Unternehmens erreichen. Wertschöpfungsketten sind global vernetzt – ein Großteil der Emissionen entsteht außerhalb der eigenen Standorte. Deshalb ist es entscheidend, auch Lieferanten und Partner auf diese Reise mitzunehmen. Zusammenarbeit wird zum Hebel für systemische Veränderung. Neben der Erfassung der Footprint-Daten der eigenen Standorte und innerbetrieblichen Prozesse geht es vor allem darum, den Fußabdruck entlang der Wertschöpfungskette zu erfassen und zu reduzieren. Dies ist nur möglich, wenn Emissionsdaten untereinander geteilt und gemeinsame Maßnahmen beschlossen werden.</p>
<p>Als Gründungsmitglied der Industrie-Initiative <a href="https://www.tfs-initiative.com/" target="_blank" rel="noopener">Together for Sustainability</a> (TfS) hat Henkel an der Entwicklung eines Leitfadens zum Product Carbon Footprint (PCF) mitgearbeitet, der es Lieferanten und Unternehmen ermöglicht, den CO₂-Fußabdruck von Rohstoffen nach einem einheitlichen Standard zu berechnen, mit Partnern zu teilen und so zur Dekarbonisierung der Chemiebranche beizutragen. Dieser Leitfaden konsolidiert bestehende PCF-Berechnungsansätze im Hinblick auf die Besonderheiten der chemischen Industrie. Zudem haben beispielsweise Catena-X (CX), ein gemeinschaftliches Datenökosystem für die Automobilindustrie, und TfS gemeinsam ein Rahmenwerk entwickelt, um die PCF-Datensätze zu verifizieren, die innerhalb der Automobil- und Chemielieferketten ausgetauscht werden.</p>
<p>Ergänzend zu diesen Aktivitäten und den Programmen für große strategische Lieferanten setzt Henkel mit Initiativen wie Climate Connect auch auf die Zusammenarbeit mit kleinen und mittelständischen Partnern, die oftmals wenige eigene Ressourcen im Bereich Nachhaltigkeit haben. Henkel unterstützt diese Lieferanten mit Know-how und Upskilling-Angeboten.</p>
<p>Upskilling ist damit weit mehr als ein HR-Instrument. Es ist ein strategischer Hebel für Transformation. Es verbindet individuelle Kompetenzentwicklung mit unternehmerischer Verantwortung und gesellschaftlichem Fortschritt. Oder anders gesagt: Wer versteht, kann gestalten. Und wer gestalten kann, macht den Unterschied – im Unternehmen wie darüber hinaus.</p>
<hr />
<p>Dies ist ein Gastbeitrag des BAUM-Mitglieds <strong>Henkel AG &amp; Co. KGaA</strong>.</p>
<p>Als Corporate Director ESG Reporting, Disclosure and Business Integration ist <strong>Uwe Bergmann</strong> bei Henkel für die ESG-Berichterstattung, Ratings und den Dialog mit Investoren sowie die strategische Integration von Nachhaltigkeit in Geschäftsprozesse und das Risikomanagement verantwortlich. Seit 2000 arbeitet Uwe Bergmann bei Henkel im Bereich Nachhaltigkeit und hat die Nachhaltigkeitsstrategie, ihre Umsetzung und die Berichterstattung gemeinsam mit den Unternehmensbereichen und Funktionen mitgestaltet.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Event Carbon Footprint und Stoffstrombilanz: von der gefühlten zur wissensbasierten Nachhaltigkeit</title>
		<link>https://baumev.de/event-carbon-footprint-und-stoffstrombilanz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katrin Wippich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2026 06:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Circular Economy]]></category>
		<category><![CDATA[Einblicke & Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Klima & Energie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für die BAUM-Tagung 2025 liegt nun der Event Carbon Footprint und erstmals eine umfassende Stoffstrombilanz vor, die mit handfesten, belastbaren Zahlen eine Basis bilden für die ökologische Bewertung, Kommunikation und künftige strategische Ausrichtung des jährlichen großen Netzwerktreffens.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/event-carbon-footprint-und-stoffstrombilanz/">Event Carbon Footprint und Stoffstrombilanz: von der gefühlten zur wissensbasierten Nachhaltigkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Klima- und Ressourcenschutz sind für BAUM bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen seit Jahren eine Selbstverständlichkeit. Für die BAUM-Tagung 2025 liegt nun der Event Carbon Footprint und erstmals eine umfassende Stoffstrombilanz vor, die mit handfesten, belastbaren Zahlen eine Basis bilden für die ökologische Bewertung, Kommunikation und künftige strategische Ausrichtung des jährlichen großen Netzwerktreffens.</p>
<p>Eine Stoffstrombilanz zeigt, welche Materialien und Energiemengen in eine Veranstaltung hinein- und wieder hinausfließen. Ähnlich wie eine CO<sub>2e</sub>-Bilanz bildet sie damit die Grundlage, Ressourceneinsatz systematisch zu verstehen und einzuordnen.</p>
<p>BAUM hat die Analysen 2025 in Zusammenarbeit mit den BAUM-Mitgliedern 2bdifferent und Trash Galore für die BAUM-Tagung – ein jährliches Event mit rund 300 Nachhaltigkeitsengagierten – umgesetzt. Die Ergebnisse liefern differenzierte und teilweise überraschende Einblicke in Materialflüsse, Ressourcenverbräuche und Wirkungspotenziale von Veranstaltungen. Sie tragen zudem dazu bei, das Eventmanagement von BAUM im Rahmen der <a href="https://www.wirtschaftproklima.de/veranstaltungswirtschaft" target="_blank" rel="noopener">Initiative Nachhaltige Veranstaltungswirtschaft</a> (INV) weiter zu qualifizieren.</p>
<p>„Die BAUM-Tagung als nachhaltiges Event ressourcensparend und klimabewusst durchzuführen, hat für uns höchste Priorität“, betont Elisabeth Michels, Veranstaltungsmanagerin bei BAUM. „Im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses erreichen wir dank der nun vorliegenden Analysen die nächste Stufe.“</p>
<p>„Die Analysen bieten durch ihre anschauliche Aufbereitung eine fundierte Grundlage, um gemeinsam zu reflektieren: Was wirkt und schlägt sich wirklich bilanziell nieder? Wo liegen die größten Hebel?“, so Clemens Arnold, Managing Director von 2bdifferent. „Ein wichtiges Learning: Die Einbindung aller beteiligten Gewerke – insbesondere Location, Technik und Catering – ist entscheidend für eine umfassende und transparente Bewertungsgrundlage.“</p>
<p>„Diese Bilanz ist kein Urteil, sondern eine sachliche Grundlage“, erläutert Lukas Binner, Co-Founder von Trash Galore. „Sie zeigt transparent auf, was wir berechnet haben und wo konservative Schätzungen vorgenommen wurden, um eine verlässliche Basis für den weiteren Nachhaltigkeitskontext zu bieten.“</p>
<h3>Carbon Footprint für das „Produkt“ BAUM-Tagung</h3>
<p>Die methodische Grundlage ist eine Lebenszyklusanalyse (LCA) gemäß ISO 14040/44 und ISO 14067. Das Ergebnis ist als partieller Product Carbon Footprint zu verstehen – mit der Tagung als „Produkt“. Der Untersuchungsrahmen ist die Durchführungsphase der Veranstaltung inklusive Auf- und Abbauzeiten. Das Greenhouse Gas Protocol dient als struktureller Rahmen, jedoch nicht als methodische Grenze.</p>
<p>Geographisch konzentriert sich die Analyse auf Deutschland und die Nutzung hauptsächlich lokaler Dienstleister; internationale Lieferketten wurden lediglich für unvermeidbare Importwaren wie bestimmte Nahrungsmittel oder Rohstoffe indirekt modelliert. Die funktionelle Einheit ist definiert als „eine Durchführung der Veranstaltung“ und „eine teilnehmende Person pro Tag“, wobei die Bilanz auf einer Anzahl von 297 Personen an jeweils beiden Veranstaltungstagen basiert. Der dazugehörige Referenzfluss umfasst die gesamte Durchführung des Events und alle dafür notwendigen Inputs an Energie, Materialien und Dienstleistungen, um diese Funktion zu erfüllen.</p>
