Hamburg, 11.02.2026 – Bei einem Gespräch mit Bundesumweltminister Carsten Schneider am 9. Februar in Berlin wurden zentrale Themen des Klimaschutzes, Kreislaufwirtschaft und Biodiversität diskutiert. Preisträgerinnen und Preisträger des BAUM | Umwelt – und Nachhaltigkeitspreises und BAUM-Mitgliedsunternehmen stellten dar, wie sie bereits zu den im Koalitionsvertrag vereinbarten Zielen beitragen, und durch welche Rahmensetzung die Bundesregierung nachhaltiges Wirtschaften stärken kann.
Der geschäftsführende Vorstand von BAUM, BAUM-Preisträgerinnen und -Preisträger des Jahres 2025 sowie weitere Mitglieder des Netzwerks trafen am 9. Februar Bundesumweltminister Carsten Schneider zu einem Fachgespräch. Im Fokus des lebhaften Austauschs standen politische Rahmenbedingungen und geeignete Instrumente zur Förderung unternehmerischer Nachhaltigkeitsaktivitäten in Deutschland.
Der Umweltminister zeigte sich sehr interessiert an den Schilderungen aus der Unternehmenspraxis. „Ich bin sehr froh, dass es BAUM als Verband und so engagierte Unternehmen wie die Ihren gibt“, so Schneider. „Ich setzte stark auf die Kooperation mit nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen.“
Prof. Dr. Frauke Wiese von der Europa-Universität Flensburg, BAUM-Preisträgerin 2025 in der Kategorie „Wissenschaft“, betonte die Bedeutung der Suffizienzpolitik: „Für die multiplen Herausforderungen unserer Zeit brauchen wir Multi-Solving-Strategien. Suffizienzpolitik ist solch ein entscheidender Hebel, um die multiplen Herausforderungen zu lösen, denn sie verbindet Klima- und Umweltschutz und Sozialpolitik miteinander und steht für die effizientere und gerechtere Verteilung von Ressourcen, von Wohnraum und Straßenraum.“
Die BAUM-Preisträgerin 2025 in der Kategorie „Großunternehmen“, Dr. Stefanie Eichiner, Head of Sustainability bei der Pfleiderer Deutschland GmbH und Vorstandsvorsitzende der Initiative Biodiversity in Good Company e.V., erläuterte: „Deutschland braucht jetzt eine Investitionsarchitektur für die Natur – und Naturgutschriften können das fehlende Bindeglied sein. Viele Unternehmen sind bereit, über Pilotprojekte Standards, verlässliche Zertifizierungen und die Möglichkeit voranzubringen, Natur als Vermögenswert zu bilanzieren.“
Ein weiterer BAUM-Preisträger 2025 war Dominik Campanella, Geschäftsführer der Concular GmbH. Ihn vertrat in Berlin sein Kollege Julius Schäufele. „Concular beweist in der Praxis, dass hochwertige Wiedernutzung von Bauprodukten funktioniert“, verwies Schäufele auf das Engagement des von ihm mit gegründeten Unternehmens. „Jetzt ist die Politik gefragt, die Skalierung durch wirksame Regulierung zu ermöglichen.“
Befragt nach ihren Wünschen an den Umweltminister, waren sich die Unternehmensvertreterinnen und -vertreter einig, dass Planungssicherheit für die Wirtschaft allerhöchste Priorität habe: EU-Regularien müssten zügig und möglichst unverändert in nationale Gesetzgebung umgesetzt werden, so ihre Forderung.
Das Gespräch mit den Preisträgerinnen und Preisträgern fand im Nachgang der BAUM-Tagung 2025 statt. Mit seiner inhaltlichen Güte verweist es auf die Tagung 2026, die unter dem Titel „Confiance en Europe – Zuversicht in Europa. Risiken meistern, Chancen nutzen“ die unternehmerische Perspektive auf ein starkes, wertebasiert agierendes Europa bearbeiten wird. Die Tagung findet am 9./10 September im Europa-Park Rust statt.
