Klima- und Ressourcenschutz sind für BAUM bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen seit Jahren eine Selbstverständlichkeit. Für die BAUM-Tagung 2025 liegt nun der Event Carbon Footprint und erstmals eine umfassende Stoffstrombilanz vor, die mit handfesten, belastbaren Zahlen eine Basis bilden für die ökologische Bewertung, Kommunikation und künftige strategische Ausrichtung des jährlichen großen Netzwerktreffens.
Eine Stoffstrombilanz zeigt, welche Materialien und Energiemengen in eine Veranstaltung hinein- und wieder hinausfließen. Ähnlich wie eine CO2e-Bilanz bildet sie damit die Grundlage, Ressourceneinsatz systematisch zu verstehen und einzuordnen.
BAUM hat die Analysen 2025 in Zusammenarbeit mit den BAUM-Mitgliedern 2bdifferent und Trash Galore für die BAUM-Tagung – ein jährliches Event mit rund 300 Nachhaltigkeitsengagierten – umgesetzt. Die Ergebnisse liefern differenzierte und teilweise überraschende Einblicke in Materialflüsse, Ressourcenverbräuche und Wirkungspotenziale von Veranstaltungen. Sie tragen zudem dazu bei, das Eventmanagement von BAUM im Rahmen der Initiative Nachhaltige Veranstaltungswirtschaft (INV) weiter zu qualifizieren.
„Die BAUM-Tagung als nachhaltiges Event ressourcensparend und klimabewusst durchzuführen, hat für uns höchste Priorität“, betont Elisabeth Michels, Veranstaltungsmanagerin bei BAUM. „Im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses erreichen wir dank der nun vorliegenden Analysen die nächste Stufe.“
„Die Analysen bieten durch ihre anschauliche Aufbereitung eine fundierte Grundlage, um gemeinsam zu reflektieren: Was wirkt und schlägt sich wirklich bilanziell nieder? Wo liegen die größten Hebel?“, so Clemens Arnold, Managing Director von 2bdifferent. „Ein wichtiges Learning: Die Einbindung aller beteiligten Gewerke – insbesondere Location, Technik und Catering – ist entscheidend für eine umfassende und transparente Bewertungsgrundlage.“
„Diese Bilanz ist kein Urteil, sondern eine sachliche Grundlage“, erläutert Lukas Binner, Co-Founder von Trash Galore. „Sie zeigt transparent auf, was wir berechnet haben und wo konservative Schätzungen vorgenommen wurden, um eine verlässliche Basis für den weiteren Nachhaltigkeitskontext zu bieten.“
Carbon Footprint für das „Produkt“ BAUM-Tagung
Die methodische Grundlage ist eine Lebenszyklusanalyse (LCA) gemäß ISO 14040/44 und ISO 14067. Das Ergebnis ist als partieller Product Carbon Footprint zu verstehen – mit der Tagung als „Produkt“. Der Untersuchungsrahmen ist die Durchführungsphase der Veranstaltung inklusive Auf- und Abbauzeiten. Das Greenhouse Gas Protocol dient als struktureller Rahmen, jedoch nicht als methodische Grenze.
Geographisch konzentriert sich die Analyse auf Deutschland und die Nutzung hauptsächlich lokaler Dienstleister; internationale Lieferketten wurden lediglich für unvermeidbare Importwaren wie bestimmte Nahrungsmittel oder Rohstoffe indirekt modelliert. Die funktionelle Einheit ist definiert als „eine Durchführung der Veranstaltung“ und „eine teilnehmende Person pro Tag“, wobei die Bilanz auf einer Anzahl von 297 Personen an jeweils beiden Veranstaltungstagen basiert. Der dazugehörige Referenzfluss umfasst die gesamte Durchführung des Events und alle dafür notwendigen Inputs an Energie, Materialien und Dienstleistungen, um diese Funktion zu erfüllen.
Ergebnisse der Analyse als PDF
Details zu „Event Carbon Footprint“ und Stoffstrombilanz können BAUM-Mitglieder, Umsetzungspartner der BAUM-Tagungen 2025 und 2026 sowie Mitglieder der INV bei einem Webinar am 30. April (11:00-12:30) erfahren.
Die INV ist maßgeblich an der Vorbereitung der BAUM-Tagung 2026 beteiligt, die am 9. und 10. September im baden-württembergischen Rust stattfindet.