<p><a href="https://baumev.de/wp-content/uploads/2026/03/DE_ECF-Report_BAUM-e.V.-TAGUNG-2025.pdf" target="_blank" rel="noopener">Ergebnisse der Analyse als PDF</a></p>
<p>Details zu „Event Carbon Footprint“ und Stoffstrombilanz können BAUM-Mitglieder, Umsetzungspartner der BAUM-Tagungen 2025 und 2026 sowie Mitglieder der INV bei einem <a href="https://baumev.de/event/2026_04_30_webinar-stoffstromanalyse-der-baum-tagung/" target="_blank" rel="noopener">Webinar</a> am 30. April (11:00-12:30) erfahren.</p>
<p>Die INV ist maßgeblich an der Vorbereitung der <a href="https://baumev.de/baum-tagung/" target="_blank" rel="noopener">BAUM-Tagung 2026</a> beteiligt, die am 9. und 10. September im baden-württembergischen Rust stattfindet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/event-carbon-footprint-und-stoffstrombilanz/">Event Carbon Footprint und Stoffstrombilanz: von der gefühlten zur wissensbasierten Nachhaltigkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Fundierte klimabezogene Entscheidungen für Unternehmen</title>
		<link>https://baumev.de/fundierte-klimabezogene-entscheidungen-fuer-unternehmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katrin Wippich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2026 13:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Einblicke & Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Klima & Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Sustainable Finance & Berichterstattung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In einem Pilotprojekt zur Messung von Klimawirkung kooperiert BAUM mit right° und PKF IVT. Ziel der Initiative ist, eine Verbandslösung zu etablieren, mit der BAUM-Mitglieder die Klimawirkung ihrer Geschäftsmodelle in Grad Celsius messen und ihre jährliche Entwicklung direkt mit dem 1,5°-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens abgleichen können.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/fundierte-klimabezogene-entscheidungen-fuer-unternehmen/">Fundierte klimabezogene Entscheidungen für Unternehmen</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Pilotprojekt zur Messung von Klimawirkung kooperiert BAUM mit <a href="https://right-basedonscience.de/" target="_blank" rel="noopener">right°</a> und <a href="https://www.pkfivt.de/" target="_blank" rel="noopener">PKF IVT</a>. Ziel der Initiative ist, eine Verbandslösung zu etablieren, mit der BAUM-Mitglieder die Klimawirkung ihrer Geschäftsmodelle in Grad Celsius messen und ihre jährliche Entwicklung direkt mit dem 1,5°-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens abgleichen können. Die Initiative steht im Kontext des <a href="https://climate-pact.europa.eu/index_en" target="_blank" rel="noopener">EU Climate Pact</a>, bei dem sich <a href="https://baumev.de/baum-ist-partner-des-european-climate-pact/" target="_blank" rel="noopener">BAUM in diesem Jahr als Partner</a> engagiert.</p>
<p>right° bringt die technologische Grundlage in das Pilotprojekt ein, während PKF IVT das Projektmanagement übernimmt und die Umsetzung begleitet. Beide Partner verfügen über langjährige Erfahrung mit der Organisation und Steuerung von Transition in Unternehmen. Der Ansatz verbindet eine vergleichbare Grad-Celsius-Kennzahl mit hoher Steuerungsrelevanz, Transparenz und Vergleichbarkeit. Grundlage ist das Klimamodell des IPCC, aus dem sich ein Emissionsbudget ableitet, das hinter dem 1,5°-Ziel steht.</p>
<h3>Wirtschaftliche Wertschöpfung von Emissionen entkoppeln</h3>
<p>Im Kern geht es darum, die wirtschaftliche Wertschöpfung – also das BIP auf Unternehmensebene – von Emissionen zu entkoppeln. Diese Entkopplung ist ein zentrales Ziel des European Green Deal und gilt, so Hannah Helmke von right°, als Ausdruck einer Innovations- und Hightech-Agenda. Je stärker es Unternehmen gelingt, Emissionen von ihrer Wertschöpfung zu lösen, desto näher kommen sie der Paris-Kompatibilität. Beispiele wie Siemens Healthineers zeigen, dass ein sogenannter „Paris-konformer Track Record“ erreichbar ist: „Solche Firmen wollen wir sehen“, so Helmke.</p>
<h3>Verbandslösung für BAUM-Mitglieder</h3>
<p>Für BAUM-Mitglieder entsteht durch das Projekt erstmals die Möglichkeit, die eigene Position im Transformationsprozess präzise zu bestimmen. Damit legt das Projekt die Grundlage dafür, vom reinen Messen ins Steuern zu kommen – also auch kritisch zu hinterfragen, ob Investitionen tatsächlich wirksam sind oder lediglich Kosten verursachen, ohne zur Zielerreichung beizutragen. Die Anwendung ist strategisch in mehrfacher Hinsicht relevant:</p>
<ol>
<li>Anforderungen aus der CSRD und insbesondere ESRS E1 können wissenschaftsbasiert und prüfbar unterlegt werden.</li>
<li>Die Methodik unterstützt unternehmerische Entscheidungen, indem Investitionen im Hinblick auf ihre Klima- und Geschäftswirkung bewertet werden können.</li>
<li>Sie stärkt Reputation und Glaubwürdigkeit, da Klimastrategien transparent und nachvollziehbar gemacht werden.</li>
</ol>
<p>Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Branchen verdeutlichen die Bandbreite: Unternehmen wie Redcare stehen vor der Herausforderung, ihre Transitionspläne mit dynamischem Wachstum in Einklang zu bringen, während die Dürr AG oder die Gira Giersiepen GmbH &amp; Co. KG zeigen, wie sich Klimawirkung bereits heute strategisch und kommunikativ nutzen lässt – bis hin zur Positionierung in Grad Celsius gegenüber dem Markt.</p>
<h3>Differenziertes Benchmarking</h3>
<p>Die konkrete Umsetzung erfolgt über ein Template, das von den Unternehmen befüllt wird. Zu den zentralen Eingangsgrößen zählen unter anderem NACE-Code, Umsatz, Personalkosten, EBITDA sowie Emissionen in Scope 1, 2 und 3, die die gesamte Wertschöpfung abbilden. Die Daten werden zunächst über das Template an right° übermittelt; perspektivisch ist eine direkte Eingabe in eine Datenbank vorgesehen. Je mehr historische Daten vorliegen – idealerweise ab dem Basisjahr 2021 –, desto robuster und nachvollziehbarer werden die Ergebnisse.</p>
<p>Die Unternehmen erhalten daraufhin ein differenziertes Benchmarking: sowohl im Vergleich zu frei wählbaren Unternehmen, die börsengelistet sein müssen, als auch relativ zum jeweiligen Sektor. Für alle, die einen Schritt weiter als das BAUM-Projekt gehen möchten, liefert die XDC-Software konkrete Entscheidungshilfen, indem sie aufzeigt, wie und wann sich Investitionen auf die Klimawirkung auswirken.</p>
<p>Auf Verbandsebene entsteht ein aggregiertes, anonymisiertes Gesamtbild, das im Vergleich zu Referenzgrößen wie dem „<a href="https://right-basedonscience.de/what-if/" target="_blank" rel="noopener">whatif? Report</a>“ mit DAX-Unternehmen eingeordnet werden kann und eine fundierte Grundlage für Kommunikation und Stakeholdermanagement bietet.</p>
<h3>Zentrale Fragen beim Kick-off-Workshop</h3>
<p>In der Diskussion beim Kick-off-Workshop am 19. März 2026 wurden zentrale Fragen adressiert. So können fehlende Scope-3-Daten über den frei zugänglichen Climate Explorer von right° sektorspezifisch geschätzt werden. Unternehmensspezifische Emissionsbudgets werden anteilig an der Wertschöpfung abgeleitet. Gleichzeitig wurde klargestellt, dass die individuellen Ergebnisse vertraulich bleiben und ausschließlich in aggregierter Form in die Verbandsauswertung einfließen.</p>
