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BILANZ DER GEMEINSAMEN ARBEIT AN DER NACHHALTIG.DIGITALEN TRANSFORMATION UND FOLGEPROJEKTE

Mitte September fand die nachhaltig.digital Konferenz '22 statt, die ganz im Zeichen des Abschieds und Aufbruchs stand, da die Laufzeit des Gemeinschaftsprojekts von B.A.U.M. und DBU zu Ende ist. Aus diesem Anlass waren Begleiter:innen des Projekts zunächst eingeladen, gemeinsam einen Blick zurückzuwerfen. Anschließend stellten die B.A.U.M.-Vorsitzende Yvonne Zwick und DBU-Generalsekretär Alexander Bonde die Folgeprojekte der Trägerorganisationen vor.

In diesem Jahr war die Konferenz in kleinerem Rahmen geplant, und so erstreckte sich das Programm, durch das Julia Vismann führte, über einen Nachmittag. Neben den Vertreter:innen der Trägerorganisationen ergänzten Hannah Strobel von NELA Next Economy Lab und Christoph Teusch von AfB Shop das Programm.

Bilanz der viereinhalb Jahre nachhaltig.digital

Als das Projekt nachhaltig.digital ins Leben gerufen wurde, waren Angebote dieser Art eine Neuheit. Der Versuch, die einander bis dahin diametral gegenüberstehenden Themenbereiche Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammenzubringen, wurde teilweise belächelt. Das hat sich bis zum heutigen Tag stark verändert. Martin Oldeland, stellvertretender Vorsitzender von B.A.U.M., fasste es so zusammen: "Wir haben die Saat in die Landschaft geworfen und daraus ist einiges gewachsen. Es gibt Professorenstellen, und viele Projekte sind zum Thema entstanden."

Nichtsdestotrotz ist der Digitalisierungshype auch kritisch zu sehen. Beim Drang, alles digitalisieren zu wollen, vergessen wir teilweise, dass Digitalisierung nie Selbstzweck ist. Digitalisierungsvorhaben sollten immer dahingehend hinterfragt werden, welche Datenströme gebraucht werden. Hierbei spielt die Auswahl der "richtigen" Zielgrößen eine wichtige Rolle. Diesen Aspekt vertiefte Hannah Strobel in ihrem Impuls. Als Gründerin des Next Economy Lab arbeitet sie an der Schnittstelle von Wissenschaft, Politik und Praxis. Sie betont, dass Effizienz nicht die einzige Zielgröße bei der Digitalisierung sein kann, wenn Nachhaltigkeit angestrebt wird. Konsistenz und Suffizienz sind die zentralen Stichworte. Der Konsistenz-Begriff beschreibt in diesem Zusammenhang, die eingesetzten Ressourcen und Technologien in der Güterproduktion dahingehend zu verändern, dass sie keine negativen Auswirkungen auf das Klima und die Umwelt haben. Leitsatz bei Digitalisierungsvorhaben sollte demnach sein: so wenig wie möglich, so viel wie nötig!

Perspektive: Ausblick auf die Folgeprojekte von B.A.U.M. und DBU

Um zu wissen, wo kleine und mittelständische Unternehmen bei der Digitalisierung und Nachhaltigkeit stehen, wurden sie 2021 und 2022 im Auftrag von nachhaltig.digital befragt. Die nachhaltig.digital Monitore 2021 und 2022 haben offengelegt, welche Unterstützung KMU bei der Transformation brauchen. Daraus entwickelten sich sechzehn Bausteine, an die DBU in ihrem Folgeprojekt anknüpft möchte. Sie will in den nächsten fünf Jahren die entwickelten Bausteine enger mit "den Fördertätigkeiten der DBU verzahnen, um den Mehrwert weiter zu erhöhen", so DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. Außerdem wird es mit zielgruppenspezifischen, praxisnahen Beispielen weiterhin Impulse und Inspiration für den Mittelstand geben, womit auch die Sichtbarkeit innovativer Projekte gestützt werden soll.

Einen Schritt weiter ist das Folgeprojekt von B.A.U.M., der Digitale B.A.U.M. Inspiriert vom nachhaltig.digital Baustein zum digitalen Zwilling wurde das B.A.U.M.-Netzwerk ins digitale übertragen. Nun können sich Mitglieder ortsunabhängig vernetzen und Projektpartner:innen mit dem KI gestützten Matching-Tool finden.





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