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WELTWEITE HERAUSFORDERUNGEN: AFRIKA IM ZENTRUM

In einem Grußwort zur aktuellen Broschüre des B.A.U.M. Fair Future Fonds mahnt Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die Welt müsse Antworten finden auf die globalen Zukunftsfragen. B.A.U.M. nennt er dabei als starken Partner.

Lesen Sie hier die Kurzfassung des Textes. Die Langfassung steht als PDF zum Download zur Verfügung.

Die Welt muss Antworten finden auf die globalen Zukunftsfragen: 

Die Welt muss Antworten finden auf die globalen Zukunftsfragen: Klimawandel und Artensterben, Bevölkerungswachstum, Hunger und Armut, Flüchtlingsdramen und massive globale Ungerechtigkeiten – zuletzt die COVID-19-Pandemie. All diese Herausforderungen kann kein Land alleine lösen: Sie sind Überlebensfragen der gesamten Menschheit.

Heute leben bald acht Milliarden Menschen auf der Welt, und jeden Tag wächst die Weltbevölkerung um etwa 220 000 Menschen; zwei Drittel kommen in Afrika zur Welt. All diese Menschen brauchen Nahrung, ein Zuhause, Arbeit. Aber die Ressourcen des Planeten sind endlich. Würden alle Menschen so leben wie wir in Deutschland, bräuchten wir drei Erden.

Wir müssen umdenken! Eine gute Zukunft für alle auf einem gesunden Planeten ist erreichbar – mit verändertem Lebens- und Konsumstil, einer neuen Wachstumsphilosophie, mit dem Einsatz nachhaltiger Technologien, mit Innovationen und mit mutigen Menschen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Wir müssen Globalisierung gerecht gestalten. Nachhaltigkeit – ökologisch und sozial – muss zum neuen globalen Leitbild werden. Wir wissen, was zu tun ist. Die Weltgemeinschaft hat 2015 in New York einen Weltzukunftsvertrag vereinbart, die Agenda 2030 und ihre 17 Sustainable Development Goals, und in Paris ein völkerrechtlich bindendes Klimaabkommen beschlossen. Jetzt müssen wir liefern!

Wir brauchen nachhaltige Lieferketten und fairen Handel. Regenwald brennt, auch damit bei uns Shampoo oder Viehfutter möglichst billig sind. Kinder arbeiten unter ausbeuterischen Bedingungen, statt zur Schule zu gehen, auch für unsere Schokolade, unseren Kaffee. Das ist nicht zukunftsfähig!

Dass eine andere Normalität der Globalisierung möglich ist, zeigen freiwillige Initiativen wie das Textilbündnis und der Grüne Knopf. Viele Unternehmen gehen voran, und immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten kaufen nachhaltig.

Das Sorgfaltspflichtengesetz, das wir jetzt in Deutschland auf den Weg bringen, schreibt Mindeststandards fest. Denn faires Unternehmertum darf kein Wettbewerbsnachteil sein.

Beim Klimaschutz müssen wir weltweit schneller vorankommen. Denn entscheiden wird sich die Klimafrage in den Schwellen- und Entwicklungsländern. In Afrika wird in den nächsten zehn Jahren so viel gebaut werden wie in Europa in den letzten hundert Jahren; die Nachfrage nach Nahrung und Energie wird massiv steigen. Genau dort also brauchen wir gewaltige Technologiesprünge.

Afrika kann zum Grünen Kontinent der erneuerbaren Energien werden. Das Potenzial an Wind, Sonne, Erdwärme und Biomasse ist da. Es liegt in unserer Hand, auch in der EU, dazu beizutragen, dass Investitionen heute schon in nachhaltige, klimafreundliche Infrastruktur gehen. Dann ist auch die globale Energiewende möglich.

Jeder kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dazu habe ich die Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima initiiert. Die Unterstützer haben allein 2020 so viel CO2 kompensiert, wie 400.000 EU-Bürgerinnen und Bürger in einem Jahr ausstoßen. Auch der B.A.U.M. e.V. ist Unterstützer.

Wir leben im globalen Dorf. Unser Wohlstand hier hängt davon ab, dass wir unsere natürlichen Lebensgrundlagen weltweit intakt halten. Und unsere Zukunft hängt davon ab, dass wir Globalisierung gerechter gestalten und die Ausbeutung von Mensch und Natur zur Profitmaximierung beenden.

Das Unternehmensnetzwerk B.A.U.M. ist starker Partner für diese Ziele. Seit mehr als 30 Jahren setzen sich Ihre Mitglieder für nachhaltiges Wirtschaften ein. Darüber hinaus fördert der Verein mit seinem B.A.U.M. Fair Future Fonds afrikanische Bildungsprojekte: Damit die Kinder Afrikas die Zukunft dieses faszinierenden Teils der Welt gestalten können; und Bildung ist dafür der Schlüssel. Ich danke allen Unterstützern des B.A.U.M. e.V. für ihr Engagement und wünsche dem B.A.U.M. Fair Future Fonds und den geplanten Aktivitäten jeden nur erdenklichen Erfolg.





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