<p>Auch regulatorische Fragen, etwa im Zusammenhang mit der Empowering Consumers Directive (EmpCo), wurden angesprochen: Sobald Grad-Celsius-Aussagen in der B2C-Kommunikation genutzt werden, müssen die zugrunde liegenden Daten extern abgesichert werden. right° stellt hierzu ein entsprechendes Kommunikationshandbuch bereit.</p>
<h3>Über die reine Zielvalidierung hinaus</h3>
<p>Im Vergleich zu anderen Initiativen wie der Science Based Targets initiative (SBTi) wird deutlich, dass XDC über die reine Zielvalidierung hinausgeht. Während SBTi prüft, ob Klimaziele im Einklang mit dem Pariser Abkommen stehen, bietet XDC zusätzlich ein Transitionsmodul, mit dem Unternehmen jährlich ihren Fortschritt entlang eines konkreten Pfads verfolgen und ihre Governance entsprechend ausrichten können. Voraussetzung ist, dass die zugrundeliegenden Emissionsdaten bereits intern oder extern geprüft wurden. Die zentrale Botschaft des Ansatzes lautet: XDC bewertet nicht, sondern macht steuerungsfähig. Es schafft Transparenz über Entwicklungen und ermöglicht fundierte Entscheidungen im Transformationsprozess.</p>
<p><strong>Das Pilotprojekt läuft bis zum 27. November 2026.</strong> Nächste Schritte sind:</p>
<ul>
<li>14. April, 14:30 – 15:30 | <a href="https://baumev.de/event/2026_04_14_workshop-how-to-right-xdc-template/" target="_blank" rel="noopener">Webinar, das sich der praktischen Anwendung des Templates widmet</a> und Unternehmen dabei unterstützt, die notwendigen Daten systematisch zu erfassen und zu nutzen</li>
<li>4. Mai, 14:00 – 15:00 | vertiefender <a href="https://baumev.de/event/2026_05_04_baum-deep-dive-how-to-right-xdc-template/" target="_blank" rel="noopener">Deep Dive zu „Klimawirkung mit XDC steuern“</a></li>
</ul>
<p>Es folgt ein weiterer Deep Dive, dessen Inhalt und Termin im Prozess nach den Bedürfnissen der BAUM-Mitglieder festgelegt wird.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/fundierte-klimabezogene-entscheidungen-fuer-unternehmen/">Fundierte klimabezogene Entscheidungen für Unternehmen</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ÖKOPROFIT®, EMAS und We Impact – Charakteristika, Schnittmengen und Gemeinsamkeiten</title>
		<link>https://baumev.de/oekoprofit-emas-und-we-impact/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katrin Wippich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Mar 2026 10:38:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Einblicke & Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Klima & Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Sustainable Finance & Berichterstattung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was macht den Kern der drei Nachhaltigkeitsmanagement-Instrumente ÖKOPROFIT®, EMAS und We Impact aus? Welche Schnittmengen und Gemeinsamkeiten gibt es? Wir geben einen Überblick.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/oekoprofit-emas-und-we-impact/">ÖKOPROFIT®, EMAS und We Impact – Charakteristika, Schnittmengen und Gemeinsamkeiten</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was macht den Kern der drei Nachhaltigkeitsmanagement-Instrumente ÖKOPROFIT®, EMAS und We Impact aus? Welche Schnittmengen und Gemeinsamkeiten gibt es? Wir geben einen Überblick.</p>
<h3>ÖKOPROFIT®</h3>
<p>ÖKOPROFIT® ist ein seit den 1990er Jahren etabliertes Kooperationsprojekt, bei dem Kommunen und die örtliche Wirtschaft anfänglich das Ziel verfolgten, durch Einsparungen natürlicher Ressourcen Betriebskosten zu senken. Mittlerweile umfasst das Programm zahlreiche Nachhaltigkeitsaspekte, die über die klassischen Umweltthemen hinausgehen. Unternehmen etablieren ein Umweltteam, das im Laufe des ÖKOPROFIT®-Programms zentrale Bausteine eines Umweltmanagementsystems entwickelt. Der Wissenstransfer findet in erster Linie durch Workshopreihen statt, bei denen die Mitarbeitenden aus Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen zusammenarbeiten. Neben den Workshops bietet ÖKOPROFIT® eine qualifizierte individuelle Beratung für die Unternehmen an. Abschließend überprüft eine unabhängige Kommission die Umweltleistungen und erzielten Ergebnisse der Unternehmen und kann diese mit der ÖKOPROFIT®-Zertifizierung auszeichnen. Ein ÖKOPROFIT®-Durchlauf dauert ca. 12–14 Monate. Durch den ÖKOPROFIT®-Klub ist es den Unternehmen möglich, vertieft an den Themen weiterzuarbeiten und, wenn gewünscht, eine Re-Zertifizierung zu erhalten.</p>
<p><a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32023D1533#d1e32-31-1" target="_blank" rel="noopener">Anforderungen</a> | <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Z9WTUkOMPSA" target="_blank" rel="noopener">Einstiegsinformationen</a> | <a href="https://www.munich-business.eu/standort-muenchen/klimaschutz-ressourcen/oekoprofit-deutschland.html" target="_blank" rel="noopener">Kontakt</a></p>
<h3>EMAS</h3>
<p>Das Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) ist ein von der Europäischen Union eingeführtes Umweltmanagementsystem, das Unternehmen dabei unterstützt, Ressourcen und Kosten einzusparen. Es deckt alle Anforderungen der Umweltmanagementnorm ISO 14001 ab und legt zusätzlichen Fokus auf Rechtskonformität im Umweltrecht, regelmäßigen Austausch mit den interessierten Parteien sowie die öffentliche Kommunikation der Umweltleistung. In Deutschland ist das Bundesumweltministerium für die nationale Umsetzung des EMAS-Systems zuständig. Umweltmanagementbeauftragte übernehmen innerhalb des Unternehmens die Steuerung betrieblicher Umweltschutzmaßnahmen. Abschließend erfolgt eine Validierung durch eine*n von der DAU – Deutsche Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft für Umweltgutachter mbH zugelassene*n EMAS-Umweltgutachter*in. Das System wird, beginnend mit der ersten Umweltprüfung, intern etabliert. Das Unternehmen setzt sich Ziele und definiert Maßnahmen für die Verbesserung der Umweltleistung. Von außen erfolgt die Prüfung des Systems. Dies beinhaltet auch die Validierung der Umwelterklärung, die das Unternehmen für die öffentliche Kommunikation nutzt.</p>
<p><a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:02009R1221-20230712" target="_blank" rel="noopener"><span data-contrast="none">EMAS-Verordnung</span></a><span data-contrast="auto"> | </span><a href="https://www.emas.de/einstieg" target="_blank" rel="noopener"><span data-contrast="none">Einstiegsinformationen</span></a><span data-contrast="auto"> | </span><a href="https://www.emas.de/uga-geschaeftsstelle" target="_blank" rel="noopener"><span data-contrast="none">Kontakt</span></a><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:324}"> </span></p>
<h3>We Impact</h3>
<p>Basierend auf EMAS ist We Impact ein zweistufiges Nachhaltigkeitsmanagementsystem, das Unternehmen dabei unterstützt, Nachhaltigkeit strukturiert zu steuern und ESG-Risiken systematisch zu managen. Stufe 1 ermöglicht insbesondere KMU einen pragmatischen Einstieg. Innerhalb von etwa 4–6 Monaten werden die Grundlagen für ein belastbares Nachhaltigkeitsmanagement aufgebaut. Zentrales Ergebnis ist ein geprüfter Nachhaltigkeitsbericht auf Basis des VSME-Standards. Nach erfolgreicher Prüfung durch zugelassene Impact-Auditor*innen erhalten die Unternehmen das Basis-Siegel von We Impact. In Stufe 2 wird das System zu einem vollwertigen Nachhaltigkeitsmanagement weiterentwickelt. Besteht bereits ein strukturiertes Managementsystem, dauert die Weiterentwicklung rund 4 Monate, andernfalls 8–12 Monate. Diese Stufe umfasst die vollständige EMAS-Validierung und erweitert diese um soziale und Governance-Aspekte. Auch hier entsteht ein geprüfter Nachhaltigkeitsbericht, der VSME-Anforderungen mit der EMAS-Umwelterklärung verbindet. Nach erfolgreicher Vor-Ort-Prüfung durch zugelassene EMAS-Umweltgutachter*innen mit We-Impact-Zusatzqualifikation wird das Premium-Siegel vergeben.</p>
