Der neue Leitfaden des Umweltbundesamts vermittelt praxisorientiert, wie Unternehmen ein systematisches, transparentes und glaubwürdige Klimamanagement aufbauen und betreiben können. Er richtet sich an Organisationen, die Klimaschutz, Klimaanpassung und das Management klimabezogener Risiken systematisch in ihre Unternehmensführung integrieren und so rechtliche Vorgaben sowie Erwartungen von Kund*innen, Investor*innen und anderen Stakeholdern erfüllen wollen. Grundlage bilden aktuelle rechtliche und politische Rahmenbedingungen (z.B. European Green Deal, deutsches Klimaschutz- und Klimaanpassungsgesetz, EU-ETS, CSRD) sowie etablierte Standards wie das GHG-Protocol und relevante ISO-Normen.
„Dieser Leitfaden soll Unternehmen auf ihrem Weg zu einem systematischen und wirksamen Klimamanagement unterstützen“, so die Autor*innen. „Im Fokus steht die Verankerung von klimabezogenen Zielen und Maßnahmen auf Managementebene – als zentraler Bestandteil einer nachhaltigen, d.h. zukunftsorientierten Unternehmensführung.“
Klimamanagement: von Governance bis Kommunikation
Der Leitfaden ist in neun Etappen strukturiert und behandelt zentrale Themenkapitel: Governance (Verantwortung der obersten Leitung, Delegation an Klimateams, Einbindung der Mitarbeitenden), Festlegung organisatorischer und operativer Bilanzgrenzen, Datenmanagement und THG-Bilanzierung (Scope 1–3, Emissionsfaktoren, biogenes CO₂), Integration klimabedingter Risiken (physische und Transitionsrisiken), Zielsetzung (THG-Reduktionsziele, Anpassungsziele), Planung und Priorisierung von Maßnahmen (Vermeiden, Vermindern, Anpassen, Kompensieren) sowie interne und externe Kommunikation. Den Abschluss bilden Hinweise zu Monitoring, Auditverfahren und Maßnahmen zur stetigen Verbesserung.
Der Leitfaden bietet mit Praxishinweisen und Best-Practice-Beispielen zahlreiche praxisnahe Hilfsmittel und zielt darauf ab, Organisationen eine prüffähige, transparente und umsetzbare Orientierung für ein wirksames Klimamanagement zu geben.