<p><a class="Hyperlink SCXW101974798 BCX2" href="https://we-impact.de/wp-content/uploads/We-Impact-Zertifizierungsstandard-06-2024.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><span class="TextRun SCXW101974798 BCX2" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="none"><span class="NormalTextRun SCXW101974798 BCX2" data-ccp-charstyle="Hyperlink">We</span> <span class="NormalTextRun SCXW101974798 BCX2" data-ccp-charstyle="Hyperlink">Impact-Zertifizier</span><span class="NormalTextRun SCXW101974798 BCX2" data-ccp-charstyle="Hyperlink">u</span><span class="NormalTextRun SCXW101974798 BCX2" data-ccp-charstyle="Hyperlink">ngsstandard</span></span></a><span class="TextRun SCXW101974798 BCX2" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"> <span class="NormalTextRun SCXW101974798 BCX2">|</span> </span><a class="Hyperlink SCXW101974798 BCX2" href="https://we-impact.de/toolbox/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><span class="TextRun SCXW101974798 BCX2" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="none"><span class="NormalTextRun SCXW101974798 BCX2" data-ccp-charstyle="Hyperlink">Einstiegsinformationen</span></span></a><span class="TextRun SCXW101974798 BCX2" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="auto"> <span class="NormalTextRun SCXW101974798 BCX2">|</span> </span><a class="Hyperlink SCXW101974798 BCX2" href="https://we-impact.de/kontakt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><span class="TextRun SCXW101974798 BCX2" lang="DE-DE" xml:lang="DE-DE" data-contrast="none"><span class="NormalTextRun SCXW101974798 BCX2" data-ccp-charstyle="Hyperlink">Kontakt</span></span></a></p>
<h3>Wie überschneiden sich die drei Managementsysteme und wie lassen sie sich kombinieren?</h3>
<p>Theoretisch und praktisch greifen die drei Systeme eng ineinander. Im Jahr 2023 erkannte die Europäische Union das ÖKOPROFIT®-Programm als Teil von EMAS an. So deckt ein etabliertes Umweltmanagementsystem von ÖKOPROFIT® gute 50 Prozent der Anforderungen von EMAS ab. Besteht also bereits ein ÖKOPROFIT®-Programm, verkürzt sich die Dauer einer EMAS-Registrierung erheblich. Mit dem 2024 veröffentlichten Zwei-Stufen-System von We Impact haben Unternehmen die Möglichkeit, einen direkten Einstieg in ein Nachhaltigkeitsmanagementsystem zu wählen oder bestehende Umweltmanagementsysteme wie ÖKOPROFIT® oder EMAS auszubauen. Entscheidend ist in beiden Fällen, dass We Impact den Umweltbereich von ESG um soziale und Governance-Aspekte zur ganzheitlichen Nachhaltigkeitsperspektive erweitert.</p>
<p>Unternehmen können folglich ihr Nachhaltigkeitsmanagement organisch von ÖKOPROFIT® über EMAS zu We Impact aufbauen oder direkt mit dem anspruchsvollen Niveau eines EMAS-Umweltmanagementsystems oder We Impact starten, um ein valides bzw. ganzheitliches Nachhaltigkeitsmanagementsystem aufzubauen, wie in der Abbildung zu erkennen ist.</p>
<p><a href="https://baumev.de/wp-content/uploads/2026/03/Ueberblick-Nachhaltigkeitsmanagementsysteme_OeKOPROFIT_EMAS_WeImpact-Stand_8.3.26.pdf" target="_blank" rel="noopener">Überblick als PDF</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/oekoprofit-emas-und-we-impact/">ÖKOPROFIT®, EMAS und We Impact – Charakteristika, Schnittmengen und Gemeinsamkeiten</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
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		<title>Sustainable Economy Summit: Modernisierung der Wirtschaft als Standortfrage</title>
		<link>https://baumev.de/modernisierung-der-wirtschaft-als-standortfrage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katrin Wippich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2026 13:28:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Circular Economy]]></category>
		<category><![CDATA[Einblicke & Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Klima & Energie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf dem Sustainable Economy Summit 2026 treffen sich am 21./22. April in Berlin führende Entscheider:innen aus Unternehmen, Politik und Wissenschaft, um genau darüber zu sprechen: Wie modernisiert sich Wirtschaft so, dass Klima- und Ressourcenschutz zum Wettbewerbsfaktor werden? Als Teil des Trägerkreises wirkt BAUM aktiv beim Sustainable Economy Summit mit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/modernisierung-der-wirtschaft-als-standortfrage/">Sustainable Economy Summit: Modernisierung der Wirtschaft als Standortfrage</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Sustainable Economy Summit 2026 treffen sich am 21./22. April in Berlin führende Entscheider:innen aus Unternehmen, Politik und Wissenschaft, um genau darüber zu sprechen: Wie modernisiert sich Wirtschaft so, dass Klima- und Ressourcenschutz zum Wettbewerbsfaktor werden? Als Teil des Trägerkreises wirkt BAUM aktiv beim Sustainable Economy Summit mit.</p>
<p>„Deutschland soll auch in einer klimaneutralen Welt zu den erfolgreichsten Volkswirtschaften gehören. Dafür braucht es eine Wirtschaft, die Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Verantwortung zusammendenkt. Umwelt- und Klimaschutz sind dabei entscheidende Erfolgsfaktoren für nachhaltiges Wachstum und gesellschaftlichen Wohlstand“, so Schirmherr Carsten Schneider, Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. „Der Sustainable Economy Summit bringt Unternehmen, Politik und Wissenschaft zusammen und leistet einen wichtigen Beitrag, diesen Wandel konstruktiv, praxisnah und gemeinsam zu gestalten.“</p>
<p>Unter der Schirmherrschaft des Bundesumweltministeriums positioniert sich der <a href="https://sustainable-economy-summit.org/" target="_blank" rel="noopener">Sustainable Economy Summit</a> als Ort für den offenen, auch kontroversen Dialog. Im Mittelpunkt des Summit stehen praxisnahe Lösungen. Unternehmen mit langjähriger Nachhaltigkeitsexpertise treffen auf innovative Start-ups, politische Entscheider:innen und wissenschaftliche Perspektiven.</p>
<p>Ein zentrales Element des Summit ist die Veröffentlichung des Sustainable Economy Barometers 2026. Die repräsentative Befragung von 2.500 Entscheider:innen aus deutschen Unternehmen zeigt, wie Modernisierung strategisch verankert ist, wo Unternehmen Handlungsdruck sehen – und welche Erwartungen sie an staatliche Unterstützung für die wirtschaftliche Transformation haben.</p>
<h3>Wie geht zirkuläres Bauen?</h3>
<p>Am 21. April um 16.30 Uhr hostet die BAUM-Vorsitzende Yvonne Zwick ein Panel mit dem Titel „<a href="https://sustainable-economy-summit.org/event/new-european-bauhaus-wie-geht-zirkulaeres-bauen/" target="_blank" rel="noopener">New European Bauhaus. Wie geht zirkuläres Bauen?</a>“. Das Panel beleuchtet, wie sich Prinzipien des New European Bauhaus in die Praxis übersetzen lassen und welche politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen dafür notwendig sind. Diskutiert wird auch, wie feingliedrige Strukturen – vom mittelständischen Handwerk bis zu regionalen Wertschöpfungsketten – durch zirkuläres Bauen gestärkt werden. Sie sind ein Schlüssel für ein neues Wirtschafts- und Bauwunder, das ökologisch tragfähig und sozial eingebettet ist. Als Speaker:innen sind dabei: Prof. Dr. Nathalie Eßig (Architektin, Professorin an der Hochschule München und Mitgründerin der BiRN GmbH), Dagmar Fritz-Kramer (geschäftsführenden Gesellschafterin der Bau-Fritz GmbH &amp; Co. KG) und Thomas Heilmann (Vorsitzender der KlimaUnion e.V.).</p>
<h3>Erfolgsstrategien im Umgang mit Nachhaltigkeitsskepsis</h3>
<p>In nahezu allen Branchen zeigt sich das gleiche Bild: Nachhaltigkeits- und Umweltorganisationen stoßen auf starke Verharrungskräfte, die Veränderung ausbremsen. Und doch gibt es Non-Profits, denen es gelungen ist, hartnäckige Widerstände zu überwinden und echte Wirkung zu erzielen. Was hat bei ihnen den Unterschied gemacht? Wie lässt sich Skepsis in Zustimmung verwandeln? Im gemeinsamen Dialog teilen die Organisationen aus dem Trägerkreis des Sustainable Economy Summit unter dem Titel „<a href="https://sustainable-economy-summit.org/event/vom-gegenwind-zum-rueckenwind-erfolgsstrategien-im-umgang-mit-nachhaltigkeitsskepsis/" target="_blank" rel="noopener">Vom Gegenwind zum Rückenwind: Erfolgsstrategien im Umgang mit Nachhaltigkeitsskepsis</a>“ ihre Best und Worst Cases – für einen ehrlichen Wissenstransfer zwischen erfolgreicher Strategie und glücklichem Zufall. BAUM ist auf dem Panel am 22. April um 15.15 Uhr durch seine stellvertretende Vorsitzende Ellen Weiland vertreten.</p>
<h3>Breites Bündnis progressiver Wirtschaftsverbände und Initiativen</h3>
<p>Getragen wird der Summit von einem sektorübergreifenden Bündnis progressiver Wirtschaftsverbände und Initiativen. Dabei sind neben BAUM: Bioland e.V., BNW Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V., Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) e.V., Gemeinwohl-Ökonomie Deutschland e.V., Klimaschutz-Unternehmen e.V., Mission Wertvoll.</p>
<p>Der Sustainable Economy Summit ist <em>das</em> Event für Unternehmensleitungen, Finanz- und Nachhaltigkeitsverantwortliche, politische Entscheidungsträger:innen und wirtschaftspolitische Beobachter:innen. <a href="https://pretix.eu/sustainable-economy-summit/tickets" target="_blank" rel="noopener">Hier können Sie Ihr Ticket buchen.</a><strong> BAUM-Mitglieder erhalten auf Anfrage an <a href="mailto:re&#100;&#97;k&#116;&#105;on&#64;&#98;&#97;u&#109;e&#118;.de" target="_blank" rel="noopener">&#114;e&#100;a&#107;ti&#111;n&#64;&#98;&#97;&#117;m&#101;v.de</a> vergünstigte Tickets.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/modernisierung-der-wirtschaft-als-standortfrage/">Sustainable Economy Summit: Modernisierung der Wirtschaft als Standortfrage</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
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		<title>BAUM ist Partner des European Climate Pact</title>
		<link>https://baumev.de/baum-ist-partner-des-european-climate-pact/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katrin Wippich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2026 09:57:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Einblicke & Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Klima & Energie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2026 ist BAUM Partner des Europäischen Klimapakts. Damit weitet das Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften seinen Fokus stärker auf Europa aus.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/baum-ist-partner-des-european-climate-pact/">BAUM ist Partner des European Climate Pact</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>2026 ist BAUM Partner des Europäischen Klimapakts. Damit weitet das Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften seinen Fokus stärker auf Europa aus.</p>
<p>Hervorgegangen aus dem European Green Deal hat der European Climate Pact das Ziel, bis 2050 die Klimaneutralität der EU zu erreichen. Dem Pakt gehören Einzelpersonen, Gemeinschaften und Organisationen unterschiedlicher Größe an, die alle ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft leisten. Gleichzeitig bietet der Pakt Raum zum Austausch und zur gemeinsamen Entwicklung konkreter Maßnahmen zur Bewältigung klimabedingter Herausforderungen.</p>
<h3>Unser Beitrag</h3>
<p>BAUM will mit seinem Engagement für eine nachhaltigere Wirtschaft einen wirkungsvollen internationalen Beitrag zum Pakt und für die Europäische Union leisten. Dazu gehören beispielsweise die Qualifizierung von Unternehmen zur Erstellung von Klimabilanzen und Klimatransitionsplänen, kollegiale Austauschformate im Rahmen der Initiative „Wirtschaft pro Klima“, passende Schulungsangebote und Handreichungen sowie Ansätze zur Wiederherstellung von Ökosystemen und zur Integration des Faktors Natur in den Lagebericht – letztere im Rahmen der Deutschen <a href="https://baumev.de/sustainable-finance/deutsche-tnfd-consultation-group/" target="_blank" rel="noopener">TNFD Consultation Group</a>.</p>
<h3>Klimabilanzierung</h3>
<p>Klimabilanzierungen werden für immer mehr Unternehmen geschäftsrelevant. Für die nach CSRD berichtspflichtigen Unternehmen sind sie verpflichtend. Aber auch die nicht-berichtspflichtigen Unternehmen werden von ihren Banken, Lieferanten und Kunden nach Daten gefragt, um Risiken für das Geschäft besser einschätzen zu können. Die unternehmerische Klimabilanz ist Grundlage zur Bewertung der Chancen und Risiken in Bezug auf die Pariser Klimaschutzziele und die eigene Klimastrategie.</p>
<p>Mit einem Fact Sheet wird BAUM Unternehmen, die sich neu dem Thema Klimabilanzierung nähern, praktische Hilfestellung geben. Die Handreichung verschafft einen Überblick über die wichtigsten Bilanzierungsstandards, gibt Hinweise, wie man das Thema im Unternehmen systematisch angeht, und zeigt auf, welche möglichen IT-Tools in Frage kommen. Das Fact Sheet zur Klimabilanzierung wird in Kürze im Digitalen BAUM zur Verfügung stehen.</p>
<h3>BAUM-Definition Klimaneutralität</h3>
<p>Viele Unternehmen werben damit, „klimaneutral“ werden zu wollen oder es schon zu sein. Doch was bedeutet das? BAUM greift in dem Wissen, dass der Begriff „Klimaneutralität“ umstritten ist, diese Frage auf und beantwortet sie systemisch in der <a href="https://www.wirtschaftproklima.de/klimaneutralitaet" target="_blank" rel="noopener">BAUM-Definition Klimaneutralität</a>. Mit der Initiative „Wirtschaft pro Klima“ beschreiben wir eine transparente und glaubwürdige Vorgehensweise bei der Vermeidung, Reduzierung und Kompensation von CO₂eq bis hin zu einer nachvollziehbaren Klimaneutralität eines Unternehmens, die auf Wunsch in ihrer Qualität eingeschätzt, bestätigt und von BAUM attestiert wird.</p>
<p>Unser Ansatz ist nach aktuellem Wissen belastbar und praktikabel. Er folgt dem Dreischritt „vermeiden – reduzieren – kompensieren“ in eben dieser Reihenfolge. BAUM hat eine Vorgehensweise definiert, wie Unternehmen sich hin zur individuellen Klimaneutralität entwickeln können. Dazu bieten wir Beurkundungen von Betrieben an, die diese als klimabewusst, klimasensibel bzw. klimaneutral ausweisen. Die drei Stufen sind:</p>
<ul>
<li>Stufe 1 – Basic: Klimabewusstes Unternehmen</li>
<li>Stufe 2 – Advanced: Klimasensibles Unternehmen</li>
<li>Stufe 3 – Leader: Klimaneutrales Unternehmen</li>
</ul>
<h3>Schulungen durch Expert:innen</h3>
<p>Im Rahmen von „Wirtschaft pro Klima“ bieten wir Schulungen an, die von ausgewiesenen Expert:innen durchgeführt werden – z.B. zu Scope3 oder zum neuen Klimastandard im Rahmen der European Sustainability Reporting Standards, dem ESRS E1. Sie finden die Schulungen in unserem <a href="https://baumev.de/veranstaltungskalender/" target="_blank" rel="noopener">Veranstaltungskalender</a> oder auf der <a href="https://www.wirtschaftproklima.de/veranstaltungen" target="_blank" rel="noopener">Website von „Wirtschaft pro Klima“</a>.</p>
<h3>Pilotprojekt: Analyse von Klimawirkung</h3>
<p>Das Pariser Klimaabkommen ist für BAUM handlungsleitend. Das Tempo Richtung 1,5 °C ist jedoch aktuell viel zu gering. Daher sind wir eine Kooperation mit right° eingegangen, einem weltweit führenden Climate Tech Unternehmen. Die Software von right° ist wissenschaftlich fundiert und ermöglicht die Messung und Analyse von Klimawirkung. Die Ergebnisse werden direkt zum Pariser 1,5°C-Ziel in Beziehung gesetzt. Unternehmen aus der Real-, Finanz- und Immobilienwirtschaft können so klimabezogene Entscheidungen auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und Daten treffen.</p>
<p>Der innovative Ansatz von right°, den wir in einem Pilotprojekt umsetzen, erlaubt es BAUM-Mitgliedern, Klimaprofile in °C zu erstellen. Daraus lassen sich wiederum wirksame Handlungsempfehlungen ableiten. BAUM als Verband kann zudem den Fortschritt seiner Mitglieder in Richtung 1,5°C benchmarken. So wird die Transition greifbarer und politische Forderungen lassen sich mit Fakten untermauern.</p>
<p>Am 19.3. startet um 15:30 Uhr die Zusammenarbeit mit einem <a href="https://baumev.de/event/2026_03_19_kick-off-zum-baum-pilotprojekt-mit-right/" target="_blank" rel="noopener">Webinar </a>zur Einführung in die Methode – herzliche Einladung!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/baum-ist-partner-des-european-climate-pact/">BAUM ist Partner des European Climate Pact</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
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		<title>Wie Unternehmen und Politik nachhaltiges Wirtschaften stärken</title>
		<link>https://baumev.de/wie-unternehmen-und-politik-nachhaltiges-wirtschaften-staerken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katrin Wippich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2026 08:45:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biodiversität & Ökosysteme]]></category>
		<category><![CDATA[Circular Economy]]></category>
		<category><![CDATA[Einblicke & Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Klima & Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baumev.de/?p=17114</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bei einem Gespräch mit Bundesumweltminister Carsten Schneider am 9. Februar in Berlin wurden zentrale Themen des Klimaschutzes, Kreislaufwirtschaft und Biodiversität diskutiert. Preisträgerinnen und Preisträger des BAUM &#124; Umwelt – und Nachhaltigkeitspreises und BAUM-Mitgliedsunternehmen stellten dar, wie sie bereits zu den im Koalitionsvertrag vereinbarten Zielen beitragen, und durch welche Rahmensetzung die Bundesregierung nachhaltiges Wirtschaften stärken kann.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/wie-unternehmen-und-politik-nachhaltiges-wirtschaften-staerken/">Wie Unternehmen und Politik nachhaltiges Wirtschaften stärken</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hamburg, 11.02.2026 – Bei einem Gespräch mit Bundesumweltminister Carsten Schneider am 9. Februar in Berlin wurden zentrale Themen des Klimaschutzes, Kreislaufwirtschaft und Biodiversität diskutiert. Preisträgerinnen und Preisträger des BAUM | Umwelt – und Nachhaltigkeitspreises und BAUM-Mitgliedsunternehmen stellten dar, wie sie bereits zu den im Koalitionsvertrag vereinbarten Zielen beitragen, und durch welche Rahmensetzung die Bundesregierung nachhaltiges Wirtschaften stärken kann.</strong></p>
<p>Der geschäftsführende Vorstand von BAUM, BAUM-Preisträgerinnen und -Preisträger des Jahres 2025 sowie weitere Mitglieder des Netzwerks trafen am 9. Februar Bundesumweltminister Carsten Schneider zu einem Fachgespräch. Im Fokus des lebhaften Austauschs standen politische Rahmenbedingungen und geeignete Instrumente zur Förderung unternehmerischer Nachhaltigkeitsaktivitäten in Deutschland.</p>
<p>Der Umweltminister zeigte sich sehr interessiert an den Schilderungen aus der Unternehmenspraxis. „Ich bin sehr froh, dass es BAUM als Verband und so engagierte Unternehmen wie die Ihren gibt“, so Schneider. „Ich setzte stark auf die Kooperation mit nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen.“</p>
<p><a href="https://www.uni-flensburg.de/eum/wer-wir-sind/team/professorinnen/juniorprof-dr-frauke-wiese" target="_blank" rel="noopener">Prof. Dr. Frauke Wiese</a> von der Europa-Universität Flensburg, BAUM-Preisträgerin 2025 in der Kategorie „Wissenschaft“, betonte die Bedeutung der Suffizienzpolitik: „Für die multiplen Herausforderungen unserer Zeit brauchen wir Multi-Solving-Strategien. Suffizienzpolitik ist solch ein entscheidender Hebel, um die multiplen Herausforderungen zu lösen, denn sie verbindet Klima- und Umweltschutz und Sozialpolitik miteinander und steht für die effizientere und gerechtere Verteilung von Ressourcen, von Wohnraum und Straßenraum.“</p>
<p>Die BAUM-Preisträgerin 2025 in der Kategorie „Großunternehmen“, Dr. Stefanie Eichiner, Head of Sustainability bei der <a href="https://www.pfleiderer.com/dach-de/" target="_blank" rel="noopener">Pfleiderer Deutschland GmbH</a> und Vorstandsvorsitzende der Initiative <a href="https://www.business-and-biodiversity.de/" target="_blank" rel="noopener">Biodiversity in Good Company</a> e.V., erläuterte: „Deutschland braucht jetzt eine Investitionsarchitektur für die Natur – und Naturgutschriften können das fehlende Bindeglied sein. Viele Unternehmen sind bereit, über Pilotprojekte Standards, verlässliche Zertifizierungen und die Möglichkeit voranzubringen, Natur als Vermögenswert zu bilanzieren.“</p>
<p>Ein weiterer BAUM-Preisträger 2025 war Dominik Campanella, Geschäftsführer der <a href="https://concular.de/" target="_blank" rel="noopener">Concular GmbH</a>. Ihn vertrat in Berlin sein Kollege Julius Schäufele. „Concular beweist in der Praxis, dass hochwertige Wiedernutzung von Bauprodukten funktioniert“, verwies Schäufele auf das Engagement des von ihm mit gegründeten Unternehmens. „Jetzt ist die Politik gefragt, die Skalierung durch wirksame Regulierung zu ermöglichen.“</p>
<p>Befragt nach ihren Wünschen an den Umweltminister, waren sich die Unternehmensvertreterinnen und -vertreter einig, dass Planungssicherheit für die Wirtschaft allerhöchste Priorität habe: EU-Regularien müssten zügig und möglichst unverändert in nationale Gesetzgebung umgesetzt werden, so ihre Forderung.</p>
<p>Das Gespräch mit den Preisträgerinnen und Preisträgern fand im Nachgang der BAUM-Tagung 2025 statt. Mit seiner inhaltlichen Güte verweist es auf die <a href="https://baumev.de/baum-tagung/" target="_blank" rel="noopener">Tagung 2026</a>, die unter dem Titel „Confiance en Europe – Zuversicht in Europa. Risiken meistern, Chancen nutzen“ die unternehmerische Perspektive auf ein starkes, wertebasiert agierendes Europa bearbeiten wird. Die Tagung findet am 9./10 September im Europa-Park Rust statt.</p>
<p><a href="https://baumev.de/wp-content/uploads/2026/02/260211_PM_Gespraech-BMUKN.pdf" target="_blank" rel="noopener">Presseinformation als PDF</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/wie-unternehmen-und-politik-nachhaltiges-wirtschaften-staerken/">Wie Unternehmen und Politik nachhaltiges Wirtschaften stärken</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Insetting – Klimaschutz in der Lieferkette</title>
		<link>https://baumev.de/insetting-klimaschutz-in-der-lieferkette/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katrin Wippich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2025 12:11:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Einblicke & Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Klima & Energie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baumev.de/?p=13747</guid>

					<description><![CDATA[<p>CO₂-Offsetting ist als Bestandteil von Klimaschutzstrategien verbreitet. Relativ neu ist dagegen Insetting. Hier findet die Emissionsreduktion direkt in der eigenen Wertschöpfungskette statt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/insetting-klimaschutz-in-der-lieferkette/">Insetting – Klimaschutz in der Lieferkette</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>CO₂-Offsetting ist als Bestandteil von Klimaschutzstrategien verbreitet. Relativ neu ist dagegen Insetting. Hier findet die Emissionsreduktion direkt in der eigenen Wertschöpfungskette statt. Die Details erläutern Anja Aschenbrenner und Amelie Meyer von B.A.U.M. Consult in einem Beitrag auf Haufe Sustainability.</p>
<p>Konkret geht es beim Insetting um Projekte, die Emissionen innerhalb der eigenen Wertschöpfungskette an Standorten und in Prozessen von Lieferanten vermeiden, reduzieren oder entziehen – statt wie beim Offsetting außerhalb der Wertschöpfungskette Maßnahmen zu finanzieren.</p>
<p>Viele Unternehmen setzen bereits Insetting-Projekte um, um den Klimaschutz schneller voranzutreiben, schreiben Aschenbrenner und Meyer. Es gebe jedoch aktuell weder eine einheitliche Definition noch eine offizielle Regelung, wie diese Praxis in der eigenen THG-Bilanz verrechnet und als Reduktionsmaßnahme kommuniziert werden darf. Möglicherweise werde ab 2026 nach der Land Sector and Removal Guidance des GHG Protocols die Berücksichtigung von Insetting im THG-Inventar gültig sein. Dies bedeutete dann jedoch noch nicht, dass Unternehmen diese Methodik zur Erreichung ihrer wissenschaftsbasierten Ziele nach SBTi heranziehen dürften.</p>
<p>In der Kommunikation müssen Unternehmen darauf achten, keine inhaltsleeren oder fehlerhaften umweltbezogenen Aussagen zu treffen, betonen die Autorinnen. Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Integrität seien wichtige Prinzipien.</p>
<h3>Kooperationen bei Insetting unverzichtbar</h3>
<p>Um effektiv THG-Emissionen zu senken, heißt es im Beitrag weiter, sei eine enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und ihren Partnern in der Wertschöpfungskette unverzichtbar. Aschenbrenner und Meyer bringen das Praxisbeispiel der Pano Verschluss GmbH. Es zeigt, wie durch die Zusammenarbeit mit dem Weißblechlieferanten ArcelorMittal ein messbarer Beitrag zum Klimaschutz innerhalb der Lieferkette erzielt werden kann.</p>
<p>Das Fazit der Autorinnen: „Starke Kooperationen ermöglichen nicht nur zusätzliche Dekarbonisierungshebel, sondern können darüber hinaus auch einen Einfluss auf die Entwicklung von Märkten, der sogenannten ‚Green Economy‘, ausüben. Wer seine ökologischen Ambitionen ernst nimmt und sein internes Potenzial bereits weitestgehend ausgeschöpft hat, sollte nicht nur auf offizielle Regelwerke und Anerkennung durch Initiativen wie SBTi warten, sondern auch selbstständig nach Reduktionspotenzialen suchen.“</p>
<p>Den vollständigen Beitrag von Anja Aschenbrenner (Bereichsleiterin Klimamanagement, B.A.U.M. Consult) und Amelie Meyer (Consultant, B.A.U.M. Consult) finden Sie auf <a href="https://www.haufe.de/sustainability/umwelt/insetting-klimaschutz-in-der-lieferkette-umsetzen_575774_662962.html" target="_blank" rel="noopener">Haufe Sustainability</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/insetting-klimaschutz-in-der-lieferkette/">Insetting – Klimaschutz in der Lieferkette</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>17 radikale Thesen für echten Wandel</title>
		<link>https://baumev.de/17-radikale-thesen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katrin Wippich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 13:36:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bildung für Nachhaltige Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Biodiversität & Ökosysteme]]></category>
		<category><![CDATA[Circular Economy]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Einblicke & Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Klima & Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilität & Logistik]]></category>
		<category><![CDATA[Sustainable Finance & Berichterstattung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baumev.de/?p=12979</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die BAUM-Vorsitzende im Interview mit KMU4GOOD über ihr neues Buch „Nachhaltigkeit machen“.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://baumev.de/17-radikale-thesen/">17 radikale Thesen für echten Wandel</a> erschien zuerst auf <a href="https://baumev.de">BAUM e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit 17 radikalen Thesen geht Yvonne Zwick, Vorsitzende von BAUM e.V., in ihrem neuen Buch &#8222;<a href="https://shop.haufe.de/prod/nachhaltigkeit-machen?chorid=80163102&amp;em_src=display&amp;em_cmp=direktbuchung/publishing/coremedia/empfehlung/80163102&amp;cmp=coremedia&amp;utm_id=publishing/80163102&amp;akttyp=display&amp;med=direktbuchung&amp;utm_source=display&amp;utm_medium=direktbuchung&amp;utm_campaign=coremedia&amp;utm_content=empfehlung&amp;aktnr=80163102&amp;wnr=80163102&amp;_gl=1*1n1qe0p*_ga*OTIyMzY3NzY5LjE3NjA5NjcwNTk.*_ga_BS17E9HCRT*czE3NjA5NjcwNTkkbzEkZzEkdDE3NjA5NjcwNjYkajUzJGwwJGgw*_fplc*WktZSFBPN0tHcURhUFg3OVp3d3o3aHhLNnBlVXBRRXZRcG5xTllCOXlKSU9UOUtuZmd6b1RSVk5NJTJGYldqakM1VVc3a2Nyc0hIR216eHNVYmpXMVpIdW4yM3AydTc2ZXprVEJmdG15R3Q5ODJsa3AwaXM5TjJjSnRSRE5FZGclM0QlM0Q." target="_blank" rel="noopener">Nachhaltigkeit machen. 17 radikale Thesen für echten Wandel</a>&#8220; die 17 SDGs an. Außerdem stellt sie Best Practices, Erstaunliches und Handlungsvorschläge zu den einzelnen UN-Nachhaltigkeitszielen vor. Jörg Birkelbach interviewte sie dazu für das Portal <a href="https://kmu4good.eu/" target="_blank" rel="noopener">KMU4GOOD</a>.</p>
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		<title>Sturmflutprognosen mit KI – Machine Learning als Werkzeug für nachhaltige Anpassung an Extremereignisse</title>
		<link>https://baumev.de/sturmflutprognosen-mit-machine-learning/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katrin Wippich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Sep 2025 09:14:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Einblicke & Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Klima & Energie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://baumev.de/?p=10500</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Klimawandel spielen nicht nur die langfristigen Veränderungen von Mittelwerten eine Rolle, sondern insbesondere das Verhalten von Extremereignissen. Solche Ereignisse entstehen häufig durch ein Zusammenspiel mehrerer komplexer Faktoren und sind stark von Ort und Zeit abhängig. Klassische Klimamodelle stoßen im Bereich der Extreme oft an ihre Grenzen, da sie diese nicht genau genug abbilden können. Hier können KI-gestützte Methoden Vorteile bieten.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Hitze, Dürren, Starkregen, Überschwemmungen – Extremwetterereignisse werden im Zuge des Klimawandels häufiger, intensiver und unberechenbarer. In vielen Regionen gehören sie längst zum Alltag. Für eine gestärkte und nachhaltige Anpassung an den Klimawandel ist es daher wichtig, nicht nur auf Änderungen des durchschnittlichen Klimazustands in der Zukunft zu schauen, sondern sich auch gezielt auf extreme Ereignisse vorzubereiten. Dabei hilft ein Werkzeug, das inzwischen in nahezu alle Lebensbereiche Einzug gehalten hat: Künstliche Intelligenz (KI). Sie kann komplexe Zusammenhänge in großen Datenmengen erkennen und so die Grundlage für Frühwarnsysteme, Risikoanalysen und langfristige Anpassungsstrategien schaffen.</p>
<h4>KI als Sinnesorgan für Extremwetter</h4>
<p>Im Gegensatz zu klassischen Wetter- oder Klimamodellen basiert KI nicht auf physikalischen Gleichungen, sondern auf Daten. Sie lernt, Muster im vermeintlichen Chaos zu erkennen und komplexe Strukturen in vereinfachte Kategorien zu übersetzen – ähnlich dem menschlichen Gehirn. Unser Nervensystem ordnet den Datenstrom, den unsere Sinnesorgane liefern, in Echtzeit einer Bedeutung zu. Dadurch sind Land unter am Hamburger Fischmarkt während einer Sturmflut im Februar 2020 wir beispielsweise in der Lage, Objekte in unserem Sichtfeld oder Geräusche zu erkennen. So wie wir als Kinder lernen, Dinge anhand bestimmter Merkmale zu unterscheiden, kann eine KI lernen, in Datenmengen relevante Merkmale zu identifizieren – und damit ebenfalls zwischen verschiedenen „Dingen“ zu unterscheiden.</p>
<h4>Sturmflutprognosen für das nächste Jahrzehnt</h4>
<p>Ein konkretes Beispiel für den erfolgreichen Einsatz dieser Technik ist eine neue Methode zur dekadischen Sturmflutprognose an der Nordseeküste, die wir an der <a href="https://www.uni-hamburg.de/newsroom/presse/2025/pm8.html" target="_blank" rel="noopener">Universität Hamburg</a> entwickelt haben. Unsere globalen Klimamodelle liefern großräumige Vorhersagen für das Sturmklima über Europa – und das bis zu zehn Jahre im Voraus mit vergleichsweise hoher Treffsicherheit. Doch wie sich dieses Sturmklima an bestimmten Orten an der Küste konkret auswirkt, können klassische Modelle nicht präzise genug abbilden. Bisher musste man für solche Vorhersagen regionale Modelle an die globalen Klimamodelle ankoppeln – ein sehr rechenintensives und aufwändiges Verfahren. Mithilfe von KI lässt sich dieser Schritt nun deutlich verkürzen.</p>
<p>Wir trainieren ein künstliches neuronales Netzwerk (KNN), das aus dem großräumigen Zustand der Atmosphäre – also der Wetterlage über Europa – den zu erwartenden Wasserstand an der Nordseeküste berechnet. Um bei der Analogie zum menschlichen Gehirn zu bleiben: So wie Sie beim Blick auf ein Foto des Haustiers Ihres Nachbarn automatisch erkennen, ob es sich um eine Katze oder einen Hund handelt, erkennt das KNN beim Blick auf eine Wetterkarte – gewissermaßen ein „Foto“ der Atmosphäre –, ob das Wasser an der Küste einige Stunden später hoch oder niedrig stehen wird.</p>
<p>Sobald das KNN trainiert ist, kann es innerhalb von Sekunden aus den Vorhersagen eines Klimamodells konkrete Aussagen über die Sturmfluthöhen in Cuxhaven, Esbjerg oder Delfzijl generieren – und das für die nächsten zehn Jahre. Der Vorteil ist enorm: Küstenschutzbehörden, Kommunen oder Planungsbüros erhalten ein Werkzeug, das sie bei der mittelfristigen Planung unterstützt – und das deutlich schneller als herkömmliche Methoden.</p>
<p>Warum genau diese drei Orte? Der Grund liegt im hohen Datenbedarf der KI. Damit sie effizient und zuverlässig lernen kann, benötigt sie möglichst viele Daten. Cuxhaven, das dänische Esbjerg und Delfzijl in den Niederlanden bieten genau das: detaillierte Wasserstandsbeobachtungen über mehrere Jahrzehnte hinweg. Diese Beobachtungen, kombiniert mit ebenso umfangreichen Wetteraufzeichnungen über Europa, ermöglichen ein robustes und möglichst fehlerarmes Training der KI.</p>
<h4>Nachhaltigkeit durch vorausschauende Anpassung</h4>
<p>Was bedeutet das für die Praxis? Küstenschutz ist teuer – und gleichzeitig zwingend notwendig. Doch nicht jede Deicherhöhung oder jeder Rückzugsraum kann sofort realisiert werden. Hier helfen Prognosen in 10-Jahres-Zeiträumen, Prioritäten zu setzen. Wenn etwa eine Region in den kommenden zehn Jahren besonders häufig von Sturmfluten betroffen sein wird, können Schutzmaßnahmen gezielt vorgezogen oder anstehende Reparaturen regional priorisiert werden.</p>
<p>Ähnliches gilt für andere Extremereignisse: In der Landwirtschaft helfen KI-gestützte Vorhersagen zu saisonalen Trockenphasen dabei, Anbaustrategien anzupassen oder Wasserspeicher effizienter zu bewirtschaften. Ebenso können KI-basierte Verfahren frühzeitig Temperatursignale im Ozean erkennen, die auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für heiße Sommer über Europa hinweisen. Und bei Starkregenereignissen ermöglicht KI eine dynamische Einschätzung der Überflutungsgefahr auf Basis aktueller Wetterdaten – etwa zur Steuerung von Hochwasserrückhaltebecken oder zum kurzfristigen Schutz kritischer Infrastruktur.</p>
<h4>Jedes System hat Grenzen</h4>
<p>Doch so leistungsfähig KI auch ist – sie ist kein Wundermittel. Künstliche Intelligenz ist nur so gut wie die Daten, mit denen sie trainiert wurde. Sie „versteht“ keine physikalischen Zusammenhänge, sondern erkennt lediglich statistische Muster. Diese Muster lernt die KI dann besonders gut, wenn ihr eine große und vielfältige Datengrundlage zur Verfügung steht. In unserem Beispiel der Sturmflutprognosen nutzen wir über 700.000 Beobachtungen von Wasserständen an der Küste, gepaart mit ebenso vielen Wetterkarten über Europa. Solche Datenmengen sind jedoch nicht für alle Extremereignisse verfügbar, was den Einsatz von KI je nach Anwendungsbereich stark einschränken kann. Gerade deshalb ist es wichtig, KI in der Extremereignisforschung nicht isoliert zu betrachten. Vielmehr ist sie ein weiteres, bedeutendes Puzzleteil auf dem Weg zu einem besseren Verständnis unserer Erde und der Prozesse, die auf ihr ablaufen.</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>KI bietet große Chancen für eine nachhaltige Anpassung an den Klimawandel – insbesondere, wenn es darum geht, sich gezielt auf Extremereignisse vorzubereiten, diese frühzeitig zu erkennen oder die zugrundeliegenden Zusammenhänge besser zu verstehen. Sie ergänzt klassische Wetter- und Klimamodelle um schnelle, effiziente und ortsspezifische Werkzeuge, die Entscheidungsträgern in unserer Gesellschaft einen erweiterten Handlungsspielraum eröffnen. Unser Beispiel der dekadischen Sturmflutprognosen zeigt: Das ist keine Zukunftsmusik – sondern Realität.</p>
<hr />
<p>Dies ist ein Beitrag aus <a href="https://baumev.de/baum-ev/baum-insights/" target="_blank" rel="noopener">BAUM Insights</a> 4/2025.</p>
<p>Der Autor, <strong>Daniel Krieger, Ph.D.</strong>, studierte Meteorologie und promovierte in Erdsystemwissenschaften in Hamburg. Aktuell forscht er am <a href="https://mpimet.mpg.de/startseite" target="_blank" rel="noopener">Max-Planck-Institut für Meteorologie</a> zur Vorhersagbarkeit von Klimaextremen in Europa auf Zeitskalen von bis zu 20 Jahren. Sein Interesse an Extremwetter reicht zurück bis in die früheste Kindheit.</p>
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